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RSG Rennradjugend

Ergebnisfeuerwerk für Rennradler beim Würzburger Silvesterlauf
Solide Laufleistungen bringen zahlreiche Podestplätze in den Altersklassen
29.12.2008   Janina Seyler

Wieder einmal sportlich beschlossen die Nachwuchssportlerinnen und –sportler der Würzburger Rennrad Jugend in der RSG das Jahr 2008 mit der Teilnahme am Würzburger Silvesterlauf.

Nicht nur die attraktive Rundstrecke durch die Würzburger Innenstadt mit zahlreichen Zuschauern am Streckenrand, sondern auch herrlichstes (aber bitterkaltes) Winterwetter sorgte bei den Rennradlerinnen und –radlern für beste Stimmung und Leistungsbereitschaft.

So gingen alle jungen Starterinnen und Starter der RSG Würzburg gemeinsam mit einem enormen Starterfeld auf die eine Runde über etwa 1,3 Kilometer. Dass die Rennradler nicht nur auf zwei Rädern, sondern auch auf ihren zwei Beinen schnell unterwegs sind, stellen sie wieder einmal deutlich unter Beweis: nur einem Konkurrenten aus der Leichathletik musste sich Jugendfahrer Andreas Hartmann geschlagen geben. Den umkämpften Schlusssprint konnte der RSGler so leider nicht mehr für sich entscheiden, errang aber dennoch in einer Zeit von 4:35 Minuten den Altersklassensieg bei den Schülern A. Nicht weit hinter ihm dann Altersklassen-Zweiter bei den Schülern A in einer Zeit von 4:48 Minuten Radkollege Dominic Schulz. Nils Beese komplettierte bei den Schülern A mit seinem vierten Platz in 5:53 Minuten das RSG-Ergebnis.

Auch bei den Schülerinnen A gab es für die RSG Würzburg ein Ergebnis: Sabrina Schulz errang mit einer Laufzeit von 5:58 Minuten den Alterklassensieg.

In einer Alterklasse jünger konnte sich der Schülerfahrer Till Hellmund bei den Schülern B mit schnellen Beinen und einer Zeit von 4:54 Minuten über den dritten Platz in seiner Altersklasse freuen.

Und nicht nur die Schützlinge gingen beim Silvesterlauf an den Start – auch die Trainerin Janina Seyler startete beim Jedermann- und –fraurennen über nunmehr vier Runden und damit knapp über fünf Kilometer. Mit der Laufzeit von 22:33 Minuten erreichte sie damit wieder einen (dritten) Podestplatz in der Frauenhauptklasse W20.

Nachdem die Rennradsportlerinnen und –sportler ab Januar wieder offiziell auf’s Rad „dürfen“, steht das Grundlagentraining bei gutem Wetter ab dem neuen Jahr wieder im Zeichen des Rennrads. Ob dann noch Teilnahmen an Laufveranstaltungen möglich sein, wird sich zeigen und voraussichtlich eher spontan erfolgen. Eines ist aber sicher: sportlich geht es weiter!

Nikolausstiefel mit Laufschuhen getauscht
RSG Rennrad Jugend läuft auch in diesem Jahr beim Ochsenfurter Nikolauslauf
09.12.2008   Janina Seyler

Nach zwei zwar stimmungsvollen aber nicht minder anstrengenden Abendläufen mit zahlreichen Lichtern und Kerzen entlang der Laufkurse in Gerbrunn und Leinach wurde beim diesjährigen Nikolauslauf durch die Ochsenfurter Altstadt nunmehr wieder bei „voller Beleuchtung“ gelaufen. So tauschten die Nachwüchse samt Trainerin die (hoffentlich gut) gefüllten Nikolausstiefel am Nikolaussonntag gegen schnelle und leichte Laufschuhe und gingen stellvertretend für die gesamte Nachwuchsmann- und –frauschaft der RSG Würzburg an den Start.

Der Kurs blieb wie im Vorjahr unverändert, führte die Läufer über etwa 1500 Meter durch und über einen langgezogenen Anstieg rund um die Ochsenfurter Altstadt. Die Runde war je nach Altersklasse nur ein bzw. zwei Mal zu absolvieren.

Als erster für die RSG Wü ging Till Hellmund bei den Schülern B an den Start. Er konnte im Feld der Leichtathleten dank Läufer- und Beißerqualitäten gut mithalten und errang damit den zweiten Platz in seiner Altersklasse in einer Zeit von 5:45 Minuten.

Die etwas älteren Sportler wurden zusammen mit dem Hobbylauf aller Altersklassen gestartet. Hier für die RSG unterwegs: Nils Beese, Andreas Hartmann und Janina Seyler. Etwas älter hieß auch zwei Runden auf den Laufkurs, also knapp 3000 Meter insgesamt.

Wie auch bereit bei den vorhergehenden Veranstaltungen blieb die Ergebnis-Reihenfolge unverändert. Hartmann in 11:28 Minuten Altersklassen-Zweiter, dahinter die „Chefin“ als ebenfalls Gesamtzweite des Hobbylaufes der Frauen in 12:45 Minuten und schließlich Nils Beese als siebter in 14:40 Minuten.

Und was machen Sportler nach dem Sport … ? Essen! Bratwurst. Anschließend Getränk, Dusche, Umziehen und dann Entspannung! Das dritte Adventswochenende wird neben einem gemeinsamen Besuch der Eisbahn für die gute Laune im Team vor allem zum Ausspannen, Einkaufen und zur Weihnachtsvorbereitung genutzt.

Nächste „Aktivtermin“ für die Nachwuchsradsportler ist erst wieder der Würzburger Silvesterlauf am 28. Dezember 2008.

„Eisbeine“ beim Gerbrunner Fackellauf
Rennrad Jugend läuft in Gerbrunn und hält mit bei den Leichtathleten
25.11.2008   Janina Seyler

Schneeflocken, ein erster Vorgeschmack auf den Winter und vor allem ein eisig-scharfer Wind ließen neben den Zuschauern auch viele Athleten beim abendlichen Gerbunner Fackellauf am vergangenen Samstag bibbern.

Nichtsdestotrotz waren auch in Gerbrunn wieder die Nachwuchsradsportler der RSG Würzburg vertreten. Diesmal sogar in etwas üppigerer Anzahl! So stießen zu den winterbedingt radpausierenden und bereits aktiven „Läuferinnen“ und „Läufern“ Janina Seyler, Lukas Belger und Hannes Rapp nun auch die Jugendfahrer Nils Beese und Andreas Hartmann hinzu.

Nachdem der Start des Jugend- und Hobbylaufs über 5 Kilometer gleich drei Runden mit einem kleinen aber zehrenden Anstieg aus organisatorischen Gründen mit dem etwas späteren Hauptlauf über 10 Kilometer zusammengelegt wurde, bot die so entstandene Pause Anlass zur entspannten Vorbereitung und zum Zusammensitzen bei Kuchen. So gestärkt gingen die fünf RSGler dann auch gemeinsam an den Start. Vor Kälte zitternd scharrten quasi alle Läufer schon mit den Hufen und erwarteten den Startschuss und die damit verbundene wärmende Bewegung sehnlich. Entsprechend aufgeregt und zügig gestaltete sich das Anfangstempo. Nachdem sich das Feld auf den ersten Metern dann etwas auseinander gezogen hatte, konnte jeder sein eigenes Lauftempo finden und durchziehen. Hannes Rapp, vom Alterklassenkonkurrenten Andreas Hartmann angespornt, zog wie schon in Rothenburg und Kitzingen vom Start weg los. Knapp hinter ihm dann Andreas Hartmann in einer ebenso schnellen Läufergruppe. Dahinter folgte dann die Trainerin Seyler und die beiden Schützlinge Beese und Belger. An dieser Reihenfolge sollte sich auch bis zum Zieleinlauf nichts mehr ändern und so errang Hannes Rapp in der RSG-internen Wertung einen weiteren „Sieg“. In der Gerbrunner Wertung belegte er mit einer Laufzeit von 20.26 Minuten den vierten Gesamtrang der Hobbyklasse über 5 Kilometer. Kurz nach ihm überquerte Andreas Hartmann mit einer Zeit von 21.40 Minuten die Ziellinie und reihte sich als Gesamt-Neunter im Klassement ein. Die „Chefin“ folgte als dritte RSGlerin mit einer Zeit von 22.33 Minuten als Gesamt-Zweite und Hobbyklassensiegerin. Nach ihr wie genannt Lukas Belger als 13. und Nils Beese als 14. bei den jeweiligen Laufzeiten von 26.05 und 26.06 Minuten.

Nach dem Lauf hieß es dann so schnell wie möglich aus der Kälte und dem Wind ins Warme zu kommen. So muss man den motivierten Aktiven RSGlern ein dickes Lob aussprechen, bei einem solch unwirtlichen Wetter an den Start zu gehen! Fazit also: alle haben sich tapfer geschlagen, haben den Vollzeit-Leichtathleten erfolgreich die Stirn geboten und ein netter Nachmittag war’s obendrein!

... wir bleiben auf dem „laufenden“ am kommenden Wochenende beim Leinacher Fackellauf.

RSG Jugend klettert hoch hinaus
RR und MTB Nachwuchs löst Weihnachtsgeschenk des Vereins
beim Besuch des Kletterwalds Einsiedel ein
10.11.2008   Janina Seyler

Bereits vor fast einem halben Jahr in den Pfingstferien 2008 war für die Jugendabteilungen Rennradsport und Mountainbike der Besuch des Kletterwalds Einsiedel im Gramschatzer Wald geplant. Diesem gemeinsamen Termin aber machte kühles Regenwetter einen Strich durch die Rechnung und so stand auch jetzt im Herbst die Einlösung des Weihnachtsgeschenks der RSG Würzburg noch aus.

So war mit dem Ferienfreitag der zurückliegenden Herbstferien ein guter und wieder gemeinsamer Termin für die Nachwüchse gefunden, zu dem sich dann auch knapp 20 Jugendliche und Betreuer bzw. Eltern einfanden.

Nach Ausstattung mit Helm, Handschuhen, Sitzgurt und einer Sicherheitsunterweisung machten sich die jungen Sportler dann endlich auf Erkundungs- und Klettertour im Klettergarten. Mehrer Strecken in unterschiedlichen Höhen und Schwierigkeitsgraden standen zur Auswahl und so verteilte sich der Andrang an den Aufstiegsleitern schnell und gut. Einmal eingestiegen allerdings hieß es durchhalten. So führen die verschiedenen Routen über mehrere Seilpassagen mit unterschiedlichen Steigmöglichkeiten und Hindernissen – und wer einmal drinhängt, für den geht’s stets nur nach vorne weiter.

So war zu beobachten, dass alle Nachwuchssportlerinnen und –sportler nicht nur auf zwei Rädern eine gute Figur abgeben, sondern durchaus auch auf schmalen Stahlseilen. Keiner der Jugendlichen hatte mit Höhenangst zu kämpfen und nach langsamem Herantasten an Seil, Sicherung und Klettertechnik hangelten sich alle von einer Schwierigkeit zur nächsten.

Mit einbrechender Dämmerung musste das Personal des Kletterwaldes die jungen Radsportler dann gleichsam von den Bäumen „pflücken“. Viele hatten nach knapp zwei Stunden noch nicht genug und versuchten Route um Route. Fazit also dieses gemeinsamen Kletternachmittags: schöne gemeinsame Aktion der beiden Nachwuchssparten MTB und RR; tolle Erfahrungen mit Höhe und sonst ungebrauchten Muskelgruppen; mit bester Stimmung alles in allem ein gelungener Nachmittag.

RSG Rennrad Jugend sportlich viel unterwegs
Wintertrainingsauftakt in der Herbstferienwoche: Krafttraining, Six Days und Laufen
10.11.2008   Janina Seyler

Nachdem am ersten Novemberwochenende mit der Teilnahme am Rothenburger Lichterlauf der Jugendfahrer der RSG Würzburg Hannes Rapp die Wintertrainingssaison bereits eröffnet hat, folgte ihm das Jugendteam am Ferienmontag mit der ersten Einheit eines allgemeinen Krafttrainings im Fitness-Studio. Auch in diesem Winter will die Rad- und Rennsaison 2008/2009 bereits gut vorbereitet werden und so machen es die RSG Würzburg und das lifestyle in der Zellerau der Rennrad Jugend auch 2008 wieder möglich unter optimalen Bedingungen im Muskelkraftbereich zu arbeiten. So geht es nach dem Studio-Auftakt in den Herbstferien über den Winter für die ältern Nachwuchsrennradler nun zweimal pro Woche an die Kraftmaschinen.

Sportlich, bzw. radsportlich war auch der Jugendfahrer Andreas Hartmann in den Ferien unterwegs. Er absolvierte die Montagseinheit und verabschiedete sich dann nach den ersten Lauftrainingseinheiten am Donnerstag Richtung Nürnberg und München. Im Kreise des U17-Bayernkaders standen die Teilnahme am „talents cup“ im Rahmen der Münchner Six Days und ein Planungslehrgang der Jugendfahrer in der Sportschule Oberhaching auf dem Plan. So war für Hartmann das gemeinsame Training mit der Bayernauswahl nichts neues, die Abteilung Bahnradsport wohl aber. Von der Trainerin „gebrieft“, mit Radkollegen aus Karbach und Werneck unterwegs und mit einem geliehenen Bahnrad aus Nürnberg machte sich Hartmann gespannt aber auch mit einem spürbaren Respekt vor den (sportlichen und auch technischen) Herausforderungen auf der Bahn auf den Weg. Zurück am Sonntag Nachmittag waren seine Eindrücke aber durchweg positiv: gute Stimmung im Team und in der Olympiahalle bei den (Trainings-)Wettkämpfen, anständige Leistungen angesichts internationaler Konkurrenz (vor allem mit der Nachwuchsnationalmannschaft aus Dänemark) und vor allem gesund und sturzfrei erste Bahnraderfahrungen gesammelt.

Während Hartmann am Sonntag bereits seinen sportlichen Part hinter sich gebracht hatte, mussten einige Teamkollegen der Rennrad Jugend noch einmal ran. Beim Start am Kitzinger Lebkuchenlauf ging es für zwei Radsportler samt Trainerin um gute Laufplatzierungen und die Austragung einer Wette über die Schnelligkeit auf 10km. Vor dem Hauptlauf allerdings schickte der Veranstalter TG Kitzingen die Nachwüchse im 2,5 Kilometer langen Schülerlauf über eine Runde des Trimm-Dich-Pfades in den Wettkampf. Neben Radkollegen aus Karbach war hier Lukas Belger für die RSG Würzburg am Start. In einem über 70 Läufer starken Feld konnte er gut mithalten und landete mit einer Laufzeit von 12:28 Minuten auf dem 20. Platz bei den Schülern A. Im anschließenden Hauptlauf über 10 Kilometer ließ es sich neben Hannes Rapp auch die Trainerin Seyler nicht nehmen, mit an den Start zu gehen. Wie beim vorherigen Schülerlauf war das Starterfeld riesig und sorgte auf dem schmalen Trimm-Dich-Pfad für erheblichen Verkehr. Nachdem sich aber sowohl Rapp als auch Seyler geschwindigkeitsmäßig einsortiert hatten, hieß es kämpfen um eine gute Zeit. So wurde Rapp in 46:53 Minuten bei einer Gesamtteilnehmerzahl (männlich) von 256 Läufern Gesamt 114. und wie auch bereits in Rothenburg fünfter in seiner Altersklasse der männlichen Jugend B. Nicht weit hinter ihm folgte die Jugendchefin Seyler in einer Zeit von 50:46 Minuten auf einem 22. Gesamtrang von 79 Starterinnen und einem überraschenden Sieg in der Alterklasse Frauen. So ging die Wette zwischen Seyler und Rapp über das bessere Abschneiden auf den 10 Kilometern zwar für die Trainerin verloren, nichtsdestotrotz sind Wettschulden Ehrenschulden – die Einlösung des Wetteinsatzes ist damit garantiert – und mit dem Altersklassensieg lassen sich solche „Niederlagen“ gut und gern ertragen!

Radler „laufen“ wie geschmiert
Einstieg ins Wintertraining mit der ersten Laufveranstaltung – Rothenburger Lichterlauf
02.11.2008   Janina Seyler

Nicht nur auf zwei Rädern sind Radler schnell unterwegs, sondern auch auf ihren zwei Beinen. Vorzugsweise da im Winterhalbjahr, in dem das Radfahren absolut hinten angestellt wird und die Trainingsschwerpunkte auf dem Kraftbereich, der Schulung von Koordination und dem Erhalt der ruhigen Grundlagenausdauerfähigkeit liegen. So heißt es also für die Rennradsportler der RSG-Rennrad Jugend nicht „auf’s Rad“, sondern „laufen“! Auch wenn einige mit dem Lauftraining sichtlich hadern – sie sind ja Radsportler – bietet diese Art Training zum einen Abwechslung für den Kopf und eine andere Art Belastung für den Körper.
Entsprechend stehen also im Winterhalbjahr (auch für die Motivation) diverse Teilnahmen an Laufveranstaltungen in der Region an. Die erste nun am Wochenende beim stimmungsvollen „Licherlauf“ in Rothenburg ob der Tauber.

Dass die Leichtathleten ebenso gute Wettkampfveranstaltungen bieten können zeigte sich nicht erst in Rothenburg am vergangenen Samstag. So führte ein zwei Kilometer langer und sehr welliger Rundkurs die Läufer durch das mittelalterliche Rothenburg. Darüber hinaus legte man die Veranstaltung in die Abendstunden, säumte die Laufstrecke mit Kerzen und Fackeln und leuchtete die Rothenburger Stadtmauer mit stimmungsvollen Lichteffekten aus.

Unglücklicherweise änderte diese eindrückliche Atmosphäre nichts an der anspruchsvollen Strecke und der damit verbundenen Schinderei. So nahm einzig der Jugendfahrer Hannes Rapp die Herausforderung an und vertrat in persona die Jugendabteilung der RSG Würzburg. Zwar leicht erkältet, aber mit bereits einigen Laufkilometern in den Beinen und vor allem eindruckvollem (und viel bestauntem) Schuhwerk ging er an den Start des Jugendrennens über vier Kilometer oder zwei Runden. Nach einem Start „wie die Feuerwehr“ teilte sich das Jugendfeld schnell in einzelne Läufer. Rapp nach der ersten Runde auf Position sechs mit etwa einer dreiviertel Minute auf den Führenden. Auf der zweiten Runde konnte der Würzburger Radler noch einen Platz gut machen und kam mit einer Zeit von knapp über 22 Minuten als fünfter hinter vier Leichtathleten ins Ziel auf dem historischen Rothenburger Marktplatz.

Angesichts der wirklich eindrücklichen Atmosphäre und der insgesamt toll organisierten Veranstaltung ein gelungener Wettkampftag und eine wirkliche Empfehlung für’s nächste Jahr.

Eine Saison „von schwierig bis fröhlich“
RSG Rennrad Jugend begeht gemeinsam geselligen Saisonabschluss
und zieht Saisonbilanz
24.10.2008   Janina Seyler

„Alle Jahre wieder …“ so endete ein wieder arbeits- und schweißreiches Trainings- und Rennjahr der Rennrad Jugend der Radsportgemeinschaft Würzburg in einem gesellig-gemütlichen Saisonabschluss. Gemeinsam mit den Teamkollegen, Geschwistern und natürlich den Eltern ließ man humorig und in fröhlicher Runde das Jahr in Wort und Bild Revue passieren. Daneben gab’s für alle Sportler ein „schokoladiges Dankeschön“ und für die Mitarbeiter rund um Verein und Training in persona des Vorstandes Klaus Scharnagl, des Jugendwartes Harald Schwarzmann und dem Betreuer der „Außenstelle Rottendorf“ Gerald Schulz eine kleine Würdigung ihrer Arbeit.

Auf ihr mittlerweile nun bereits zweites Jahr mit und für den Würzburger Rennradnachwuchs blickte die Trainerin Janina Seyler zurück – auf ein Jahr mit Höhen und Tiefen. Neben den rein sportlichen Bedürfnissen rund um Organisation, Training-/Rennbetrieb und Regeneration gab es beispielsweise auch hier und dort Bedarf an kleinerer oder größerer psychischer Aufbauarbeit. Durch den Aufstieg zahlreicher Nachwuchsrennsportler in die nächst höhere Altersklasse und ihre dortiger Existenz als „jüngerer Jahrgang“, fielen die ersten Rennergebnisse nicht so gut wie erhofft aus. Allein zählbarer Erfolg gelte aber nicht, so Seyler. Vielmehr „geht es darum zu zeigen, dass man motiviert ist, fair kämpfen bzw. eine bessere Leistung anderer anerkennen kann und auch einmal selbst im Rennen etwas wagt. Egal, ob ein mutiger Versuch dann zum erhofften Erfolg führt.“

Zu einigen Erfolgen hat es dann aber dennoch in der zurückliegenden Rennsaison gereicht. Zwar zeigt sich die Ergebnisbilanz des Rennjahres 2007/2008 nicht ganz so blitzsauber, wie die im Jahr zuvor. Vor allem der Punkt der „vorzeitig beendeten Rennen bzw. der Platzierungen hinter dem Feld“ birgt noch Potential für das nächste Jahr. Das soll die Ergebnisse aber nicht schmälern und ist eher – wie bereits erwähnt – eine (erwartete) Randerscheinung des altersentsprechenden Aufstiegs.

Was aber auch als jüngerer Jahrgang sportlich bereits möglich ist, zeigten einige tolle Erfolge für die RSG Würzburg und natürlich für die Sportler persönlich. Darunter beispielsweise Podestplatzierungen beim Bergzeitfahren in Großheubach (Schulz, Schwarzmann, Hellmund), die Siege in Großheubach und Vöhringen (Schulz, Hartmann), der dritte Platz bei den Bayerischen Meisterschaften im Einzelzeitfahren (Hartmann), zahlreiche Top10 und Top15-Platzierungen und die Berufung des Jugend U17-Fahrers Andreas Hartmann in den Bayernkader für die kommende Saison. Hier ist muss man natürlich in erster Linie dem Fahrer gratulieren, der sich durch konstant gute Leistungen eine solche Würdigung seines Fleißes buchstäblich „erfahren“ hat. Daneben darf aber auch „sein Team“ nicht vergessen werden, das stets ohne Neid und mit ehrlichem Lob und Anerkennung Hartmanns erbrachte Leistungen würdigte und weiter unterstützte. Das ist alles andere als der Normalfall. So sollen im Gegenzug auch alle profitieren können und mit einem weiterhin systematischen und effektiven Training bestmöglichst auf die kommende Saison 2008/2009 vorbereitet werden – egal ob Auswahlfahrer oder ambitionierter Hobbysportler.

Ebenso fröhlich, gelöst und gut gelaunt, wie der gemeinsame Abschlussabend mit vielen Bild-Eindrücken aus der vergangenen Saison endete, so soll es auch guten Mutes in die Vorbereitung der neuen Rennsaison gehen. Zunächst allerdings sollen die Sportlerinnen und Sportler ihre wohlverdiente Sportpause bis Anfang November genießen. Gemäß dem Prinzip Belastung-Entlastung haben alle bis zu den Herbstferien trainingsfrei. Danach geht es dann mit aufgeladenen Speichern zum Training der allgemeinen Athletik in die Sporthalle und für die älteren wieder ins Kraftstudio an die Kraftmaschinen. Als Grundlagentraining wird bei den Radlern im Winter gelaufen. Das Rennrad bleibt bis einschließlich Dezember eingemottet im Keller! Aber auch im Winter wollen die motivierten Sportler nicht auf Wettkämpfe verzichten. So steht bereits jetzt schon der Plan für die Teilnahme an diversen Läufen in der Region, um dort die Läuferszene ein bisschen aufzumischen. Pünktlich zum Wintertrainingsstart geht es in Kitzingen/Albertshofen beim Lebkuchenlauf um Plätze, Ehre und eine Wette mit der „Chefin“ Seyler. Ist sie mit bereits einigen Laufkilometern mehr als die Jugend auch schneller …?

„Wäre schön, wenn ich meine Jungs wenigstens beim Laufen in die Tasche stecke. Macht aber auch nichts, wenn’s nicht klappt!“, so die fröhliche Antwort der Trainerin. Wenn das nicht fairer Anerkennung anderer Leistungen im Sport ist!

So sind sie halt, die Würzburger Nachwuchsradler. Sportlich, fair und stets gut gelaunt! Na, die neue Saison kann kommen!

Einer gegen alle
Letztes Saisonrennen: Hartmann beim Kriterium im thüringischen Altenburg Vierter
05.10.2008   Janina Seyler

Kühles, aber trockenes und sonniges Herbstwetter begleiteten das letzte Rennen der Radsaison 2007/2009 für die Nachwuchsabteilung der Radsportgemeinschaft Würzburg im thüringischen Altenburg. Während allerdings die Teamkollegen aufgrund guter Ergebnisse oder familiärer Verpflichtungen bereits nach dem Rennen in Birkenfeld am letzten September-Freitag nun in die rennfreie Herbst- und Winterzeit gehen, ging es für Andreas Hartmann beim Altenburger Kriterium noch einmal vor der Winterpause rund.

So sah sich Hartmann – als einziger Bayer – am Start zwar auf sich gestellt, aber nicht wirklich auf verlorenem Posten. Selbst ein drei Mann und ein Frau starkes Team vom SSV Gera konnte den Würzburger nicht schrecken. Aus dem kleinen Starterfeld heraus formierte sich bereits früh eine kleine Spitzengruppe von vier Fahrern in einem Rennen über 25 Runden. Darunter Andreas Hartmann im Würzburger Trikot. Viele taktische Varianten wurden auf dem anspruchsvollen Rechteckkurs mit abfallender Ziel- und mit Gegenwind ansteigender Gegengeraden versucht. Selbstverständlich arbeiteten die beiden Geraer Fahrer zusammen – Hartmann durfte also keinen von ihnen ziehen lassen. Und der dritte im Bunde schlug sich (auch fast selbstverständlich) auf die Seite des SSV Gera. Dennoch, Hartmann fuhr aufmerksam, konterte viele Vorstöße und punktete in der ersten Wertung. Dann allerdings begann das „Geschiebe“. Sowohl in der zweiten als auch dritten Wertungsabnahme war Hartmann schnell in Fahrt und auf gutem Weg zu hoher Punktzahl, wenn nicht … . Ja, wenn ihm nicht immer wieder die Konkurrenz „die Türe zugemacht“ hätte. Heißt, die eigene Fahrlinie verlassen und den daneben oder dahinter fahrenden Mitstreiter mehr oder weniger unsanft am direkten Weg behindert hätte. Zu Recht monierte Hartmann noch während des Rennens die Fahrweise seiner Konkurrenz. Auch die Trainerin Seyler bat das Wettkampfgericht, das doch einmal im Auge zu behalten. Aber vergeblich. Nichtsdestotrotz mühte sich Hartmann weiter gegen die drei-Mann-Übermacht und fuhr mit einem vierten Endrang die letzte – doch sehr versöhnliche – Top-10-Platzierung des Radjahres ein.

Nach dem verschobenen gemeinsamen Abradeln des Gesamtvereins auf das kommende Wochenende, steht so auch bereits wieder ein nächster „Termin“ fest. Verbleibend danach noch der Saisonabschluss der Jugendmann- und –frauschaft und schließlich die Regenerationspause vor dem Start in eine hoffnungsvolle Saison 2008/2009.

Rennrad-Jugend zum Saisonende noch nicht müde
Würzburger Rennsportler bei der Bayerischen Bergmeisterschaft
und in Aichach am Start
22.09.2008   Janina Seyler

Auch wenn das Radsportjahr langsam aber sicher seinem (teils ersehnten) Ende entgegen geht, waren am vergangenen Wochenende einige Nachwuchsrennfahrer der RSG Würzburg sowohl bei der Bayerischen Bergmeisterschaft bei Kulmbach und beim Kriterium in Aichach aktiv.

Angesichts der „nur“ knapp 2,5 Kilometer langen Bergauffahrt hatte sich der Rennveranstalter einen ganz besonderen Rennmodus ausgedacht, den diesjährigen Bayerischen Meister im Bergfahren zu ermitteln. Während für die Rennklassen der Schüler U15 und Jugend U17 lediglich eine Auffahrt als Bergzeitfahren und gleichzeitiger Finallauf gewertet wurde, hatten alle Starter ab Junioren U19 einen ersten Qualifikationslauf zu absolvieren. Die gemessenen Zeitabstände wurden später Grundlage eines eben zeit-versetzt gestarteten Jagdrennens über nochmals die 2,5 Kilometer bergauf.

Für die RSG Würzburg machte sich als erster der Schüler U15 Till Hellmund auf den doch recht knackig-steilen Weg nach oben. Selbst bergerfahrene Rennfahrer überschätzen teils sich und auch die kraft raubende Steigung. Nicht aber Hellmund: als jüngerer Jahrgang und „Bergfloh“ bot er der Konkurrenz mutig die Stirn und wurde mit einem letztlich 8. Gesamtrang gut belohnt.

Knapp hintereinander gingen anschließend bei der Jugend U17 Andreas Hartmann und Hannes Rapp an ihren Start. Die große Kunst war, nach dem noch recht flachen Start nicht zu früh zu viele Körner zu verschießen, die dann oben hinaus fehlten. Während Hartmann recht gut mit den Gegebenheiten zurecht kam und als drittbester Einjähriger den Gesamt achten Platz belegte, musste Rapp nach dem Rennen zugeben, etwas zu schnell angegangen zu sein. Zu seinem Nachteil startete dazu eine Minute nach ihm der starke (eigentlich MTB-)Fahrer aus Berchtesgaden Felix Spensberger, der nicht nur Rapp (23.) aufholte und obendrein als zeitbester Bayerischer Bergmeister wurde.

Bereits am Folgetag ging es für die beiden Jugendfahrer Hartmann und Rapp an die nächste Rennstrecke. So war die Bergmeisterschaft eine gute und intensive Vorbelastung für das sonntägliche Kriterium in Aichach. 23 Starter, einen Kilometer die Runde, 30 Runden, 6 Wertungen, einige Prämien; so die Ausgangsituation. Andreas Hartmann versuchte bereits zu Rennbeginn seine Renntaktik des frühen Punktesammelns umzusetzen und erspurtete neben einer Barprämie zwischendurch in der zweiten Wertung zwei wertvolle Wertungspunkte. Von einem „langweiligen“ Rennen konnte man in Aichach nicht sprechen. Immer wieder suchten Fahrer ihr Heil in einer Flucht vor dem Feld, um einer Sprintentscheidung nicht den Kürzeren zu ziehen. Alle Versuche aber wurden in Gemeinschaftsarbeit des Feldes wieder vereitelt. Dieser Jagd an der Spitze des Rennens musste leider Hannes Rapp Tribut zollen. Erst 15 Runden Anschlag, dann Frontluft auf der ansteigenden Zielgeraden mit Gegenwind und dann war es aus; er musste abreißen lassen, fuhr aber sein Rennen durch und gelangte dank seines Durchhaltewillens noch auf den 15. Platz. Nachdem eine Flucht vor dem Feld durch dessen Aufmerksamkeit nicht möglich war, musste umdisponiert werden. Hartmann – zwischenzeitlich mit zwei Wertungspunkten auf Rang 8 – wollte mehr. Gelang schon keine Attacke, so sollten doch noch ein paar Punkte mehr zu gewinnen sein. Die vorletzte Wertung brachte ihm den erwünschten Erfolg: vierter im Wertungsspurt, ein Punkt dazu macht drei Punkte und hieß in der Endabrechnung Platz fünf. Dazu Preisgeld und Barprämie: Fahrtgeld eingefahren.

Dass sich die Rennfahrer nun allmählich auf die Herbstpause freuen, ist einigen Aktiven deutlich anzumerken. Beine, Motivation und auch die Köpfe werden allmählich leer. Für einen kleinen Motivationsschub (nicht nur für den Sportler selbst, sondern auch für die gesamte Mannschaft) allerdings dürft die Berufung von Andreas Hartmann in den Jugend U17-Kader des Landesverbandes Bayern für die kommende Saison sorgen. Aufgrund hervorragender Rennleistungen und guter Leistungsprognose für das nächste Jahr wird der RSG-Würzburger 2009 das Auswahlteam Bayern unterstützen.

Da sind nicht nur Eltern, Freunde und Mannschaftskollegen stolz und voll guter Wünsche, sondern auch die Jugend-Chefin.

Radnachwuchs auf der Strecke mit den Weltcup-Radfrauen
RSG-Rennradjugend beim Altstadtrennen in Nürnberg
und Freisinger Kriterium vertreten
16.09.2008   Janina Seyler

Große Radsport-Ereignisse haben immer Anschein eines sportlichen Volksfestes: selektive Strecken, zahlreiches Publikum und bis in die Haarspitzen motivierte Nachwuchsradrennsportler. So auch in diesem Jahr beim Nürnberger Altstadtrennen. Dort gewährt der Veranstalter sowohl „Jedermännern“ als auch den Nachwuchsklassen immer eine Startmöglichkeit bei diversen eigenen Rennen auf der Profi-Strecke.

Traditionell konnten in Nürnberg die Rennklassen der U11, U13 und U17 an den Start gehen. Heuer allerdings gab es hier eine kleine Änderung: die Rennen der U11 und U13 hatte der Veranstalter im Programm belassen, statt der U17 durften aber die jüngeren U15er an den Start gehen. Das freute besonders den RSGler Till Hellmund, der Nürnberg bereits aus dem letzten Jahr und seiner damaligen Rennklasse U13 kannte. Zwei Runden zu je etwa 12 Kilometern hatten die U15-Rennfahrer auf dem Kurs zu absolvieren und taten das im Wesentlichen als geschlossenes Feld. Zwar gab es immer wieder Angriffsversuche, keiner aber war mutig genug, eine entscheidende Attacke zu initiieren. Leider musste zwischendurch das Schülerfeld auch noch angehalten werden, da im Profirennen der Männer hohes Tempo gemacht wurde, sodass man das schnelle Männerfeld passieren lassen wollte. So sollte bei der U15 alles auf einen Schlusssprint hinauslaufen, in dem Hellmund engagiert versuchte, mit hineinzuhalten. Als jüngerer Jahrgang und vergleichsweise leichter Fahrer hatte er aber das Nachsehen und rollte nach dem Podiumsspurt mit dem Feld über die Ziellinie.

Ein gleichermaßen Endspurt-Rennen lieferten sich die Sportlerinnen und Sportler der U13. Unter ihnen – und wieder gesund – Sabrina Schulz. Start, eine Runde, Spurt, 10. Platz. Kurz, knackig, erfolgreich!

Da heuer kein Rennen der U17 ausgetragen wurde, der RSGler Hannes Rapp als etwas älterer U17er aber altersmäßig die Möglichkeit hatte, beim Rennen der „Jedermänner“ zu starten, war klar, wie die Entscheidung ausfallen sollte. Zusammen mit Bruder Sebastian und den ehemaligen Vereinskollegen aus Kitzingen Julian Müller und Valentin Walko ging Hannes Rapp (zwar in RSG gekleidet) als Viererteam an den Start des 64-Kilometer-Rennens über 5 Runden. Die Ambitionen einer Platzierung waren hoch, die Temperaturen morgens um 8.00 Uhr ziemlich niedrig und die Laune bestens. Früh formierte sich in diesem Rennen eine Spitzengruppe von etwa 40 Fahrern, in der sich alle vier Unterfranken befanden. Ein Zeichen ihrer großen Motivation einige Attacken am Burgberg und Tempoarbeit zeitweise ganz vorne am Feld. Als dann am Rennende um den Sieg gesprintet wurde, waren die Unterfranken leider, aber auch glücklicherweise nicht ganz in Schlagdistanz: ein Sturz in der Straßenmitte zwang einige Radler recht unsanft zu Boden. Das Gesamtergebnis aber dennoch versöhnlich. Sebastian Rapp kämpfte sich mit Unterstützung von außen ab der dritten Runde alleine bis zum Ende des Rennens durch, Müller und Walko liefen mit der ersten Gruppe im Feld ein, Hannes Rapp rollte knapp 1:20 Minuten danach als trotzdem zweitbester Junior ein.

Für die anderen und jüngeren beiden U17er Andreas Hartmann und Niklas Schwarzmann der RSG Würzburg ging es beim Kriterium in Freising um Podest und Platzierungen. Eine kleine Verzögerung der Veranstaltung durch noch dauernde Abschlepparbeiten wurde mit einer Renn-Modifikation wieder wettgemacht. Das allerdings brachte den Zeitplan der Rennvorbreitung zwar nicht unbedingt durcheinander, hatte aber doch kleinere Auswirkungen auf den Verlauf des Rennens. Auch in Freising war das Wetter nass-kalt und entsprechend verhalten auch die Fahrweise des U17 Feldes. Während sich Schwarzmann zunächst gut im Feld bewegt, kämpfte Hartmann mit Lungenpfeifen und kam erst langsam in die Gänge. Zur Wertungsabnahme noch nicht fit, war er dafür bei den Prämiensprints umso wärmer und holte sich alle drei Prämien mit Abstand. Als Kollege Schwarzmann mit etwas Rückstand und nach einer versuchten, aber leider vergeblichen Aufholjagd aufsteckte, wollte Hartmann doch noch ein zählbares Resultat. Sieben Punkteträger waren es bis zum Finalspurt, Hartmann dort dann mit dabei und letztlich 9. in der Gesamtabrechnung.

RSG-Rennradjugend im „Ländle“ gar nicht knausrig
U15 und U17 sammeln bei „Rund in Stuttgart“ Top-10-Platzierungen
06.09.2008   Janina Seyler

Obwohl bei durchgehendem Trainingsbetrieb auch während der großen Sommerferien das Teilnehmerfeld der Rennradjugend zusehends ob diversem (Familien-)Urlaub, Erkrankungen und anderweitigen Abwesenheiten recht ausgedünnt war, standen dennoch einige wochenendliche Renntermine zu Buche. (Nicht vergessen werden soll aber dennoch, dass auch im Urlaub die meisten Nachwuchsradler fleißig die eine oder andere Trainingseinheit abspulen.)

So konnte beispielsweise der U15er Till Hellmund bereits am vorvergangenen Wochenende seinen Verwandtschaftsurlaub in Paderborn nicht nur mit dem Radtraining verbinden, sondern suchte sich höchstselbst gleich ein Rennen in der Region heraus, das er – wohlgemerkt im Urlaub – bestreiten wollte. Bei diesem Rennen in Paderborn handelte es sich um ein Sichtungsrennen des dortigen Landesverbandes mit einer entsprechend großen und hochwertigen Teilnehmerzahl. Nichtsdestotrotz kann man auch Würzburger in den Norden schicken – Hellmund kämpfte tapfer und landete auf einem 26. Gesamtrang.

An diesem Wochenende nun waren die Würzburger Nachwuchsradsportler beim Rundstreckenrennen „Rund in Stuttgart“ etwas zahlreicher vertreten. Wie auch im letzten Jahr führte die Strecke die Radrennfahrer über eine etwa 10 Kilometer lange Schleife mit einem recht knackigen Zielanstieg.

Im angenehm kleinen Starterfeld der U15 war für die RSG Würzburg neben Till Hellmund nun auch wieder Alterskollege Lukas Belger vertreten. Diese Rennklasse musste die Runde zwei Mal absolvieren, was den beiden RSGlern bei der ersten Zielpassage im Feld bzw. knapp dahinter gelang. Dann allerdings packten die etwas älteren U15er ihre Oberschenkel aus und lieferten sich als fünf Mann starke Gruppe einen gehörigen Zielsprint. Platz sieben allerdings ging dann bereits nach Unterfranken. Till Hellmund wurde 7., Teamkollege Lukas Belger folgte auf dem 8. Platz.

Noch etwas flotter ging es anschließend bei den Jugendfahrern der U17 voran. Für die RSG Würzburg am Start Niklas Schwarzmann und auch – nach Lehrgangsteilnahme für die Bayerische Jugendverbandsauswahl in Oberhaching – Andreas Hartmann. Für Hartmann hatte sich Stuttgart im vorigen Jahr nach einem zweiten Platz bereits als gutes Pflaster erwiesen, so seine Motivation in diesem Jahr groß. Für die U17 waren drei Runden auf dem Rundkurs zu fahren; Schwarzmann und Hartmann in der ersten Runde inmitten des Feldes. Wenn auch Schwarzmann dann aber leider abreißen lassen musste – er fand sich dann in einer kleineren Gruppe zurückgefallener Fahrer und fuhr sein Rennen sauber zu Ende – konnte sich Hartmann vorne gut behaupten. Als Lokalmatador und kürzlich zweifacher Deutsche Bahnmeister Christopher Muche antrat und wegfuhr war man sich im Feld über dessen Verfolgung uneinig. Schließlich attackierten zwei weitere baden-württembergische Fahrer, kamen zusammen mit Muche bis zum Ziel durch und machten so die Podiumsentscheidung unter sich aus. Platz vier ging ebenfalls an einen dem Feld enteilten Solisten. Der Sprint des Feldes drehte sich dann bereits um Platz fünf, bei dem Hartmann hinter dem starken Schweinfurter Mayer sein Rennen als bester Einjähriger, zweiter Bayer und Gesamt sechster beendete.

Am kommenden Wochenende wird sich das Rennteam der RSG wieder einmal zweiteilen müssen. Für die jüngeren geht es im Rahmen des Internationalen Straßenrennens „Rund um die Nürnberger Altstadt“ um Sieg und Platzierung. Die U17 bekommt dort kein eigenes Rennen und geht demnach beim Kriterium in Freising an den Start.

Rennsportwochenende: Siegeswillen und Durchhaltevermögen
Rennradteam der RSG Würzburg bei drei Rennen vertreten
17.08.2008   Janina Seyler

Gleich drei verschiedene Rennveranstaltungen standen den Nachwuchsradsportlern der Radsportgemeinschaft Würzburg zur Teilnahme offen. Während die einen ihr Rennprogramm Freitag beim Bergkriterium in Dachau und Sonntag beim Kirchweihkriterium in Weißenburg abspulten, so kombinierten andere die Renntage Samstag und Sonntag oder beließen es bei lediglich einem Start in Weißenburg.

Nicht nur die Doppelbelastung sollte den engagierten Sportlern einiges an Willen und Kraft abverlangen, auch selektive Rennstrecken und vor allem eine enorm starke Konkurrenz sorgten für erhebliche Auslese im Team.

Den Auftakt zum Rennwochenende machten die Schüler U15 mit Till Hellmund und Andreas Hartmann bei der Jugend U17 beim Bergkriterium in Dachau. Dass der wellige Kopfsteinpflasterkurs im Herzen Dachaus während des Rennens (weitgehend) von Regen und Nässe verschont blieb, war nur ein schwacher Trost. Entsprechend temporeich konnten beide Rennklassen die Strecke unter die Räder nehmen. Sowohl aber Hellmund als auch Hartmann ließen sich nicht abhängen. Im Gegenteil: Hellmund kämpfte sich tapfer durch und konnte auf diese Weise eine weitere Top-10-Platzierung als Gesamtneunter für sich verbuchen. Hartmann lief nach den ersten schweren Runden zusehends warm, sammelte in Wertungssprints Punkt und Punkt, bot der Konkurrenz mutig die Stirn und schob sich so auf einen tollen vierten Platz nach vorne. Fazit aus Dachau: zwei Starter, zwei Platzierungen.

Als Einzelkämpfer ob familiärer Kontakte ins Allgäu ging am Samstag für die RSG Würzburg einzig Hannes Rapp beim Allgäukriterium in Kempten an den Start. Wie bereits tags zuvor in Dachau war auch in Kempten die Konkurrenz nicht ohne. Zwar führte der Rennkurs nicht über holpriges Kopfsteinpflaster, wohl aber über einen 300 Meter langen Zielbuckel, der – 30 Mal zu überqueren – merklich Reserven kostete. Während Rapp in den ersten fünf bis sechs Runden noch gut mithielt, rissen dann durch Verbremser und Stürze der Konkurrenz wieder diese tückischen Löcher, die nicht mehr zugefahren werden können. Was dann folgt, ist eine wohlbekannte Kettenreaktion: der Anschluss ans Feld fehlt, das Loch zum Vordermann kann nicht zugefahren werden, dann kommt der „Moralische“ dazu und schon war’s das. Dieses schwere Schicksal ereilte auch Rapp – und nicht nur Rapp. Auch zahlreiche andere starke Mitrennfahrer strichen (zum Teil) vorzeitig die Segel. So aber umso höher und respektabler zu bewerten: wenn auch nach vorne nichts mehr ging, hielt Rapp tapfer durch und fuhr sein Rennen zu Ende.

Last but not least blieb am Sonntag das Kirchweihkriterium in Weißenburg. Bei den Schülern U15 mit Lukas Belger und Till Hellmund ging es bereits munter los im Rennbetrieb. Ein unvergleichlich großes Fahrerfeld ging auf die etwas veränderte und kürzere Runde in der Weißenburger Innenstadt. Bereits früh bildeten sich Gruppen und Grüppchen, dann krachte es unglücklicherweise in der unteren Tordurchfahrt, die Jury neutralisierte das Rennen für die Zeit der Notfallversorgung. Das bot zurückgefallenen Fahrern Gelegenheit sich wieder weiter nach vorne zu arbeiten. Hellmund und Belger nutzten diese (mehr oder weniger glückliche) Chance. Zwar konnten die beiden in den Punktekampf nicht eingreifen, kamen aber mit dem großen Feld über die Ziellinie.

Das zahlenmäßig etwas kleinere Feld der Jugend U17 war im anschließenden Rennen noch schneller unterwegs – und ebenso defektreich. In Würzburger Farben hier vertreten Andreas Hartmann, Hannes Rapp, Niklas Schwarzmann und Jakob Unser. Leider wurde auch hier einige Würzburger Fahrer Opfer der vielen Defekte, Fahrfehler und Stürze auf der Strecke. Unser hing relativ früh „hinten raus“, Rapp und Schwarzmann wurden von zu Boden gegangenen Konkurrenten vor und neben ihnen ausgebremst, fielen dann zurück und bei Hartmann ging es vorne an der Spitze nicht so, wie es sollte. Wenn auch am Ende des Rennens – um Kalamitäten mit den Wertungsspints und zurückligenden Fahrern zu vermeiden – Rapp, Schwarzmann und Unser von der Jury aus dem Renngeschehen genommen wurden, hielt Hartmann vorne die unterfränkischen Fahnen weiter am Wehen. Er erspurtete noch den ein oder anderen Punkt, sammelte eine Barprämie ein und beendete das Kriterium auf dem neuten Platz im Endklassement. So ein doch noch versöhnliches Ergebnis für die RSG.

Gestatten: Hartmann, Kriteriumsprofi
Radrennfahrer der RSG Würzburg Hartmann und Belger
in Vöhringen erfolgreich – Team hilft
11.08.2008   Janina Seyler

Was Grundlagenpausen so alles bewirken können: Aktive Erholung auf dem Rad, Zeit für ausreichend Spaß beim Training, wiederkehrende Lust auf Radrennen … . So gingen die Nachwuchsradsportler der RSG Würzburg gegen Schuljahresende und Ende Juli recht ausgelaugt und sichtlich froh in die anstehende Grundlagenpause. Und ebenso „wie die Feuerwehr“ aus eben solcher wieder heraus! Frisch gestärkt mit neuer Kraft in den Beinen und sichtlich gespannt auf neue Rennherausforderungen sollte an diesem Wochenende bei den Vöhringer Radsporttagen der Einstieg in die letzte Rennphase der Radsaison gelingen. Und er gelang.

Urlaubs- und ferienbedingt und leider auch von zwei Krankheitsfällen im Team überschattet war das RSG-Team mit nur vier Fahrern zwar quantitativ recht überschaubar vertreten, qualitativ allerdings bekam die Konkurrenz die Anwesenheit der Würzburger durchaus zu spüren.

Einziger Starter bei den Schüler U15 über zwanzig Runden Lukas Belger für die RSG Würzburg. Obwohl „alleine“ am Start konnte er sich dank eines verhaltenen Rennstarts des Schülerfeldes gut einrollen, sich anschließend bestens im vorderen Drittel des Feldes bewegen und wurde für seine aufmerksame Fahrweise mit dem 10. Rang am Ende des Rennen belohnt. Nach dem Bergzeitfahren in Großheubach nun ein weiteres tolles Erfolgserlebnis für ihn.

Etwas flotter ging es eine Altersklasse höher bei der Jugend U17 voran. Im stattlichen Fahrerfeld für die RSG Würzburg Andreas Hartmann (Bild), Hannes Rapp und Niklas Schwarzmann. Von verhaltenem Start wie bei der U15 konnte in diesem Rennen nicht die Rede sein – von Beginn an Vollgas. Bereits bei der ersten Wertung tat Hartmann seine Ambitionen um einen Top-10-Rang mit einem ersprinteten Wertungspunkt kund. Wenn auch die beiden anderen Würzburger keine Chance hatten, in die Punkteentscheidungen einzugreifen, so wollten sie sich dennoch motiviert präsentieren. Aufmerksam im vorderen Drittel des Feldes führten sie einige Mal das Rennen an. Leider reichte es „hinten raus“ dann (noch) nicht ganz. Als am Ende des Feldes einzelne Fahrer Lücken ließen und dann ausschieden, waren die Löcher zum Vordermann da und sowohl Rapp als auch Schwarzmann gelang es nicht, den Rückstand wieder zuzufahren. Auch Hartmann hatte vorne im Feld kurzzeitig „tote Punkte“. Auf diese Weise konnte er aber wichtige Kraft für das Finale sparen: vor der vorletzten Wertung arbeitete er sich wieder nach vorne, zog den Sprint an und sammelte mit dem Gewinn der Wertung fünf Punkte. Zusammen mit dem bereits vorhandenen Punkt nun insgesamt sechs und somit vorläufig vierter Platz. Nachdem dieses Manöver so gut geklappt hatte, gleich noch einmal. Gesagt, getan. Die Konkurrenz vertat sich beim Rundenzählen, glaubte die Finalwertung eine Runde zu früh, Hartmann griff auf der Zielgeraden an, gewann die doppelte Schlusswertung und weitere 10 Punkte. Die „Chefin“ traute beim Punktezählen ihren Augen kaum „… ich glaub, der hat gewonnen!“ und lag völlig richtig. Mit einer sauberen Teamleistung und dank hervorragend herausgefahrener Punkte gewann Hartmann das Kriterium in Vöhringen.

Fazit heute ganz kurz: weiter so!

RSG-Rennradjugend: schnell bergauf und flott im Sprint
Rennradjugend beim Bergzeitfahren in Großheubach
und beim Kriterium in Ansbach am Start
20.07.2008   Janina Seyler

Bevor es zusammen mit den letzten beiden Schulwochen in eine radsportlich etwas ruhigere Renn- und Trainingszeit geht, standen den jungen Sportlerinnen und Sportlern des Rennradteams der RSG Würzburg aber noch zwei dicke Rennen ins Haus.

Wie auch im vergangenen Jahr wollten die Nachwüchse beim „Rosshof-Bergzeitfahren“ in Großheubach am Samstag an den Start gehen und erfolgreich abschneiden. In Abwesenheit einiger regionaler Konkurrenz wegen der Bayerischen Meisterschaften auf der Bahn in Nürnberg – die Leistung aber keinesfalls mindernd! – waren in allen Rennklassen U13 bis U19 Würzburger Rennsportler vertreten. Und konnten mit tollen Leistungen glänzen! Sabrina Schulz errang in der U13 den zweiten Platz; Till Hellmund und Lukas Belger erkämpften die Plätze zwei und vier; in der Jugend U17 steuerte Dominic Schulz (Bilder links und unten) mit seinen tollen Kletterqualitäten einen Sieg bei, Alterskollege Niklas Schwarzmann komplettierte das Würzburg-Podest mit Rang drei; ebenso Felix Schwarzmeier mit Platz drei bei den Junioren. Fazit: toller und erfolgreicher Renntag für die RSG Würzburg!


Während es am Samstag beim Bergzeitfahren darum ging, möglichst schnell und gut seinen eigenen Rennrhythmus zu finden, waren beim schnellen Ansbacher Kriterium am Sonntag Renn- und Tempohärte, Beißerqualitäten und vor allem sprintschnelle Beine gefragt. Nachdem das Ansbacher Rennen als dritter Wertungslauf zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft gezählt wurde, waren die Starterfelder entsprechend hochkarätig besetzt. Der absolut flache 900m-Wendekurs mit zwei 180-Grad-Kurven und böigem Wind auf der Gegengeraden taten ihr übriges zur gehörigen Selektion der Starterfelder hinzu.

Die Schüler U13 mit Sabrina Schulz und Aljoscha Unser eröffneten für die RSG Würzburg den Renntag. Der von Rennbeginn an flotten Geschwindigkeit geschuldet musste Unser bereits früh vom Feld – und dem damit rettenden Windschatten – abreißen lassen; Sabrina Schulz konnte sich im Feld hingegen behaupten, an diesem Renntag aber keine Akzente nach ganz vorne setzten und rollte zusammen mit den anderen über die Ziellinie.

Ebenso schnell ging es im Temporennen der Schüler U15 zu. Lukas Belger und Till Hellmund kämpften zunächst bravourös und erfolgreich um Anschluss im Windschatten, verloren aber dann zusehends Meter um Meter. Von Aufgabe aber keine Spur! Beide fuhren solange die Beine trugen und konnten zwar kein zählbares Ergebnis einfahren aber wieder einmal Intensivkilometer für die sportliche Entwicklung sammeln.

Nach einigen Rennen konnte die RSG Würzburg in Ansbach auch wieder zwei neue Fahrer für die lizenzlose Hobbyklasse stellen. Die Würzburger Hobby-Rennfahrer Christoph Hartmann und Nils Beese trainieren seit einigen Wochen hoch motiviert zusammen mit den schnellen Nachwuchsrennsportlern und absolvierten in Ansbach ihr erstes richtiges Rennen. Zusammen mit einem Hobbyfeld auf der Strecke musste Hartmann leider nach einigen Runden „Volldampf“ im Erwachsenenrennen mit Magenkrämpfen ausscheiden; Beese erreichte bei den Hobby-U15ern den zweiten Platz seiner Altersklasse und konnte sich über seinen sportlichen Erfolg, eine Urkunde und Sachpreise freuen.

Bei der Jugend U17 ging es um mehr als Sachpreise: zum einen wurde die Bayerische Kriteriumsmeisterschaft ausgefahren, zum anderen ging es um den Einzel-Rennsieg und dann waren da noch die Würzburger Rennradler, die sich – nicht nur ihren Eltern und der Trainerin – ambitioniert im Rennen zeigen wollten. Klasse U17-Feld, 35 Runden insgesamt, Temporennen mit regulären Wertungen, jeweils Durchfahrtswertungen mit zwei und einem Punkt in jeder anderen Runde und zahlreiche Prämien schraubten das Tempo gehörig hoch und ließen am hinteren Feldende die herausgefallenen Fahrer purzlen. Zunächst konnten Jakob Unser und Niklas Schwarzmann ganz gut mithalten, verloren dann aber den Anschluss und zollten dem schnellen Rennen mit ihrem Ausstieg Tribut. An der Rennspitze allerdings blitzte immer wieder – zur Freude der RSG-Crew – ein gelb-orange-rotes Trikot auf. Einmal wagte Dominic Schulz (Bild unten) zusammen mit einem Begleiter einen mutigen Vorstoß und konnten so auch einen der begehrten Wertungspunkte erobern. Gleich mehrere Male gelangen Andreas Hartmann Akzente an der Spitze des Rennens. Er fuhr aufmerksam – man konnte ihm seinen Willen geradezu ansehen – drückte aufgerissene Löcher zu enteilten Rennfahrern wieder zu und sammelte in Wertungs- und Prämiensprints wertvolle Punkte und Rennentgelt. Beider Bemühungen sollten sich auszahlen. Schulz überfuhr mit dem Feld die Ziellinie und platzierte sich in der Bayerischen Kriteriumswertung als 22.; Hartmann wurde achter des Rennens und beendete die Meisterschaft als 15. Für beide als jeweils jüngerer Jahrgang ein respektables Ergebnis!

Die kommenden zwei Wochen stehen für die Würzburger Rennsportler ganz im Zeichen der Regeneration. Gemäß dem Grundsatz Belastung-Entlastung soll in einer Grundlagenphase für die anstehenden Sommerrennen neue Kraft getankt werden.

Eine Meisterschaft, die sich gewaschen hat!
Rennrad Jugend bei den Bayerischen Meisterschaften im Zeitfahren erfolgreich
14.07.2008   Janina Seyler

Dass der Radsport tatsächlich eine Freiluftsportart ist, haben am vergangenen Sonntag die jungen Rennsportler der RSG Würzburg bei den Bayerischen Meisterschaften im Vierer-Mannschaftszeitfahren und Einzelzeitfahren merklich zu spüren bekommen! Alles andere als ein fränkischer lauer Sommerregen begleitete die Wettkämpfe: voralpenländisches Dauerduschen war angesagt und durchweichte nicht nur Aktive, sondern alle Anwesenden einschließlich Material.

Das reichliche Nass von oben sollte aber weder den guten Leistungen der Würzburger Sportler noch der immerwährenden guten Laune im gesamten Team einen Abbruch tun. Darüber hinaus hatte Unterfranken bestens vorgesorgt: zahlreiche Regenschirme, Decken, Klappstühle, aufgespannte Heckklappen der Fahrzeuge und dazwischen ein mobiler Pavillion. So waren wenigsten die Vorbereitung und das Warmfahren auf der Rolle buchstäblich in trockenen Tüchern.

Während für alle Radsportler ab der Jugend U17 ein Einzelwettbewerb ausgeschrieben war, mussten sich die Schüler U15 im Mannschaftszeitfahren der Regionalteams beweisen. Wie auch im letzten Jahr legten die die sonst konkurrierenden unterfränkischen Vereine RSG Würzburg und Concordia Karbach ihre Kräfte zusammen und konnten auf diese Weise ein zweites Team Unterfranken mit Lisa Kattinger, Dominic Schreck, Lukas Belger und Till Hellmund stellen. Neben Regen vom Start weg hatte die Mann- und Frauschaft zusätzlich mit Windböen und frostigen Temperaturen zu kämpfen. Angesichts der starken Konkurrenz der anderen Teams und des (größtenteils) jüngeren Jahrgangs der Unterfranken konnten sie ins Renngeschehen ganz vorne nicht weiter eingreifen. Dennoch ist der Zeitfahrwettbewerb unter „wichtige Erfahrung“ – gerade mit Blick auf das nächste Jahr – zu verbuchen.

Auch bei der Jugend U17 sollte das Wetter nicht wirklich besser werden. Bereits als zweiter Starter (mit etwas Murren) schickte der Veranstalter den Würzburger Andreas Hartmann auf die 21 Kilometer lange Strecke. Ihm folgten Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann ebenfalls bei der U17; bei der U19 Felix Schwarzmeier (kritischen Blicks ob der Witterungsbedingungen). Der Dauerregen brachte neben klammer Kleidung leider auch mit sich, dass bei Wiederabreise weder Zeiten noch Rennergebnisse bekannt waren. In der letzten Information des Kampfgerichts lag Hartmann während die letzten U17er ins Ziel kamen auf dem aussichtreichen zweiten Gesamtrang.

Dafür war dann am folgenden Montag die Freude umso größer. Niklas Schwarzmann fuhr nach zuvor eher durchwachsenen Rennen eine Top-20-Platzierung auf dem 18. Platz ein. Felix Schwarzmeier konnten ebenso ein Erfolgserlebnis und gutes Ergebnis mit Platz 16 bei den Junioren verbuchen. „Bayerisch zählbar“ ein ums andere Mal aber wieder Andreas Hartmann, der nach dem Vizetitel in der Mannschaft letztes Jahr nun dritter Bayerischer Meister im Einzelzeitfahren 2008 ist.

So steht mit dem Bergzeitfahren in Großheubach am kommenden Samstag und dem dritten Lauf zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in Ansbach am Sonntag das letzte Rennwochenende der zweiten Rennphase an. Danach bekommen die Nachwuchssportler eine kleine Grundlagenpause zur Regeneration der Beine und auch, um den Kopf wieder frei zu bekommen. Danach geht es dann via Rennvorbereitung in das dritte Drittel des Radsportjahres mit den Sommer- und Herbstrennen.

Den „Vereinsälteren“ kräftig eingeheizt
Vereinsmeisterschaft RSG 2008:
Rennradjugend mit viel Anerkennung für starke Leistung
10.07.2008   Janina Seyler

Dass sich die Rennradjugend der Radsportgemeinschaft Würzburg in den letzten knapp zwei Jahren gut entwickelt hat, wissen neben der engagierten Eltern- und –Vereinsvorstandschaft nicht nur die Trainerin Janina Seyler, sondern mittlerweile auch viele alteingesessene Vereinskollegen!

So fand die diesjährige Vereinsmeisterschaft der RSG einmal wieder auf den traditionellen Kurs statt. Für die „alten Hasen“ alljährlich ein Gradmesser der eigenen Leistung und unter Umständen auch „Furchtfaktor“ ob des doch recht anspruchsvollen Schlussanstiegs; für die „jungen“ nach letztjähriger Fahrt nun bekannt und entsprechend auch Gradmesser, die Alten herauszufordern. Wie auch im Jahr 2007 ging es – ja – um gute Leistungen, viel mehr aber um die tatsächliche Radsportgemeinschaft, das Zusammentreffen und die gemeinsame Freude am Sport. Neben dem Straßenrennen am Samstag sollten die Zeitfahrdisziplinen am Sonntag ferner als Generalprobe für die anstehenden Bayerischen Meisterschaften im Vierer- und Einerzeitfahren der U15 und U17 am folgenden Sonntag dienen.

Bei bestem Radwetter gingen also am Samstag knapp 40 Radler, darunter 10 Aktive aus der Jugendabteilung, auf die 10 Kilometer lange Schleife. Ein bis vier Runden waren entsprechend der Altersklasse zu absolvieren. Sabrina Schulz als einziges Jugend-Mädel beendete ihre eine Runde mit 21: 05 Minuten. Die beiden U15er Lukas Belger und Till Hellmund mussten zwei Mal auf die Vereinsrunde und überfuhren knapp nacheinander in der Zeit von 39:42 Minuten und 37:42 Minuten die Ziellinie. Die Jugendlichen der U17 hatten drei Runden Renndistanz und machten im Feld zusammen mit den Erwachsenen auf der letzten Runde richtig Dampf. Das hätten sich die Amateure und Senioren wahrscheinlich nicht gedacht, dass die Jugend sie (erfolgreich) attackiert und zollten eben jenen Mutigen nach Rennende Respekt und Anerkennung für die starke Leistung. Wie die bisherigen Rennergebnisse und Trainingsleistungen gestaltete sich auch das Ergebnis des Vereins-Straßenrennens. Andreas Hartmann vor Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann, dahinter Hannes Rapp und Jakob Unser. Ebengleiches für das Ergebnis der Junioren mit vier Runden: Felix Schwarzmeier vor Andreas Bürkle.

Gleichermaßen (noch) passenden Radwetter begleitete auch den Sonntag mit den beiden Zeitfahrdisziplinen in der Ebene und am Berg. Vor allem das Flachzeitfahren sollte für die Schüler und Jugend ein Wettkampftest für die Bayerische Meisterschaft sein. Materialtechnisch hochgerüstet und entsprechend motiviert gingen alle Nachwuchsradler ans Werk. Hier gab es zwei erfreuliche Ergebnisse: zum einen haben sich gegenüber dem Zeitfahren auf gleicher Strecke im letzten Jahr durch die Bank alle in den gefahrenen Zeiten verbessert; zum anderen konnte Niklas Schwarzmann nach eher „mauen“ Kriterien mit einer tollen Zeitfahrleistung aufhorchen lassen. Motivationsschub leicht gemacht!

Diesen Kraftakt allerdings merkte man ihm anschließenden Bergzeitfahren an: die Kraftreserven waren ausgeschöpft. So witterten hier die Alterskollegen ihre Chance. Auch hier war das Ergebnis denkbar knapp: Hartmann vor Schulz und Schwarzmann; ein urlaubsreifer Hannes Rapp auf Platz vier. In den übrigen Rennklassen U13w Sabrina Schulz noch immer als einiges Mädchen; U15: Hellmund vor Belger; U19: Felix Schwarzmeier als einziger Starter seiner Altersklasse.

Nach dem Bergzeitfahren schließlich der „Radtransfer“ zur Einkehr mit gemeinsamem Grillen und Kür der Vereinsmeister. Gemessen an diesem kleinen „Rundfahrtwochenende“ für die Nachwüchse mit einem Kriterium am Freitag und der zweitägigen Vereinsmeisterschaft am Wochenende war der gemütliche Ausklang wohlverdient!

Rennschneller Feierabend für die Rennrad Jugend
Schüler und Jugend beim Freitags-Abendkriterium in Altenkunstadt
06.07.2008   Janina Seyler

Alles andere als einen gemütlich-entspannten Feierabend hatten die Nachwuchsrennradsportler der RSG Würzburg am vergangenen Freitag Abend. Im oberfränkischen Altenkunstadt fand der Zweite der drei Läufe zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft 2008 statt. Nachdem am ersten Wertungslauf in Weilheim vor zwei Wochen lediglich Andreas Hartmann in der der Rennklasse der Jugend U17 die Würzburger Farben vertreten hatte, bekam er am Freitag nun tatkräftige Mannschaftsunterstützung der Alterskollegen. Und auch die Schüler U15 waren mit im Rennaufgebot. Der weitgehend flache Stadtkurs mit langer Zielgerade, schnelle Kurven und der Modus des Temporennens mit Wertungspunkten in jeder Runde ließen flotte Rennen vermuten.

Die Schüler U15 mit Lukas Belger und Till Hellmund legten bereits zu Rennbeginn große Gänge und hohes Tempo auf. Im Feld gut geschützt konnten beide Würzburger zwar keine Akzente nach vorne setzten, aber als einerseits jüngerer Jahrgang und andererseits Lizenz“neuling“ die Geschwindigkeiten des Feldes mitgehen. Beide rollten gemeinsam in der Feldankunft über die Ziellinie.

Ebenso zügig ging es bei den etwas älteren Jugendfahrern U17 voran. Während Dominic Schulz wegen leider zu Hause gebliebener Lizenz nicht starten durfte, gingen dafür die Mannschaftskollegen Andreas Hartmann, Hannes Rapp und Niklas Schwarzmann an den Start. Aus ungewohnter Perspektive sozusagen „von außen auf das Renngeschehen“ machte sich Dominic Schulz gleich als Betreuer für die aktiven verdient und konnte so das Betreuerleid der ebenso Aufgeregtheit nachvollziehen. Aufgeregt ging es auch im Rennen der Jugendfahrer zu: Viele Angriffe, Kräfte zehrendes Löcher zufahren und gehöriges Renntempo sorgten für die Selektion. Vorne ging es zur Sache und hinten purzelten die ersten aus dem Feld. Dieses Schicksal ereilte auch Niklas Schwarzmann, der nach einem langen Schultag aber tapfer und alleine weiterkämpfte, sein Rennen durchfuhr und wertvolle Intensivkilometer sammelte. Auch Hannes Rapp musste am Schluss des Feldes reißen lassen. Am Vormittag bereits bei den Bundesjugendspielen in der Schule aktiv, dann noch beinverletzungsgeschwächt und so war der Energie irgendwann ein Limit gesetzt. Andreas Hartmann dagegen wollte das Sturzpech in Weilheim heute wettmachen, fuhr aufmerksam und aktiv im vorderen Feld. Insgesamt konnte er drei Wertungspunkte einsammeln und platzierte sich so als 14. im Ziel.

Der verdiente Feierabend nach dem Rennen aber sollte nicht lange währen. Die beiden Folgetage Samstag und Sonntag dann Rennprogramm bei der Vereinsmeisterschaft der RSG Würzburg mit einem Straßenrennen, einem Flach- und einem Bergzeitfahren.

Wirklich frei nach diesem kleinen Rundfahrt-Wochenende schließlich der wohlverdiente und zur Regeneration unbedingt notwendige Montag. Danach geht es dann in die Endphase der zweiten Wettkampfzeit mit der Bayerischen Meisterschaft im Einzel- und Mannschaftszeitfahren in Nesselwang, Bergzeitfahren in Großheubach und dem finalen Lauf zu Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in Ansbach.

Tanz auf mehreren Hochzeiten
RSG Rennrad Jugend bei Rennen in Bayern, Hessen und Württemberg im Einsatz
23.06.2008   Janina Seyler

Je mehr Radrennfahrer und je unterschiedlicher deren Prioritäten so steigt auch die Anzahl der beschickten Rennveranstaltungen. Auf diese Weise waren die Nachwuchsathleten des RSG-Nachwuchsteams am Wochenende gleich auf drei verschiedene Einsatzorte und ländergrenzenübergreifend verteilt.

Während es den Juniorenfahrer Felix Schwarzmeier eher nicht zum schnellen Kriterium in Weilheim zog, startete er beim Straßenrennen im hessischen Lumdatal – und finishte als toller 11. Diese Platzierung etwas weiter vorne sollte die Motivationsbremse vom letzten Wochenendstart beim Rennen in Abensberg allemal wettmachen und Perspektiven für weitere Leistungen eröffnen. In einem sehr schnell und aggressiv gefahrenen Rennen mit vielen Ecken und Kanten wurde er garadezu nach hinten durchgereicht und musste sich leider (im Vergleich zu anderen Rennfahrern) noch Nachholbedarf in Steuer- und Fahrtechnik eingestehen.

Ebenso erfreuliche Platzierungen gab es bei den etwas jüngeren Rennfahrern im württembergischen Heilbronn zu vermelden. Auch dortige Starter für die RSG Würzburg in den Rennklassen der Schüler U15 und Jugend U17 zogen das Straßenrennen auf einer 15 Kilometer Runde dem Rundenwirbel in Weilheim vor. Lukas Belger und Till Hellmund vertraten die fränkischen Farben in einem mit dem just gekürten Deutschen Schülermeister hochkarätig besetzten Rennen. Entsprechend hochklassig wurde dann auch gefahren. Dass sich die Würzburger aber nicht verstecken müssen zeigte Hellmund mit einem tollen 11. Endrang und Belger knapp dahinter auf Platz 14 mit einer soliden Leistung eines durchgekämpften Rennens.

Gleichermaßen kämpfen mussten die Jugendfahrer der RSG mit Hannes Rapp, Niklas Schwarzmann und Dominic Schulz. Auch hier war die Konkurrenz mit der nationalen Elite ausgesucht. Renn-erschwerend dazu: ein anspruchsvoller Kurs mit vielen kraftraubenden Aufs und Abs und hochsommerliche Wetterbedingungen. Nachdem alle – laut Vorgabe der Trainerin – die erste Berg-Zielpassage zusammen mit dem Feld absolviert hatten, musste Schwarzmann danach in Runde zwei den hohen Temperaturen und der zu Rennbeginn recht aktiven Fahrweise Tribut zollen: abgekämpft steckte er eine Runde vor Schluss auf. Aus dem Feld zurückgefallen war auch Hannes Rapp. Nichstdestotrotz tat er sich mit einigen anderen Rennfahrern hinten zusammen und kämpfte das Rennen mit Unterstützung der Konkurrenz, vom Streckenrand und einer Radflaschendusche durch. Einzig verblieben vorne im Geschehen: Dominic Schulz. Die Renntopographie „wellig“ kam im zupass und so eroberte er einen sauberen 22. Platz im Bergfinalspurt des Feldes.

Im oberbayerischen Weilheim fand parallel zum anderen Renngeschehen der erste Lauf um die Austragung der Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft 2008 statt. Einziger Fahrer für die RSG Würzburg dort: Andreas Hartmann. Dass ihm die schnellen Kriterien mit Prämien- und Wertungssprints liegen, zeigte er nicht erst am letzten Wochenende in Dachau und so hatte er natürlich große Erwartungen hinsichtlich einer guten bayerischen Platzierung. Hoch motiviert am Start ereilte ihn aber ein frühes Sturzpech. Geistesgegenwärtig beantragte er Rundenvergütung um kämpfte vom Radunfall gezeichnet 20 weitere Runden. Die erhoffte Platzierung ganz vorne aber war dann natürlich nicht mehr. Wichtig aber eigentlich nur die relative Unversehrtheit des Rennfahrers und eine neue Chance beim zweiten Kriteriumslauf in Altenkunstadt in zwei Wochen.

Übung macht den Meister: in Dachau vorne mitgemischt
RSG Rennrad Jugend zeigt sich beim Kriterium in Dachau vorne und besetzt die Top10
16.06.2008   Janina Seyler

Nachdem angesichts magerer Rennergebnisse in den letzten Wochen bei einigen Nachwuchsradsportlern die Moral doch recht angekratzt war, sollte sich das Kriterium in Dachau am vergangenen Sonntag als regelrechter Motivationsschub erweisen. Sowohl in der Rennklasse der „kleinen“ U13er als auch bei den älteren Jugendfahrern U17 gelang den Sportler/innen der RSG Würzburg der Sprung in die Top10-Ränge im Endklassement.

Bereits am Wochenende zuvor hatte Sabrina Schulz beim Rennen der Schüler/innen U13 in Günzach ihr Können aufblitzten lassen und einen guten 8. Platz eingefahren. Auch an diesem Wochenende in Dachau bewegte sie sich stets aufmerksam im vorderen Feld und versuchte mittels Wertungssprints bereits Vorarbeit für ein gutes Rennergebnis zu leisten. Dreimal verfehlte sie nur knapp die Wertungspunkte – dafür reichte die Kraft dann im Schlussspurt zu einem tollen 5. Endrang.

Da die Schüler U15 der RSG Belger und Hellmund in Dachau ausließen, blieb ihre Rennklasse ohne Würzburger Besetzung.

Erst das Jugendrennen U17 über 25 Runden startete wieder mit Würzburger Beteiligung. Da beim Kriterium vor zwei Wochen in Kirrlach die letzte Konsequenz etwas fehlte, hatte sich Andreas Hartmann (Bild) für das Dachauer Kriterium wieder „viel für vorne“ vorgenommen. Niklas Schwarzmann – im Kirrlach vom Materialdefekt im Pedal und Schuh heimgesucht – wollte diesmal mit erneuerter Ausrüstung ein Rennen gut und vor allem durchfahren. Ebenso Dominic Schulz, der in Kirrlach zunächst zurückgefallen und dann auch noch überrundet worden war, wollte das nicht so auf sich sitzen lassen und angreifen. Um positive Bestärkung ging es auch bei Hannes Rapp, der die bisherige top Trainingsform noch nicht im Rennen abrufen und bisher mit sich selbst so gar nicht zufrieden sein konnte.

Soviel vorab: allen sollten ihre Vorhaben gelingen! Bereits vom Start weg wurde scharf gefahren, zahlreiche Attacken galt es zu kontern und dann wurden ganz nebenbei auch noch Wertungs- und Prämiensprints ausgefahren. Schon früh im Rennen zeigten sich Hartmann und Rapp ganz vorne im Feld; Hartmann kassierte auf diese Weise bei zwei Prämienspurts, für Rapp war es Balsam auf ein vom Rennbetrieb etwas angekratztes Vertrauen in die Radlerbeine. Bei den Wertungssprints aber gelang es leider keinem Würzburger, für das Endklassement vorab Punkte zu sammeln, dennoch legten alle RSGler ein gutes Rennen und vor allem aufmerksam bestrittenes Rennen ab. Schulz gelang es, sich im Feld gut zu halten, Rapp und Schwarzmann mussten der frühen Tempoarbeit Tribut zollen, fuhren aber beide ihr Rennen konsequent durch und Hartmann setzte nach einigen Zwischenakzenten mit dem 10. Gesamtrang dem Renntag die verdiente Krone auf.

Fazit: Saubere Leistungen, aufgeheiterte Stimmung, alle mit sich im Reinen und zufrieden und alles in allem wieder ein weiterer kleiner Schritt in der Rennsaison.

Nächstes Wochenende tanzen die Würzburger Nachwuchsradsportler dann auf zwei Hochzeiten: erster der drei Wertungsläufe um die Bayerische Kriteriumsmeisterschaft in Weilheim und Straßenrennen im württembergischen Heilbronn.

Die Baden-Württemberger haben nichts zu verschenken
Nachwuchsteam beim schnellen Kriterium in Kirrlach –
keine Platzierung aber viel Erfahrung
02.06.2008   Janina Seyler

Nach dem „Schaulaufen“ im Rahmen der Bayernrundfahrt am Freitag, 30. Mai 2008 im diesjährigen Etappenort Würzburg ging es für die Nachwuchsrennradler der RSG Würzburg am folgenden Sonntag wieder um „richtigen“ Rennbetrieb.

Im letzten Jahr hatte sich das schnelle Kriterium im badischen Kirrlach unweit von Speyer als gutes Pflaster für die Würzburger Nachwüchse erwiesen: Platzierungen im vorderen Bereich und zahlreiche Prämien. In diesem Jahr allerdings sollte es – für viele eine Altersklasse höher – außer viel Erfahrung (im wahrsten Wortsinn) nicht viel zu erben geben. Die Baden-Württemberger haben nichts zu verschenken und Platzierungen, Prämien und Preisgelder erst recht nicht. Dementsprechend flott wurde auch (z.T. vom Start weg) gefahren.

Nichtsdestotrotz haben sich die Würzburger gut geschlagen. Bei den Schülern U13 erfuhr sich Sabrina Schulz einen Platz knapp hinter den Top10; Aljoscha Unser „durchlitt“ tapfer bei heißen Temperaturen sein Rennen und sammelte so wichtige Rennkilometer.

Den U15er mit Lukas Belger und Till Hellmund gelingt nun der Anschluss an die höhere Altersklasse immer besser. Hellmund behauptete sich im Feld, Belger knapp dahinter.

Bei der Jugend U17 wurde kräftig aussortiert. Niklas Schwarzmann drohte bereits vor dem Rennen nahezu das Aus: Pedalklemmer. Entsprechend verkorkst auch die Vorbereitungsphase. Sein deswegen zu kurz geratenes Warmfahrprogramm vor dem Start musste er mit dem verlorenen Anschluss an das Feld leider bezahlen. Neue Pedale für das nächste Rennen sind aber bereits bestellt. Ein ebenso frühzeitiges Aus gab es leider auch für Hannes Rapp. Ein kleine Lücke zum Vordermann wuchs sich über drei Runden zu zuviel Frontluft aus – und weg war der Anschluss. Nichtsdestotrotz bemühten sich die zurückgefallenen RSGler Schwarzmann und Rapp in einer kleinen Gruppe redlich aber vergeblich um Wiederanschluss ans schnelle Feld vorne. Auch Dominic Schulz musste hinten abreißen lassen, konnte aber als Überrundeter im Feld wichtige weitere Rennkilometer sammeln. Einzige verbliebener RSGler im Feld der Jugend Andreas Hartmann. Nach guten Ergebnissen in den letzten Rennen startete er mit einigen Ambitionen, musste sich aber einer erheblichen Konkurrenz in einem stattlichen Starterfeld und enormem Renntempo beugen. Mit dem Feld über die Ziellinie gefahren sprang aber kein Top10 Ergebnis heraus.

Noch einen Tick schneller waren die Junioren U19 unterwegs und das bereits vom Start weg. Bereits früh teilte sich das Feld in drei Gruppen. Vorne wurde Tempo gemacht, in der Mitte nachgeführt und in der dritten Gruppe kämpften die Würzburger Andreas Bürkle und Felix Schwarzmeier zusammen mit fünf anderen Rennfahrern um den Anschluss an die größere Feldgruppe vor ihnen. Das sollte ihnen aber leider nicht (mehr) gelingen. Ob des frühen Ausreißens der ersten Gruppe ereilte Bürkle und Schwarzmeier samt Begleiter das Schicksal der Überrundung auf dem Kilometerkurs. Von der Spitze geschluckt wurden sie von der Jury aus dem Rennen genommen.

Fazit: Egal – nächstes Mal!

Nächstes Mal findet bereits am kommenden Wochenende statt. Die Junioren starten in Abensberg im fränkischen Seenland. Für alle anderen gibt es Trainingsrennen für den weiteren Sommer-Formaufbau.

Würzburger Schüler radeln wie die Profis
Bayernrundfahrt der Radprofis in Würzburg – Schüler beim Hobbyrennen aktiv
31.05.2008   Janina Seyler

Nachdem die Bayernrundfahrt der Radprofis im vergangenen Jahr unweit in Kitzingen um den Etappensieg sprinteten, endete die dritte Etappe in diesem Jahr Würzburg direkt vor der traumhaften Kulisse der Würzburger Residenz.

Den Radprofis in nichts nachstehen wollen am Freitag, 30 Mai 2008 auch zahlreiche Schüler der Würzburger Schulen. In Zusammenarbeit mit der Radsportgemeinschaft Würzburg und der Stadt Würzburg hatte die VR-Bank ein Hobbyrennen für die Würzburger Schüler um die Stadtmeisterschaft ausgelobt. So sollten diverse Rennläufe für ambitionierte Hobby-Radler auf der Rennstrecke der Profis und ein umfangreiches Messe- und Aktionsprogramm auf dem Residenzplatz zahlreiche Zuschauer anlocken und im Vorfeld der Etappenankunft für reichlich Unterhaltung sorgen.

Obwohl sich die VR-Bank mehr Zuspruch seitens der Schulen gewünscht hatte, wurde die Schüler-Stadtmeisterschaft dennoch ein toller Erfolg. Unmittelbar nach Beendigung der Aufbauarbeiten an und auf der Rennstrecke ging es für die Hobbyradler auch schon los. Fünf Würzburger Schulen stellten ein Fahrer- und Fahrerinnenaufgebot von etwa 60 motivierten Radsportlern, die in verschiedenen Alters- und Klassenstufen um die Siege fuhren.

Erkämpft wurden sowohl Einzelplatzierungen – die ersten drei der jeweiligen Rennläufe wurden später standesgemäß; der jeweils erste wie bei den Profis mit einem gelben Trikot – als auch um die Schulwertung. Aber es sollte keiner leer ausgehen. Für jeden Starter hatte die VR-Bank ein kleines Präsent bereit und auch in der Gesamtschulwertung wird der gestiftete Betrag unter allen teilnehmenden Schulen aufgeteilt.

Bei herrlichstem Radwetter, Profiatmosphäre auf der Rennstrecke und tollen sportlichen Leistungen passierten zwar einige kleinere (leichtsinns-)Stürze, die im Großen und Ganzen aber alle glimpflich ausgingen. Den strahlenden Gesichtern der jungen Hobby-Sportlern nach zu urteilen waren alle mit Eifer und großer Freude dabei!

Bevor aber die professionellen Radfahrer in Würzburg einrollten, zeigten die Nachwuchsradler der RSG Würzburg, wie Rennen im Schüler- und Jugendbereich gefahren werden. Hatten sie sich beim Hobbyrennen zuvor als zuverlässige Streckenposten bewiesen, so stellten sie nun ihr radsportliches Können unter Beweis. In einem Einlage-Schaurennen für Schüler, Eltern und interessierte Zuschauer bot die Rennradjugend der RSG einen kleinen Einblick in (fast reales) Renngeschehen: Fahren im geschlossenen Feld, Ausreißversuche, Attacken, Nachführarbeit und spannende Sprints. Flott unterwegs und in leuchtenden Trikots faszinierten die jungen Sportlerinnen und Sportler viele Zuschauer und ernteten volles Lob und Anerkennung von allen Seiten.

News RSG Rennradjugend | RSG Sportgruppe/Rennrad

Holzmedaille beim Straßenrennen in Werneck – Podest in Griffweite weiter ->
Lizenzfahrer/innen in Frankfurt und bei den Bayerischen Meisterschaften am Start weiter ->
Großkampftag beim Traditionsrennen in Karbach weiter ->

Lizenzeinstand kostet Lehrgeld
Drei Lizenzneulinge zusammen mit „alten Hasen“
beim Kriterium in Schwabach am Start
13.04.2008   Janina Seyler

Zwar lag der Renntermin für das Kriterium in Schwabach am zweiten Aprilwochenende in diesem Jahr fast vier Wochen früher, das aber sollte sich in keiner Weise auf das flotte Renntempo auswirken. Ein flacher Viereckskurs mit kurzem Kopfsteinpflasterstück, ein starkes Fahrerfeld und – nach einer Regenwoche – bestes Radwetter sorgten bereits zu Beginn der Rennläufe für schnelle Fahrten.

Für die RSG Würzburg bei den Schüler U15 am Start: Till Hellmund. Er startete in diesem Jahr erstmals in der nächst höheren Altersklasse und dort als „jüngerer Jahrgang“. Diktiert wurde das schnelle Rennen von drei Ausreißern, die den Sieg und die Platzierungen allein unter sich ausmachten. Hellmund, eher Berg- als Sprintfahrer, verpasste leider den Anschluss an das enteilende Fahrerfeld, kämpfte aber dennoch zäh und um einen persönlichen Achtungserfolg. Er fuhr die Renndistanz durch, nutzte dies gleich als qualitatives Training und wird beim Profilrennen in Karbach am übernächsten Wochenende mit neuer Motivation an den Start gehen.

Kurz nach dem Start zum U17-Rennen noch dicht beieinander: Niklas Schwarzmann, Johannes Rapp und Andreas Hartmann (von links)


Im Rennen der Jugend U17 gab es ebenso ein Debüt zu verzeichnen. RSG-Neuzugang Johannes Rapp trat zu seinem ersten Lizenzrennen an. Ihm zur Seite die beiden „alten Hasen“ Andreas Hartmann und Niklas Schwarzmann. Sichtlich beeindruckt von Rennkulisse, Fahrerfeld und nicht zuletzt der Konkurrenz galt es für Rapp, mit dem Rennbetrieb vertraut zu werden. Während Hartmann und Schwarzmann zunächst den Feld-Zug erwischten, war bei Rapp der Respekt vor dem schnellen Radlerfeld (noch) zu groß. Auch Schwarzmann musste etwas später abreißen lassen, versuchte später zusammen mit einer Dreierguppe und dem aufgelaufenen Teamkollegen Rapp den Anschluss an das Fahrerfeld wieder herzustellen. Da an der Spitze des Rennens gehörig Tempo gemacht wurde, gelang dieses Vorhaben nicht. Um Komplikationen zu vermeiden, wurde die zurückliegende Gruppe mit den beiden RSG U17 vom Kampfgericht aus dem Rennen genommen. Einzig verbleibender Würzburger im Rennen der U17 war Andreas Hartmann, der sich im Fahrerfeld gut behaupten, in die entscheidenden Wertungen aber nicht eingreifen konnte. Er rollte zusammen mit dem Feld über die Ziellinie.

Ihren Einstand bei den Lizenzern gaben in Schwabach ebenso die beiden Junioren U19 für die RSG: Felix Schwarzmeier und Andreas Bürkle. Auch sie mussten kräftig Lehrgeld zahlen. Gehöriges Renntempo, erster Renneinsatz und intensive Rennbelastung forderten ihren Tribut. Schwarzmeier und Bürkle konnten den Anschluss nicht halten, kämpften einige Runden noch allein und schieden dann leider vorzeitig aus.

Die Voraussagen der Trainerin, diese Saison würde aufgrund der neuen Altersklassen und des stetig steigenden Niveaus schwierig werden, trafen auch an diesem Rennwochenende zu. Dennoch kann von „Trübsal blasen“ im Team keine Rede sein. Gutgelaunt werden sich die Nachwuchsradler beim Vereins-Jahresanradeln am Sonntag erholen und mit neuer Kraft und Motivation in Karbach am übernächsten Wochenende wieder für die RSG Würzburg an den Start gehen.

Saisonvorbereitung: Feinschliff in Bella Italia
Rennrad Jugend bewältigt Trainingsprogramm mit Klasse
in den Bergen der Emilia Romania
25.03.2008   Janina Seyler

In knapp drei Wochen beginnt für die Nachwuchsradler der Radsportgemeinschaft mit dem Cadolzburger Rennklassiker des Frühjahrsstraßenpreises die Rennsaison. So gilt es nun die gute Grundlagenausdauer und das winterliche Kraftprogramm im Studio sozusagen „auf die Straße zu bringen“.

Dank hervorragender Wetterbedingungen in Mainfranken während der freien Faschingswoche konnten die Nachwuchsathleten bereits einige Grundlagenkilometer sammeln. Diese standen ausschließlich unter der Prämisse des ruhigen, kraftorientierten Formaufbaus nach der Wintertrainingszeit.

Für den Feinschliff in Sachen Radtechnik, Kraft, Schnelligkeit, Kletterfähigkeiten am Berg und Gruppendynamik ging es dann in der ersten Woche der Osterferien mit dem Verein ins Trainingslager nach Italien. Das wellig bis bergige und somit recht anspruchsvolle Trainingsterrain rund um Cesenatico und Rimini sollte den Kilometern Qualität und vor allem Intensität geben. In sechs Trainingstagen galt es die ruhige Grundlage und Kraftausdauer in Antrittsstärke, Kraft und Explosivität auf den Rad umzuformen.

Zusammen mit einer riesigen Vereinstruppe der RSG bestritt die Rennradjugend zwei Mal drei Trainingstage mit außerordentlichem Trainingsfleiß. Pünktliche Anwesenheit zum Frühsport, belastungsentsprechendes Essverhalten, Training, Regeneration und der unbedingt notwendige Spaß am Trainingslager wurden von Seiten der erwachsenen Vereinskollegen durchgehend lobend beachtet. Für alle jungen Sportler war diese Trainingslager das erste richtige Kompaktprogramm. Entsprechend eng und begleitend auch die Trainingsbetreuung, um den anspruchsvollen Wechsel von Belastung und Entlastung gut zu verarbeiten.

Neben nahezu defekt- und unfallfreier Fahrt waren die Witterungsbedingungen tadellos: teils frühlingshaftes Klima in blühender Landschaft, Sonnenschein und in der Spitze 22 Grad entschädigten für das doch recht Kräfte zehrende Training. Diese angenehmen Temperaturen machen das Training sowohl bei langen Bergauffahrten als auch bei kurzen knackigen Anstiegen für die Muskulatur wesentlich erträglicher.

Der kühlere und regnerische Ruhetag fiel dabei nicht so sehr ins Gewicht wie ein weiterer „verregneter“ Tag. Trainingsumbau nach einsetzendem Regen, dadurch sinkende Motivationswerte, eine Fahrt durch dichten Ortsverkehr und ohnehin „angestochene“ Beine am fünften Trainingstag. Der deswegen verordnete freie Nachmittag nach „nur“ etwas über 60 Kilometern war daher dringend nötig. Er sollte die Motivation nicht überstrapazieren und die Gemütsakkus der Aktiven für den letzten Tag wieder etwas füllen. So stand – gut erholt – einer wieder motivierten Radausfahrt – trotz starken und böigen Windes (!) – am sechsten und letzten Trainingstag nichts mehr im Weg. Der anfängliche Kampf gegen starke Windböen und in zwei satten Passauffahrten sollte aber belohnt werden. Ein ordentlich schiebender Rückenwind blies den flotten „Radexpress“ mit stattlichem Tempo wieder Richtung Hotel.

Insgesamt gesehen gehen die Nachwuchssportler aus dem italienischen Trainingslager gut vorbereitet und hochmotiviert in die unmittelbare Wettkampfvorbereitung zu Hause. Hier stehen noch einmal Technikabstimmung in der Gruppe und weiterer Formaufbau für die anstehenden Renneinsätze auf dem Programm.

Fit auf schmalen Brettern
Grundlagentrainingslager des Radnachwuchses: Langlaufen in der winterlichen Rhön
06.01.2008   Janina Seyler

Das radsportliche Wintertraining prägen vor allem die Arbeit im Kraftstudio und ruhiges Ausdauertraining als gute Grundlage für die kommende wettkampfspezifische Ausbildung im Frühling. Nach bereits absolvierten Einheiten an Beinpresse, Beinstrecker und Beinbeuger sollte nun ein kleiner Ausdauerblock der Rennradjugend zur notwendigen Fitness verhelfen.

Das Angebot einer Sport-Familie aus dem Nachwuchsteam, diesen Trainingsblock auf einer urig-gemütlichen Hütte in der Rhön zu verbringen, wurde von Trainerin Janina Seyler gut und gerne aufgenommen. Die Hütte des Bergbundes Würzburg liegt auf über 800 Metern in der Rhön nahe Bischofsheim, kann als Selbstversorgerhütte für zahlreiche Personen angemietet werden, verfügt zwar über fließend Wasser aber keinen Strom und ist lediglich zu Fuß mittel eines Aufstieges von etwa 30 Minuten zu erreichen.

Gesagt – getan.

Mit teils eigener, teils örtlich ausgeliehener Langlaufausrüstung, Gepäck, Schlafsack, Wanderausrüstung und aller Verpflegung ging es für die Nachwuchsradler der RSG Würzburg für drei Tage ins erste Trainingslager der noch jungen Radsaison.

Zwei der drei Tage konnten dank herrlichen Winterwetters voll zu ausgedehnten Langlaufeinheiten ausgenutzt werden. Tag eins stand zunächst im Zeichen der Akklimatisation nach Fahrt und anschließendem ersten Hüttenaufstieg. Nach einer kurzen Technikunterweisung gelangen allen die ersten Schritte auf den schmalen Brettern recht gut. Tag zwei begann mit einem wunderbaren Sonnenaufgang, der bestes Winterwetter versprach. Eine sportliche Einheit mit kurzer Mittagspause bis in den Nachmittag hinein kostete Kräfte, brachte aber auch Sicherheit auf den Langlaufskiern und sollte den nötigen Formaufbau stärken. Dem angestrebten ebenso ausgedehnten Trainingsausflug machten zunächst schwere Beine vom Vortag und schließlich das Wetter mit einem gehörigen Schnee-Regen-Schauer einen Strich durch die Rechnung. Nichtsdestotrotz standen am Nachmittag dennoch knapp drei Stunden Bewegung zu Buche.

Schlussendlich war das kleine Trainingslager mit reger Beteiligung ein voller Erfolg. Ohne Murren und Zaudern trotzte der motivierte Sportnachwuchs Anstrengungen, Witterungsbedingungen, teils dünner Schneedecke, wackeligen Langlaufskiern, Materialschwund und zahlreichen „Stürzen“. Hand in Hand gingen Ofen anschüren, gemeinsamer Koch- und Küchendienst und sich frisch machen ohne Duschen. Flotte Sprüche, Teamgeist, launiges Beisammensitzen von Sportlern, Trainern und Eltern und Humor sorgten für allseits beste Stimmung.

Rufe nach einer Wiederholung im nächsten Jahr bzw. als Sommertrainingslager wurden bereits laut. Besteht diese Möglichkeit, so Trainerin Seyler, sollten sich sowohl ein Termin als auch ein Organisationsteam finden.

Dank gilt den bereitwilligen Eltern für Mitorganisation, Einkauf, Fahrt und Unterstützung; den „Besuchern“ am Freitag/Samstag für ihr Interesse und natürlich auch den engagierten und willigen Teilnehmern.

Für die kommende Frühjahrszeit gilt es für die Älteren Nachwuchsradler noch einen dritten Kraftblock zu absolvieren. Rad gefahren soll angesichts der noch bestehenden Erkältungsgefahr bei langen Einheiten nur bei besten Witterungsbedingungen. Statt dessen gilt langes und ruhiges Lauftraining.

Über die Faschingsferien ist dann ein nächster – dann Rad-sportlicher – Grundlagenblock vorgesehen.