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RSG Rennradjugend

Lauter laufende Läuse – Nikoläuse!
Rennradler mit schnellen Laufbeinen beim Ochsenfurter Nikolauslauf
01.12.2009

(Janina Seyler) Ja, wo laufen sie denn? Fragen sich mittlerweile die einen oder anderen Leichtathleten, da ihnen auch in diesem Winter die Würzburger Nachwuchsradsportler immer öfter ins Ergebnis funken. So auch am zweiten Adventswochenende beim traditionellen Ochsenfurter Nikolauslauf auf einem knackigen Stadtkurs.

Bereits die jüngsten Radler mit Julius Hornisch (11., Bild) und Sabrina Schulz (8.) waren top motiviert und liefen im Pulk der zahlreichen Schülerinnen und Schüler eine schnelle Runde über knapp eineinhalb Kilometer.

Zwei Runden hatten dann die etwas größeren zu absolvieren. Wieder einmal war es neben Gabriel Herrmann (10.) der Würzburger Till Hellmund, der unter den Leichathleten des 95er Jahrgangs nicht locker ließ und damit den 2. Platz bei den Schülern belegte.

Ebenfalls zwei Runden waren das Programm von Johannes Rapp, Dominic Schulz und der Trainerin Seyler, die eben so auf den Altersklassenrängen vier und sieben bzw. als zweite Seyler als Frau einliefen.

Zu viel Energie hatte nach dem Hobby-Lauf scheinbar noch der Junior Rapp, der im gleich anschließenden Hauptlauf über nunmehr fünf Runden nochmals an den Start ging und dies als verschärftes Training nutzte. Dieses Rennen allerdings ließ er etwas ruhiger angehen, was ihm aber dennoch in der Endabrechnung den 3. Rang seiner Alterklasse einbrachte.

Mit dem noch ausstehenden Würzburger Silversterlauf am 27. Dezember steht für dieses Kalenderjahr der vorerst letzte Lauf für die Würzburger Radler an, bevor es dann im neuen Jahr bei entsprechendem Wetter wieder eher auf die Straße zum Radtraining gehen soll.

Advent, Advent, in Leinach hat ein Licht „gebrennt“
Leuchtende Augen und Ergebnisse für die Rennrad Jugend beim Leinacher Fackellauf
01.12.2009

Unbestritten einer der schönsten winterlichen Laufwettkämpfe ist der alljährliche Leinacher Fackellauf am letzten Novembersamstag auf einer 1300-Meter-Runde durch das abendlich-dunkle Leinach. Entlang der gesamten Laufstrecke nämlich stellen Veranstalter und Anwohner kleine Lichter und Kerzengläser auf, die den Läufern zunächst auf der Strecke und dann den Weg ins Ziel leuchten sollen. Die Annahme, die Läufer bekämen von dem allem bei so großer Anstrengung ja gar nichts mit ist weit gefehlt. Diese Kulisse ist es vielmehr, die von den Laufquälereien ein bisschen abzulenken vermag! … bei mir zumindest ist das so – die Anstiege scheinen im wahrsten Sinne nicht mehr ganz so lang und steil! ;-)

Ob nun diese Begründung oder einfach nur ein tolles sportliches Engagement für die folgenden guten bis sehr guten RSG-Platzierungen verantwortlich sind, bleibt dahingestellt. Aber Ergebnis ist Ergebnis und das war für die Nachwuchsradler beim samstäglichen Laufwettkampf durchweg gut!


Gegen 16.30 Uhr schickte die Spielvereinigung Leinach zunächst die jüngeren Läuferinnen und Läufer auf die knapp 2600 Meter Wettkampfstrecke. Die RSGler Till Hellmund, Sabrina Schulz, Nils Beese und Lukas Belger hatten zwei Runden auf den Rundkurs mit jeweils zwei kleineren Buckeln zu absolvieren. Hellmund setzte sich vom Start weg in der dreiköpfigen Spitze fest und ließ dort auch nicht mehr locker. Er kam als Gesamtzweiter und Altersklassensieger mit einer sehr guten Laufzeit von nur knapp über zehn Minuten ins Ziel. Nur wenige später hinter ihm liefen auch Beese (AK 4.) und Belger (AK 5.) ein engagiertes Rennen als später Gesamtachter und –zehnter. Für die Damenquote steuerte Sabrina Schulz mit ihrem zweiten Altersklassen- bzw. 15. Gesamtrang ein gutes Ergebnis bei.

Im folgenden „Rennen“ der etwas älteren Jugendlichen und der Hobbyklasse über insgesamt drei Runden und etwa 3900 Meter waren es nur noch drei RSGler/innen mit Dominic Schulz, Hannes Rapp und Janina Seyler, die aber – auch in kleiner Besetzung – die Farben der Würzburger Radler hochhalten konnten … und dies auch taten. Rapp setzte sich – wie Hellmund zuvor – zunächst an die Spitze und musste sich als Gesamtdritter und Altersklassenzweiter nach 16:06 Minuten nur zwei vor ihm liegenden Leichtathleten geschlagen geben. Schulz und Seyler liefen knapp dahinter nahezu die gesamte Strecke als RSG-Kombo. Erst auf den letzten Metern drückte Schulz noch einmal wenige Meter davon und lief nach 17:46 Minuten als Gesamtsiebter und Altersklassenvierter vor der Chefin (17:52 Minuten) als Gesamtzweiter Frau im Ziel ein.

Das abendliche Laufen soll mit den beiden Veranstaltungen in Gerbrunn und Leinach nun ein Ende finden. Am kommenden Wochenende wird für und um den Nikolaus gelaufen: Teamstart beim Ochensfurter Nikolauslauf am kommenden Sonntag.

Laufendes Radteam erstmals gemeinsam am Start
Podestplatzierungen für die RSG beim
Gerbrunner Fackellauf und Crosslauf der TG Schweinfurt
25.11.2009


Erstmals gemeinsam am winterlichen Laufstart waren die Nachwuchsrennfahrer und –innen der RSG Würzburg beim Gerbrunner Fackellauf 2009. Nachdem im Winter des vergangenen Jahres einige Radler mit großen Ambitionen aber eher kleinen Chancen mangels entsprechender Laufvorbereitung an den Start gegangen waren, sahen sowohl Vorbereitung als auch Zielsetzung heuer anders aus! Gute Ergebnisse, Top-Zeiten und Platzierungen sollten her – auch für die Befriedigung des eigenen sportlichen Ehrgeizes. Es sollte schon werden.

Der Kurs war (fast) allen aus dem letzten Jahr bekannt, die Rundenzahl mit einer Runde weniger zu absolvieren etwas „gnädiger“, allein das Profil hatte es immer noch in sich: längere bergab Strecken, eng-winklige Kurven und ein zehrender Anstieg forderte den Sportlern alles ab.

Doch bereits der jüngste und neuste Nachwuchs im Team der Rennrad Jugend, Julius Hornisch, war tapfer und sehr eifrig mit am Start. Sein 7. Platz in der AK m 12/13 in der Zeit von 17:54 min mit erster Urkunde der verdiente Lohn! Ebenso war mit Sabrina Schulz ein Nachwuchsmädchen in Gerbrunn für die RSG vertreten. Sie absolvierte in 17:53 min als 3. der AK w 13/14 die etwa 3,3 Kilometer.

Die beiden RSG Jungs der AK m 13/14 Gabriel Herrmann (16:34min) und Till Hellmund kamen in ihrer Alterklasse auf die Plätze 4 und 2. Letzterer ließ als an sich Radfahrer mit seiner Zeit von 13:40 min sein verstecktes Läufertalent aufblitzen.

Das Podest und die Platzierungen der AK m 15/16/17 war dann ebenso (fast) sicher in der Hand der Würzburger Rennrad Jugend: Nils Beese (14:43min ), Lukas Belger (14:46 min) , Dominic Schulz (14:45 min) und Johannes Rapp (12:36 min) erkämpften sich – mit einer ebenso beachtlichen Zeit von Rapp – die Plätze 5, 4, 3 und 2.

Auch die „Chefin“ ließ sich nicht lange bitte und ging mit vollem Einsatz ebenso an den Gerbrunner Start. Von der Woche geschafft waren die Beine zwar schwer und ein gutes Ergebnis an diesem Tag eher hintangestellt. Es wurde dann schließlich doch in 14:54 min der 2. Rang im Hobbylauf der Frauen.

Für Radfahrer ein Achtungsergebnis!

Kurzentschlossen und recht spontan war am darauf folgenden Sonntag der Start von Rapp und Seyler beim Wald- und Crosslauf in Schweinfurt: 3,8 Kilometer über eine Runde quer und vor allem stetig ansteigend durch den Schweinfurter Wald an der Eselshöhe. Die Beine machten sich noch deutlich vom Gerbrunner Start bemerkbar; irgendwie gings dann aber doch … ! Während Rapp gleich zu Beginn mit Gas gab, über die Anstiege hinüber zog und hinter „rollen ließ“, sicherte Seyler ihre Position in der Wertung der Frauen ab. Aus sowohl taktischer und sportlicher Sicht bei beiden mit zwei 2. Plätzen buchstäblich „gut gelaufen“!

More to come: am kommenden Samstag beim abendlichen Fackellauf in Leinach.

Neue Saison „läuft“ nach verdienter Pause schon gut an!
Jahresabschluss der Rennrad Jugend und Winter“pause“
mit Platzierungen bei Laufwettkämpfen
09.11.2009

Nach einer Radsaison 2008/2009 mit zahlreichen Höhen und Tiefen gingen die Nachwuchsradsportler der RSG Würzburg zum vergangnen Oktober 2009 in ihre verdiente Saisonpause. Die gefahrenen Trainings- und Rennkilometer – je nach Altersklasse zwischen 6000 und 110000 Kilometer – machten sich zum Saisonende dann doch deutlich bemerkbar; die sportliche Pause war vielen äußerst willkommen. So soll es nach einer gut strukturierten Trainings- und Wettkampfplanung auch sein. Ebenso wie die folgende Pause mit wirklich sehr reduzierter (!) sportlicher Betätigung gleichermaßen fest eingeplant ist.

So blieb im Oktober dann auch genügend Zeit, das gemeinsame Radjahr auch gemeinsam in gemütlicher Runde bei gutem Essen, netten Gesprächen, einem statistischen Durchgang durch Trainingsleistungen und Rennplatzierungen und Bildern der Saison revuepassieren zu lassen.

Wie aber alles ein Ende hat, so ergeht es auch der wohlverdienten Pause: nach der Saison ist vor der Saison! Und eine ebenso erfolgreiche Saison mit turnusmäßig wieder etlichen Altersaufsteigern in die nächst höhere Altersklasse will bereits im Winter gut vorbereitet sein. Dazu trainieren die Nachwuchsradsportler altbekanntermaßen im Kraftstudio zur Verbesserung der beim Radfahren weniger genutzten Muskelbereiche, zum späteren Kraftaufbau vor allem der radspezifischen Beinmuskulatur und natürlich in der Halle zur Unterstützung der sogenannten allgemeinen Athletik.

Daneben soll im Winter – wie auch in den letzten Jahren – für den Erhalt der Grundlagenausdauer wieder gelaufen werden. Für alle winterlichen Wettkämpfer besteht die Möglichkeit, bei den zahlreichen Laufwettkämpfen in der Region teilzunehmen.

Diese Möglichkeit nehmen mal mehr, mal weniger „freiwillig“ viele Rennradsportler der Jugend wahr. Und so sind die ersten Laufwettkämpfe bereits absolviert: Johannes Rapp – der wohl am meisten begeisterte Läufer unter den Würzburger Nachwuchsradsportlern – brachte bereits im Oktober seinen ersten Halbmarathon in Bad Hersfeld hinter sich und landete beim Erstversuch nicht nur auf der respektablen Endzeit von 01:45:00, sondern auch als Altersklassenplatzierter auf dem dritten Rang.

Auch die Trainerin Janina Seyler lässt es sich nicht nehmen, lauftechnisch mit gutem Beispiel voranzugehen. Sie startete am ersten Novemberwochenende beim Nachlauf in Neustadt/Aisch beim Lauf über die 10.000m auf einem abendlich-dunklen und anspruchsvollen Neustädter Innenstadtkurs und kam auf dem 10. Rang ein.

Ein Wochenende später lud der 3. Rothenburger Lichterlauf am Samstag, 8. November zum Lauf durch ein wunderbar mit Fackeln und Strahlern beleuchtetes Rothenburg ob der Tauber. Am Start für die RSG Würzburg wieder Rapp und Seyler. Beide Wettkämpfe führten die Athleten/innen über zwei Runden zu insgesamt 4000m mit Kopfsteinpflasterpassagen und zwei ziemlichen Anstiegen. Während in Rapps Lauf der erste Platz bereits an den startenden Thomas Tietz (Hohenlohe) vergeben war, war eine gute Platzierung dahinter für Rapp – trotz Trainingspause wegen Krankheit – gut möglich. Diese Chance nutzte der Würzburger und sicherte sich den dritten Gesamtrang im Jugendlauf und den Ehrenplatz der Alterklasse. Mit guten Beinen gab es für Seyler im zahlenmäßig starken Hobbylauf gleichermaßen die Chance auf eine gute Platzierung: Während die Würzburger Trainerin die erste Runde als führende Frau absolvierte, schlupfte auf der zweiten Runde lediglich eine Konkurrentin an ihr vorbei, die mit nur knappem Vorsprung von 10 Sekunden siegte. Seyler damit als zweite Siegerin bei den Frauen in Rothenburg.

Gleich am darauf folgenden Sonntag bot der Kitzinger Lebkuchenlauf erneut die Chance zu Wettkampf, Leistung und Platzierung: neben Rapp erstmals in diesem Laufwinter Till Hellmund mit am Start des Schülerlaufes. Rapp beendete das aktive Wochenende mit einer soliden Laufzeit von 00:43:43 über 10 Kilometer im vorderen Gesamtfeld und 2. seiner Altersklasse; Hellmund sicherte sich mit einer engagierten und tollen Erstleistung den vierten Gesamtrang und den dritten Platz seiner Altersklasse.

Weiter geht’s dann für die gesamte Mann- und Frauschaft am 21. November 2009 beim Fackellauf in Gerbrunn!

RSG-Mädels auf nassen Abwegen
Mittwochsgruppe mit ihren Fans beim Aquariding
15.10.2009

Auf Initiative von Nicole Spachmann, die nach Hausumbau-Zwangspause endlich wieder zu uns gestoßen ist, konnten die Damen von Mittwochstreff eine ungewöhnliche Trainingsform im Wasser ausprobieren.

Nicole organisierte für uns am 14.10.2009 ein Aquaridingschnuppertraining im Kurhaus König in Bad Mergentheim. Wie zu erwarten, fand die Idee nicht nur bei den Damen Zuspruch und Begeisterung, sondern auch bei den üblichen männlichen Fans des Rennstalls. Alle Teilnehmer/innen trafen sich auf dem Dallenbergparkplatz, um dann in Fahrgemeinschaften die Reise ins Ungewisse anzutreten.

Kaum im Schwimmbad des Kurhauses angekommen entdeckten die mitgereisten Technikfreaks auch schon die ersten Unterschiede der Aquarider zu Spinningbikes - Edelstahlchassis sowie Schöpfbecherbremse im Schwungrad statt Filzbremse. Ebenso keine Clickies sondern klassische Riemenpedale in rostfreier Ausführung. Die persönlichen Sportdresses zeigten so ziemlich das ganze Spektrum der Ausrüsterbranche, von der Blümchenbadekappe über den sportiven Herreneinteiler bis zum Schwimmflügel und aufblasbaren Getränkehaltern, welche fast die Größe einer Badeinsel hatten, war alles zu sehen.




Die Bikes wurden an Land eingestellt und anschließend in den Fluten versenkt. Nachdem sich alle Teilnehmer/innen mit ihren Sportgeräten vertraut gemacht hatten, strampelten wir auch schon los. Im Gegensatz zum normalen Spinning wird beim Aquariding der Oberkörper mehr beansprucht, was dem Radsportler bekanntlich nicht schaden kann. Es wurden zwei Kurse a`45 min. abgehalten und es konnte niemand von sich behaupten, dass es sich hier um eine Reha-Maßnahme gehandelt hat.

Bei den Teilnehmer/innen fand der Kurs einhellige Zustimmung und Begeisterung – Wiederholung nicht ausgeschlossen.






Einen Haken hatte die ganze Sache aber: Bekanntermaßen kühlt der menschliche Körper im Wasser 32x schneller als an der Luft aus. Dies hatte zur Folge, dass sich ein gewisses Hungergefühl bei den meisten nicht unterdrücken lies. Deshalb wurde kurzer Hand beschlossen einer drohenden Hypoglykämie (Unterzucker) in einer amerikanischen Restauration in der Mergentheimer Straße in Heidingsfeld entgegen zu wirken.

Nachdem die Mägen voll und die Tabletts leer waren, ging es dann für jede/n Einzelne/n hoch zufrieden nach Hause.


Danke Nicole – Tolle Idee!

Glänzendes Saisonfinale
RSG Rennradjugend in Fulda vorne dabei
Hartmann gewinnt Nürnberg und Bayernwertung 2009
21.09.2009

… wer zuletzt lacht … lacht am erfolgreichsten! So konnten die Nachwuchsradsportler am Ende einer Radsaison mit Höhen und Tiefen am vergangenen Sonntag – bei traumhaftem Herbstwetter – einen durchweg positiv-erfolgreichen Saisonabschluss mit den vorerst letzten Lizenzrennen in Fulda und Nürnberg begehen.

Nachdem der Ausrichter beim Jugendrenntag in Fulda die Startmöglichkeit für beide (U15 und U17) Nachwuchsklassen angeboten hatte, zog es die Würzburger ins Hessische. Und bereits bei der Anfahrt zum Rennort zeigte sich, dass das heute wohl ein ganz schönes Stück Arbeit werden würde: Rundkurs über ca. vier Kilometer, winkelige Zielanfahrt und viele kleine und mittlere Wellen – ein richtiger Drückerkurs, der Kraft kostet. Bereits die Schüler U15 mit Till Hellmund und Gabriel Herrmann traten ordentlich in die Pedale – so sehr, dass Herrmann leider vom Feld abreißen lassen musste, sich in einer Dreiergruppe wiederfand, das Rennen so durchfuhr und am Ende seine beiden Begleiter noch abspurten konnte. Etwas weiter nach vorne ging es für Alterkollegen Till Hellmund: Er erwischte den Sprung in die siebenköpfige Spitze nach einem Sturz auf der Zielrunde, arbeitete dann viel vorne, damit die Konkurrenten mit etwas Abstand nicht mehr herankamen und konnte sich so als Gesamt siebter mit einer Durchfahrtsprämie in die Siegerlisten eintragen.




Ebenso zügig und vor allem „rot-schwarz-gelb“ ging es im Rennen der Jugend U17 mit den Würzburger Nils Beese, Lukas Belger, Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann zu. Schulz und Schwarzmann dominierten in den ersten vier der zehn Runden das Rennen und sicherten sich zahlreiche Durchfahrtsprämien. Nach anfänglicher Zurückhaltung zeigte sich dann auch Nils Beese vorne und erfuhr sich ein kleines bares Zubrot. Dann aber war „der Ofen aus“ und sowohl Beese, als auch Belger konnten den Feldanschluss als jeweils jüngere Jahrgänge (noch) nicht halten. Dennoch: beide fuhren die volle Renndistanz. Vorne im Rennen aber ging es weiter zur Sache: drei Runden vor Schluss setzte sich eine fünfköpfige Spitze ab; leider ohne Würzburger Beteiligung. Diese versuchte, den Anschluss wieder herzustellen, aber der Rennbeginn hatte Kräfte gekostet. So wurde die Taktik umgestellt: die Ausreißer ließ man fahren; es ging nun um die Plätze fünf bis zehn im Endklassement. Das gelang den beiden verbliebenen Würzburgern auch mit Geduld und Bravour. Die Konkurrenz eröffnete schon etwas 1000 Meter vor dem Ziel den Sprint – zu früh – Schulz und Schwarzmann taktierten und fuhren dann „ganz locker“ auf die Plätze sechs und sieben!

Für den über die gesamte Saison hinweg starken U17er Andreas Hartmann ging es beim Bahnfinale in Nürnberg dagegen nicht nur um eine letzte gute Saisonplatzierung, sondern vor allem um den endgültigen Gewinn des Führungstrikots der diesjährigen Bayernsichtung. Mehrere Bahnwettkämpfe waren angesetzt, aber nur Punktefahren und die 2000-Meter-Einerverfolgung wurden gewertet. Das anfängliche Ausscheidungsfahren nutzten viele zum Einrollen – und schonten Kräfte, indem sie bewusst früh ausschieden. Beim Punktefahren legte man Jugend und Junioren zusammen, wertete dann aber separat. Bereits hier zeigte Hartmann eine starke Leistung: als Gesamtdritter (!) konnte er hier in der Altersklasse den ersten Saisonsieg einfahren und gewann das Punktefahren der U17! Und nicht nur das: er baute seine bisherige acht-Punkte-Führung um zwei Zähler auf den hinter ihm liegenden Herpersdorfer Wälzlein aus. Aber einen Wettbewerb gab es noch zu bestreiten: 2000-Meter-Einerverfolgung. Hier fuhren die direkten Konkurrenten Hartmann und Wälzlein gegeneinander; Hartmann führte minimal sichtbar, die gestoppte Zeit allerdings platzierte ihn mit etwa vier Hundertstel als zweiten nach Wälzlein mit Bestzeit. So wurde es – zum Glück – eine eindeutige Sache: Das gelbe Trikot des Führenden in der Bayernsichtungswertung ging zum Ende des Renntages und der Saison nun endgültig an seinen dauerhaften Träger Andreas Hartmann aus Würzburg.

Nach einer anstrengenden und ereignisreichen Saison endet hier ein glänzender Renntag mit viel Sonne, beachtlichen Rennprämien, Hartmanns erstem Saisonsieg und dem unterfränkischen Sichtungssieg.

Herzlichen Glückwunsch!

Akkus leer – Parole: Durchhalten!
RSG Nachwuchs in Nürnberg vielleicht ein letztes Mal auf den Spuren der Profis
– Hartmann bei Sichtung
15.09.2009

Wie auch im letzten Radjahr fieberten einige der RSG-Rennradnachwüchse auch in diesem Jahr dem traditionellen Nürnberger Altstadtrennen mit Frauen-Weltcupfinale, Profirennen der Männer, Jedermannrennen des German-Cycling-Cup und eingelagerten Nachwuchsrennen entgegen. Ebenso war das Nürnberger Rennen auch ein weiterer Schritt in Richtung Saisonende und ersehnter Saisonpause – dazwischen allerdings sieben und zwei Schleifen (90 Kilometer, 26 Kilometer) und eine kleine Runde (5 Kilometer) für die Würzburger Radathleten Johannes Rapp bei den Jedermännern, Till Hellmund und Gabriel Herrmann bei den Schülern U15 und Sabrina Schulz bei den Schülern U13.

Bereits zu morgendlicher Frühstunde schickte der Nürnberger Bürgermeister das enorme Starterfeld (knapp 800) der Jedermänner bei klarem Himmel, frostiger Frühtemperatur aber Sonnenschein auf die anspruchsvolle Rennstrecke. Darunter für die RSG Johannes Rapp, der zwiegespalten dem Rennen entgegensah: einerseits voller Tatendrang und mit dem Willen zu einer guten Platzierung; andererseits auch ein wenig respektvoll vor der Distanz des Rennens. Mit einem Startplatz im erst zweiten Startblock ackerte er sich kurz nach dem Startschuss in die erste Feldgruppe und konnte knapp acht Runden dort gut Anschluss halten. Im Rennen aber war – ob des Tempos zum Einen und der Strecke zum Anderen – kaum Möglichkeit zum ausreichenden Essen und so forderten die Rennkilometer dann ihren Tribut. Von einem „schlechten Abschneiden“ aber konnte keineswegs die Rede sein! Rapp rollte in nicht ganz zweieinhalb Stunden als Gesamt-286. und 5. Junior ausgepumpt aber gesund und zufrieden über den Zielstrich. O-Ton-Fazit: „Passt!“

Anspruchsvoll ging es auch beim wesentlich kleineren Starterfeld der Lizenz-Schüler U15 über zwei große Runden zu. Die frisch gekürten Vierer-Schüler mit im Feld war der Rennausgang eigentlich von Beginn an klar – dennoch suchten die RSGler Hellmund und Herrmann ihre Chance. Am ersten Anstieg kämpfte Herrmann erfolgreich um den Anschluss, danach teilte sich das Schülerfeld in zwei größere Gruppen. Mit guten Beinen zwar, aber noch vorsichtig gegenüber dem Straßenbelag gelang Hellmund leider nicht der Sprung in die Ausreißergruppe der acht Fahrer vorne. Kurz vor der 1000-Meter-Marke verfuhren sich die Verfolger auch noch fast und so war die erste Gruppe dann natürlich ganz weg. Nichtsdestotrotz ersprintete Hellmund sich in der Endabrechnung noch den 15. Platz; Herrmann kam – nach Urlaub und einem unsanften Zusammenstoß mit einer Wespe – kurz danach ein.

Bei den danach startenden Schülern U13 mit Sabrina Schulz für die RSG Würzburg hingen die Ambitionen noch etwas höher. Als eigentlich ältere der Altersklasse U15 durfte sie aber als jüngerer Mädels-Jahrgang bei den Jungs der U13 starten und hatte sich großes vorgenommen. Alle ihre Pläne aber machte ein Sturz nach Fahrfehler ihres Vordermanns zunichte. Auf der Höhe der 1000-Meter-Marke fuhr der Vordermann eine kleine Welle und touchierte dabei ihr Vorderrad – keine Chance und ein unsanfter Kontakt mit dem Boden. Ihre Schürf-Verletzungen wurden zwar gleich von herbeigeeilten Sanitätern versorgt, das Rennen aber war für sie leider gelaufen. Kleiner Trost: keine schweren Schäden weder an Radlerin noch an Material.

Während Andreas Hartmann im Team des Landesverbandes Bayern bei den Sichtungsrennen in Langenhagen (Einzelzeitfahren) und Hildesheim (Straßenrennen) am Samstag noch bewundernd auf die Leistung seines Mannschaftskollegen Julian Schneider – viertschnellster beim Einzelzeitfahren – blickte und selbst als 42. von „leeren Akkus“ sprach, gab es für den Würzburger wieder mehr Grund zur Freude. Wie auch im letzten Jahr entwickelte sich das sonntägliche letzte Sichtungsstraßenrennen der Saison zum schieren Ausscheidungsfahren: von knapp 130 Starten sahen nur etwa 30 das Ziel. Sowohl das straffe Renntempo – einer siebenköpfigen Ausreißergruppe gelang die Flucht – als auch ein kräftiger Schauer, der die Radathleten nahezu von der Straße spülte, dezimierte das Starterfeld erheblich. In der Endabrechnung wurde Hartmann 14. und damit wieder einmal bester Bayer, war aber gleichermaßen selbstkritisch: zu Rennbeginn etwas zu weit hinten, konnte er die – wie der Rennverlauf zeigte – entscheidende Attacke nicht parieren „oh, mist, die kommen durch!“ und auch die Nachführversuche blieben ob des Wetters – Nässe und Kühle als Gift für die Beine – leider erfolglos. Dennoch schloss der Würzburger versöhnlich und zählt nun die noch verbleibenden Trainings- und Renntage bis zur ersehnten Saisonpause!

Sommerloch … nicht überall
Neben Rennerfolgen auch Pech und Pleiten für die Nachwuchsrennsportler
der RSG Würzburg
07.09.2009

Nach einer fast – trotz allem recht erfolgreich – durchlebten Radsaison merkt man den jungen Rennsportlerinnen und Rennsportlern der Würzburger Radler nun doch eine allmähliche Erschöpfung an. Nichtsdestotrotz gibt es noch ein paar wenige „Pflichttermine“ möglicht gut zu erledigen.

Einer davon nach einem vorgeschalteten und intensiven Zeitfahrlehrgang war für den U17-Fahrer Andreas Hartmann der Einsatz im ersten der beiden Bayern-Vierer bei den Deutschen Meisterschaften im Vierer-Zeitfahren – traditionell in Genthin. Zusammen mit den Bayernkaderkameraden Schneider, Wälzlein und Achterberg hatte Hartmann mit dem Team eine deutsche Medaille durchaus in Griffweite. Zwar waren die Vierer der starken Brandenburg-Berliner und Cottbusser eher die Favoriten, die Bronzemedaille war aber durchaus drin. … tja, wenn da nicht wieder das „nationale Pech“ gewesen wäre. Auf der ersten 20km-Schleife des 40 Kilometerrennens erwischte Hartmann ein Schlagloch, setzte mit seiner Hinterradscheibe hinein und holte sich dabei einen „Durchschlag“ und einen daraus resultierenden Platten. Der Landesverbandstrainer entscheid – ob des frühen Zeitpunkts des Defekts – Warten und Materialtausch; das kostete natürlich Zeit auf die Konkurrenz. Mit Wut im Bauch aber ließen sich die verronnenen Sekunden nicht mehr hereinfahren und so notierte der Bayern-I-Vierer – nach der Parallelmannschaft Bayern II auf Platz 6. – auf dem 10. Endrang. Schade, es hat nun schon wieder nicht sein sollen. Abhaken, neue Chance!

Weniger defektreich waren die Würzburger Teamkollegen beim Rundstreckenrennen in Stuttgart unterwegs. Hierzu der Rennbericht aus der ersten hand des RSG Jugendleiters Harald Schwarzmann:

Die U17 startete zwei Minuten nach der U19 und rollte diese bereits nach fünf Kilometern auf und durchs Feld durch, sodass die U17 vorne war. Schon in der ersten Runde sind vier Fahrer vorne raus und haben das Rennen auch unter sich ausgemacht. In recht deutlichen Abstand das Verfolgerfeld mit Dominic und Niklas. Nils war bereits in der ersten Runde mit vier weiteren Fahrern abgehängt, hat aber tapfer gekämpft und konnte mit seinen Mitstreitern von Runde zu Runde den Abstand verringern. Lukas (Anm.: nach Antibiotikumschonzeit) hat man den Trainingsrückstand angemerkt, hat sein Rennen aber (vom Besenwagen verfolgt) zu Ende gefahren.

Im Zielsprint der Verfolger waren Dominic und Niklas gut platziert und man hoffte, dass beide ein Top10-Ergebnis erreichen. War aber um Ende „nur“ Platz 11 und 12.

Vom Rennen der U15er habe ich nichts mitbekommen. Nur soviel: Till war recht sauer, da er sich mehr erhofft hatte und die Mitfahrer aber „die Tür zugemacht“ haben. Von Gabriel weiß ich nichts, er war wohl im Mittelfeld. Sabrina war 5.

Also doch: kleine zählbare Ergebnisse!




Last but not least meldete sich der RSG-Junior Hannes Rapp nach Familienurlaub auch wieder mit einem tollen Ergebnis zurück: Der „Radsportler auf Abwegen“ startete beim „Run and Bike“ im oberpfälzischen Hirschwald nahe Sulzbach-Rosenberg. Wie bei einem Duathlon wurde hier auch Rad gefahren und gelaufen, allerdings in zwei getrennten, doch aber irgendwie zusammenhängenden Wettbewerben. Zunächst schickte man die Sportler auf eine elf Kilometer lange Zeitfahrstrecke; die eingefahrenen Zeitabstände waren dann maßgeblich für die Startreihenfolge und den Startabstand des anschließenden fünf-Kilometer-Laufs. Rapp bewältige die Radstrecke zunächst als Zweitschnellster und ging mit knapp 21 Sekunden Rückstand zum Laufstart. Dort aber konnte er Sekunde um Sekunde mit enormem Tempo zulaufen. Im Gegensatz zu den Erwachsenen musste er nicht mit den Kräften sparen – während Rapp am Fuße der Kastler Burg ins Ziel lief, mussten die etwas älteren noch knapp 276 Stufen nach oben. So zog Rapp seinen Lauf nach einem taktischen Angriff rigoros durch und erlief sich im Endklassement den Altersklassensieg. Glückwunsch, Preise, Pokale, Feierabend.

Sieben Tage Radrennen und ein Triathlon
ASVÖ-Rundfahrt der Jugend – Bergkriterium Dachau – Kirchweihrennen Weißenburg
17.08.2009

Nimmt man alle Tagesrennen zusammen, so kann man mit dem Rennprogramm der vergangenen Ferienwoche alle sieben Wochentage füllen, mehrfach – Ferien, Füße hoch – weit gefehlt!

Los und gen Österreich (bis hinter Wien) ging es für den U17-Jugendfahrer Andreas Hartmann bereits am rennfreien vorvergangenen Sonntag Morgen. In Gemeinschaft einer Rundfahrtauswahl des Bayerischen Radsportverbandes starteten die sechs Jugendfahrer am Montag zum Prolog der ASVÖ-Jugendrundfahrt – der Jugendrundfahrt schlechthin. So las sich auch das Aufgebot der knapp 120 Starter entsprechend hochklassig: diverse Nationalteams aus den angrenzenden Staaten – darunter verkauften sich die Bayern gar nicht schlecht. So gelang Hartmann nach dem 28. Rang (+00:09:71) im Zeitfahrprolog eine gute Rundfahrt ohne einen Renntag, bei dem er – wie etwa sein Teamkollege Julian Schneider auf der 2. Etappe mit knapp 12 Minuten – Federn lassen und Minuten in Kauf nehmen musste (31., 64., 39., 25.). Außer bei der zweiten Etappe (+00:01:56) gelang Hartmann stets die Ankunft im großen Feld jeweils zeitgleich mit dem Sieger und so konnte er sich am Freitag über einen respektablen 22. Rang im Gesamtklassement (+00:02:31) und damit als zweitbester Deutscher (!) freuen. Erwartungsfroh wird natürlich auch immer etwas in Richtung Nationaltrikot geäugt – mit den soliden Tagesergebnissen und dem guten Endrang hat er sich ins Blickfeld gerückt und vielleicht sogar auch ins Gespräch gebracht … .

Während sämtlich Würzburger Rennfahrer am vergangenen Samstag erholsame Ruhe hielten, an der Radtechnik feilten und sich damit auf das Rennen am Sonntag in Weißenburg vorbereiteten, zog es den Würzburger Schülerfahrer Till Hellmund – ganz auf sich gestellt – ins oberbayerische Dachau zum traditionellen Dachauer Bergkriterium. Bereist im letzten Jahr hatte er an diesem Rennen Gefallen gefunden und wollte auch in diesem Jahr dort an den Start. Mit einigen Trainings- und Rennrückstand, einem Trainingssturz geschuldet, aber waren die Erwartungen doch begrenzt. Das Rennen wurde – einmal wieder – zu einer „Schulze-Show“ (Hellmund): der starke Münchner Julian Schulze dominierte das Renngeschehen einmal wieder. Hellmund beim abendlichen Rennbericht hörbar enttäuscht – dennoch Rennen ist Rennen und wenn’s keinen Spaß machen würde, täte man es nicht.

Am anschließenden Sonntag sollte sich dann beim Weißenburger Kirchweihkriterium zeigen, wie gut sich die RSG-Kolleginnen und Kollegen erholt hatten, als Hellmund in Dachau „schaffte“. Zunächst gingen die beiden U15er Sabrina Schulz und Gabriel Herrmann auf die Runden über den Marktplatz, konnten im Rennen aber leider keine großen Akzente setzen. Dennoch auch hier wieder intensive Kilometer und ein 11. Platz bei den Schülerinnen für Schulz.

Bei den U17ern war nach längerer Rennabwesenheit auch wieder Niklas Schwarzmann neben Dominic Schulz am Start. Wie gut die beiden wieder in den Kriteriumsbetrieb hineinfinden sollten, zeigte sich im Laufe des Rennens: Schwarzmann ging gleich bei der ersten Prämie aufs Ganze und fuhr einige Euros ein. Ihm tat es Schulz nach und staubte ebenfalls eine Barprämie ab. In dem schnellen und vom Herpersdorfer Jan Wälzlein dominierten Rennen aber reichte es für Wertungspunkte leider nicht. Dennoch erspurtete sich Schulz im Endeinlauf hinter den Punkteträgern den 10. Rang, Schwarzmann kam auf 14 ein. Fazit: Würzburg hat sich den Weißenburgern gezeigt.

Last but not least beschloss der an sich Radsport-U19-Junior Hannes Rapp auf duathletsichen und triathletischen Abwegen die Rennwoche mit einem tollen Gesamtsieg beim Kurztriathlon im hessischen Flieden. Nachdem er zunächst mit einer mehr als doppelt so langen Laufzeit unter „ferner liefen“ im Ergebnis stand, legte er erfolgreich Einspruch ein, der auch entsprechend behandelt wurde: danach war er nicht nur Sieger der Altersklasse, sondern sogar zeitschnellster im Wettbewerb über 300m Schwimmen, 16km Radfahren und 2,5km Laufen. Glaspokal, Sachpreis Helm, einen Tag Wettkampfspaß, Feierabend.

Bayerisches Berg-Podest fest in unterfränkischer Hand
Schulz und Hartmann auf den Plätzen zwei und drei
04.08.2009

Berge, Sonne, Urlaub … wenn da nur nicht die Höhenmeter wären. Nach der letztjährigen Austragung der bayerischen Bergmeisterschaft im oberfränkischen Kulmbach fand die diesjährige Bergmeisterschaft 2009 wieder inmitten tatsächlicher Berge statt. Der Rottaler RSV holte sich die knackige Veranstaltung ins Alpenland mit einem Straßenrennen auf der Mautstraße hinauf zum Sudelfeld – eine würdige Meisterschaftsstrecke. Dort also, wo viele Ausflügler Urlaub machen und gemächlichen Schrittes bergan steigen, sollten die Rennsportler hinauf: 15 Kilometer, zeitweilig bis zu 18 Prozent Steigung … . Mit dabei für die RSG Würzburg die Jugendfahrer Nils Beese, Dominic Schulz und Andreas Hartmann.

Vor dem Meisterschafterschaftssonntag in Bayern aber stand für den Würzburger Jugendfahrer Andreas Hartmann noch ein deutscher Termin mit den Deutschen Bahnmeisterschaften in Köln über 2000 Meter an. Diese Verbindlichkeit aber absolvierte er – am Rennabend persönlich ganz zufrieden – mit einem 14. Platz. Gute Vorbelastung also für den Sonntag. Eigentlich hätte dort – noch in Köln – die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft im Madison auf dem Plan gestanden. Nach aber drei recht unsanften Absteigern von der Radbahn wollte Hartmann nicht ein viertes Mal herunter und ersetzte das Bahnrennen eben mit dem bayerischen Start.

Während Schulz und Beese wegen des recht frühen Starts am Sonntag Morgen bereits am Freitag anreisten und die Strecke am Samstag mit den Rädern besichtigten, kamen Hartmanns – den Karbacher Sportkollegen Julian Schneider mit im Gepäck - erst am Samstag Nacht nach der Bahnmeisterschaft in Köln nach: der Bus wurde zum Schlafbus umfunktioniert, der Vater fuhr, Hartmann und Schneider schliefen ab Rottendorf; Streckenbesichtigung noch 2:30 Uhr.

Frisch geduscht, gefrühstückt und relativ ausgeschlafen konnten sich aber alle Würzburger am Sonntag dann zum Rennen bereit machen: Gemeinsamer Start und ein folgendes Straßenrennen hinauf über 15 Kilometer und knapp 1000 Höhenmeter waren zu absolvieren. Alle favorisierten Fahrer konnten sich gut im „Hauptfeld“ halten und belauerten sich gegenseitig. Dann wagte schließlich der Karbacher Julian Schneider einen Angriff. Hartmann hantierte noch mit dem großen Kettenblatt, Schulz war mit dabei; zusammen ging es weiter hinauf und in Richtung Ziel. Die Schaltung aber hatte wertvolle Meter gekostet: Die Würzburger konnten das Loch zum Konkurrenten leider nicht mehr zudrücken. Schneider war zwar weg, aber Hartmann und Schulz noch immer vorne im Rennen. Kurz vor dem Ziel suchte dann auch Dominic Schulz sein Heil in einem Antritt und erspurtete sich auf der Ziellinie damit die Silbermedaille direkt vor Hartmann auf dem dritten Podestrang. So war das „Stockerl“ fest in unterfränkischer Hand: Karbacher Schneider und die beiden Würzburger Schulz und Hartmann. Glückwunsch zu diesem Höllenritt!

Nicht nur dass die beiden Jugendfahrer damit die siebte Bayerische Medaille für Würzburg holten, sicherte sich Hartmann auch wieder ein paar weitere und wertvolle Punkte in der bayerischen Punktewertung um das Gelbe Trikot des Punktführenden. Mit seinem Verfolger Jan Wälzlein (vier Punkte hinter Hartmann in der Punktewertung vor der Bayerischen Bergmeisterschaft) auf dem noch immer tollen fünften Rang am Sudelfeld, konnte der Würzburger seinen Vorsprung nun auf acht Zähler ausweiten: Das gelbe Trikot nun wieder sicher in Würzburg.

Nach Bergfahrten geht es für einige Sportler nun wirklich in den Urlaub – für alle zu Hause bleibenden steht in den nächsten Wochen aktives Regenerations- und Grundlagentraining, Rundfahrtteilnahme und einige Spätsommerrennen auf dem Plan.

… es regnet Medaillen … und Radler …
Hartmann bei Bayerischen Bahnmeisterschaften mehrmals auf dem Podest
Tempojagd in Ansbach
27.07.2009

Pünktlich zum Schuljahresende und damit schulischer Weniger-Belastung sollten am vergangenen Wochenende für zahlreiche Radsportler wieder Doppelwettkampfveranstaltungen das Regiment über die Wochenendplanung übernehmen. So lug am Freitag und Samstag die RSG Augsburg zu den Bayerischen Meisterschaften auf der Bahn. Nach mehrmaligen Trainings- und Rennstürzen und einer persönlich nicht ganz optimalen Deutschen Bahnmeisterschaft wollte der Würzburger Andreas Hartmann nun auf Bayernebene wieder angreifen – wenigstens eine Medaille musste her und zudem gab es ein gelbes Trikot des Punkteführenden der U17 in Bayern zu verteidigen. Sportlich ganz gut in Form konnte Hartmann bereits am Freitag angreifen und gleich zwei silberne Medaillen in Augsburg sein eigenen nennen: in der 2000m-Einerverfolgung musste er sich nur einem Konkurrenten geschlagen geben und auch mit dem unterfränkischen Zeitfahrvierer über die 4000m war es nach den Lokalmatadoren aus Schwaben auf ihrer Heimbahn ein versöhnlicher Tagesabschluss. Auch am Samstag waren Beine und Laune gut und so sprang mit der lautstarken Unterstützung der Trainerin vom Bahnrand aus noch eine Bronzemedaille über die 500m-Zeitfahrstrecke heraus. Der Sieger in diesem Wettkampf, Sportfreund Jan Wälzlein vom VFR Herpersdord, war hier der unbestrittene Favorit: eine ganze Sekunde nahm er dem Zweitplazierten ab; Hartmann (Bild) nur vier Hundertstel dahinter. Ein würdiger erster Sieger. Den Abschluss der Wettkämpfe in Augsburg bildete dann das U17-Punktefahren. Auch hier Hartmann voll motiviert und taktisch gut durchdacht. Die Konkurrenz ließ er zunächst gewähren, startete dann selbst einen Angriff direkt nach der ersten Wertung … tja, … und wurde nicht viel später dann ganz unglücklich und sehr unsanft von seinem Rad geholt. Wieder. Ein Mitstreiter hatte seitlich nicht mit ihm gerechnet, konnte nicht mehr gegensteuern und hängte den Würzburger schließlich mit seinem Hinterrad auf. Dieser war ebenfalls nicht mehr in der Lage zum Aussteuern, stürzte und rutschte einige Meter weit über die Holzbahn. Rennen aus, Zeitfahranzug zerrupft, Vorderrad kaputt, Gabel verschrammt, Helm gebrochen … aber Gott sei Dank der ganze Kerl – von einigen Schürfwunden abgesehen – noch intakt. Das aber half alles nichts: Hartmanns Wut über das Rennaus war unermesslich.

Auch wenn der RSGler sein gelbes Trikot durch den Sturz im Punktefahren ganz knapp an Sportkamerad Wälzlein verlor, steht unterm Strich der Bayerischen Bahnmeisterschaften dennoch ein positives Ergebnis: aus vier Wettkämpfen drei Medaillen … und bereits beim Kriterium in Ansbach am Sonntag sollte Hartmann gute Gelegenheit für einen sportlichen „Rückschlag“ haben.

Beim dritten und letzten Wertungslauf zu Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in Ansbach waren dann auch wieder (nahezu) alle anderen Würzburger mit am Start. Wer nicht anderweitig radsportlich unterwegs war, stellte sich der schnellen Rundenjagd auf einem vermeintlich leichten Rennkurs. Ebenso wie die „Lizenzer“ tat dies zum ersten Mal auch ein ganz junger und frischer Nachwuchs: Philipp Hartmann wollte es seinem Bruder gleichtun und ihn nicht nur vom Streckenrand aus anfeuern, sondern selbst einmal Rennluft schnuppern. Beim Rennen des Ersten Schritts fuhr der 1998er schnelle vier Runden auf dem flachen Sprinterkurs und platzierte sich als dritter seines Geburtsjahrgangs in der Mitte des Feldes beim Zieleinlauf. Erstes Rennen prima geschafft!

Bereits bei den Schülern U15 mit den Würzburgern Hellmund und Herrmann wurde dann etwas später aber gleich richtig scharf geschossen: Tempo hoch, Grüppchenbildung und ein erlesenes übriges Häufchen. Dieser konsequenten Sortierung des Fahrerfeldes fielen auch die beiden RSGler zum Opfer – diesmal gab es für die Unterfranken nichts zu erben.

Gleiches Schicksal ereilte bei der Jugend U17 auch Nils Beese, der – nach langem und tapferem Kampf – der Wärme und dem hohen Tempo Tribut zollte und selbst ausschied. Ebenfalls zum Leidenden unter Rennbelastungen wurde der neue Träger des Führungstrikots, Jan Wälzlein, der zunächst zwar aktiv fuhr, dann aber vom „Mann mit dem Hammer“ überrascht wurde und letztlich ausgepumpt aufgab. Das recht zügige Tempo an der Spitze des Rennens hatte er, wie auch die anderen unter anderem dem Würzburger Hartmann zu verdanken, der wieder höchst aufmerksam Punkt um Punkt sammelte, attackierte, dem Feld zwei Runden enteilen konnte … und mit dem vierten Tagesendrang nicht nur die Silbermedaille der Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft nach Würzburg fuhr, sondern sich auch mit nun vier Punkten Vorsprung wieder das gelbe Trikot zurückholte.

Gesicht des Sportlers am Ende des Rennwochenendes: gerötet, geschafft, aber strahlend! Glückwunsch!

Bier, Sekt, Selters und „Radeln um die Wurst“
Rennrad Jugend liefert mannschaftlich geschlossenes Zeitfahren in Dittigheim
Hartmann fährt Deutsche Bahnmeisterschaft
13.07.2009

Zur Zeit gibt es innerhalb der Nachwuchsabteilung der Würzburger Rennsportler gefühlsmäßig alles: angefangen bei leidigen Enttäuschungen bis hin zur großen Freude über errungene vordere Platzierungen. So soll gleich an der Stelle eine ebenso tolle und sportlich gute Leistung der RSG-Schüler U15 vom vorletzten Wochenende nachgereicht werden. Beim Kriterium im oberfränkischen Strullendorf wurden die Würzburger Till Hellmund, Gabriel Herrmann und Sabrina Schulz 2. (!), 4. und 6. Neben den Rennleistungen der U17 freitags zuvor ein toller Wochenendabschluss!

So, wie die letzte Rennwoche endete, hätte sie gerade weitergehen können und dürfen. Mit guter Vorbereitung und noch größerer Motivation meldete sich der Würzburger Jugendfahrer Andreas Hartmann bereits am Dienstag Morgen zur Anfahrt zu den Deutschen Bahnmeisterschaften des Radnachwuchses in Erfurt ab. Im Team der Bayern standen zwischen Mittwoch und Freitag mehrere Disziplinen auf dem Rennprogramm. Der Wettbewerb der 2000-Meter-Einerverfolgung am Mittwoch ließ bereits aufhorchen; nur einen Wimpernschlag nach Bayernkollege Julian Schneider aus Karbach platzierte sich Hartmann als 13. Das für den Donnerstag angesetzte Mannschaftszeitfahren allerdings ging nach guter Ausgangslage dann leider gründlich daneben. Dennoch: die Bayern-Jungs hatten es gar nicht schlecht angestellt und schlugen sich trotz wenig gemeinsamer Vorbereitungszeit wacker; der Bayern-Vierer lag zur Mitte des Rennens aussichtsreich auf einem Qualifikationsplatz für das kleine Finale um Platz drei. Dann aber gingen statt dem geplanten einen Fahrer gleich zwei „fliegen“, heißt: konnten den Anschluss an die beiden starken Hartmann und Schneider nicht halten; jene mussten auf ihren dritten Mann warten (bei ihm wird die Zeit genommen) und gezwungenerweise Tempo herausnehmen. Und schließlich rutschte der abgehängte vierte Mann zu guter Letzt auf der Finalrunde noch in die verbliebenen drei Bayern … Quali weg, Schürfwunden, Scheibe kaputt, Rahmen geliefert. Kommentar Hartmann „… ich hätt ihn …!“ Über Hartmanns Moral für das abschließende Punktefahren am Freitag brauchen wir nicht weiter nachzudenken. Dennoch soll etwas Positives stehen bleiben: über Hartmanns Individualleistung, heißt die Vorbereitung und die gefahrenen Zeiten, sprach sich der bayerische Landesverbandtrainer vollauf zufrieden aus. „Das passt.“ So hieß es für den Würzburger am Wochenende dann zunächst einmal pausieren, Kraft und Motivation tanken und damit sah die Welt nach lockerem „Gekuller“ am Sonntag Morgen schon nicht mehr ganz so schlimm aus. „… und die Deutsche Madison ist ja auch noch …“, so Hartmann am Sonntag Abend.

Während der eine pausiere, schafften die Mannschaftskollegen und –kolleginnen an einem weiteren sportlichen Wochenende. Nachdem die bekannten Zeitfahrwettbewerbe in Dittigheim im letzten Jahr leider ausfallen mussten, wollten nicht nur wieder die „großen“ der RSG, sondern heuer auch die Rennradnachwüchse groß angreifen. So konnte die Jugendabteilung zwei Vierer-Mannschaften stellen, die Trainerin wurde in eines sportlichen Mädelsteam der RSG gepackt und auch die Renntaktik stand schon einige Tage vor dem eigentlichen Wettbewerb.

Den Anfang in Dittigheim machte der Würzburger Junior Hannes Rapp bereits am Samstag beim Duathlon über knapp vier Kilometer Laufen, anschließenden knapp acht Kilometern Radfahren und abschließenden wieder 400 Metern Laufen. Während die Konkurrenz sehr schnell unterwegs war und Rapp „erst“ als neunter auf sein Rad stieg, konnte er doch auf der – dennoch etwas kurzen Radstrecke – einige Mitstreiter auffahren und platzierte sich schlussendlich auf einem vierten Gesamtrang und zweiten Podestplatz seiner Altersklasse.

So gut vorbelastet stellte er sich am nachfolgenden Sonntag für einen RSG-Vierer zur Verfügung. Zunächst schickte aber der Veranstalter einige Herrenteams und die zwei RSG-Damen-Vierer auf die Rennstrecke über fünf Runden zu je knapp vier Kilometern. Kurze Vorbereitungszeit zur Schnell-und-Feinabstimmung, dann fiel der Startschuss. Die Mädels fuhren sauber, Jugendtrainerin Seyler selbst auch mit und coachte dabei ihre „Frauschaftskolleginnen“ – das reichte zum überraschenden Sieg über das zweite Frauenteam in etwas über 31 Minuten. „Die mannschaftliche Geschlossenheit war einfach besser.“, so die Beobachtungen von außen. Auch die Nachwuchsteams schlugen sich im Wettbewerb mit ausnahmslos Erwachsenen-Vierern gut. Jugendteam eins mit Beese, Rapp, Schulz, Schwarzmann bot lange zu viert der Konkurrenz Paroli und selbst als Rapp kurz vor der letzten Runde aufließ, fuhren die verbleibenden drei sauber und in einer Zeit von etwas über 27 Minuten ihr Rennen gut durch. Nur knapp zwei Minuten langsamer war der zweite Nachwuchs-Vierer der etwas jüngeren mit Belger, Hellmund, Herrmann, Schulz (Sabrina). Auch sie verkauften sich im überwiegend ausgewachsenen Feld sehr gut.

Wieder etwas erholt gingen schließlich nur noch drei der Rennrad Jugend – Belger, Schwarzmann und Seyler – beim abschließenden Einzelzeitfahren über drei Runden an den Start, konnten dort aber auch überzeugen. Schwarzmann auf Rang 5, Belger auf 7 und Seyler auf 9 bzw. mit dem Sieg der Frauenwertung.

Zur Siegerehrung am Nachmittag waren dann aber wieder alle dabei: Die Dittigheimer machten alle zu Siegern. T-Shirts, Urkunden, Wurstpakete, Schinken, Sekt und Bier als Sachpreise, Fotos und strahlende Gesichter – nicht nur bei den Jugendlichen!

Dank der tollen und reibungslosen Organisation der Dittigheimer gab es am vergangen Wochenende tollen Sport ohne lästiges „Improvisieren“. Ein dickes Lob für die Veranstalter und angesichts der regen und fröhlichen Beteiligung der Würzburger „jungen“ und „alten“ für nächstes Jahr absolut zu empfehlen!

WAHNSINN!
Rennrad Jugend: Zahlreiche Ergebnisfeuerwerk am ersten Juliwochenende
06.07.2009

...
wenn’s mal läuft – laufen lassen! So schien das ausgegebene Motto für die zahlreichen Rennstarts in den Reihen der (Rad-)Sportnachwuchsathleten der RSG Würzburg.

Den Startschuss für ein sportlich sowie persönlich so erfolgreiches Wochenende gab am Freitag der RSG Junior Hannes Rapp. Zur Zeit außer Rad-Dienst in Lizenzrennen seiner Altersklasse gestellt – die Form stimmt, die Radlaune aber macht einen Leistungsabruf momentan nicht möglich – startete er am Freitag Abend beim anspruchsvollen Kitzinger Krankenhauslauf, wo nicht nur zahlreiche gute Profi- und Hobbyläufer der Mittelstreckendistanz sich miteinander messen, sondern auch die Kitzinger Sparkasse einen erheblichen Betrag – je nach Starterzahl – dem Kreiskrankenhaus zu einem guten Zweck stiftet. Der Top-Organisation sollte beinahe aber noch ein Gewitterguss in die Quere kommen. Über Kitzingen brodelte und grummelte es; eine ziemlich dunkle Wolke braute sich zusammen. Das Gewitter kam aber doch weniger schlimm als befürchtet – lediglich ein kühler Wind und einige kühlende Tropfen von oben sorgen eher im Gegenteil für bestes Laufwetter und ein wenig Abkühlung anch der Hitze der vergangenen Tage.Neben einigen lokalen Läufergrößen also Rapp für die RSG Würzburg unterwegs auf knapp sieben Kilometern und über einige knackige Hügel. Nach dem Überqueren der Ziellinie als Gesamt 18. in etwas mehr als 28 Minuten war die Überraschung über die eigene Leistung groß, die Freude über das gute Ergebnis aber noch größer.

Fazit: Wochenendeinstieg geglückt!

Ebenfalls am Freitag stand für die nun tatsächlich noch radelnden RSG-Fahrer der Altersklasse Jugend U17 mit Nils Beese und Dominic Schulz das traditionelle Freitag-Abend-Kriterium in Altenkunstadt an. Wie auch die U15 am Sonntag (siehe später) mussten die Jugendfahrer an diesem Wochenende alleine an den Start – die Trainerin war durch Familiengeburtstag verhindert. Ebenso leider nicht mit im Rennteam die U17er Andreas Hartmann (Bahnlehrgang) und Niklas Schwarzmann. Er hatte sich in der vergangenen Woche einmal wieder den Daumen ausgerenkt und sich anschließend zähneknirschend im Krankenhaus einen Gips verpassen lassen – da ist Rennen fahren natürlich abgehakt. Aber nicht nur diesmal zeigten „die Jungs“, dass sie auch in kleiner Zahl und ohne die Chefin gut Rad fahren können! … und nicht nur Rad fahren – auch Rennberichte schreiben wird nun geübt. Deswegen folgend der O-Ton des RSG-Jugendfahrers Dominic Schulz aus dem Renngeschehen

„Hallo Janina,
kurz noch ein paar Infos bezüglich des Rennens in Altenkunstadt. David Jaksch hat das Rennen souverän mit 51 Punkten gewonnen dahinter war Marcel Schmitt mit 27 Punkten und dritter war dann ich mit 25 Punkten, Nils war 6. mit ungefähr 10-15 Punkten. Während des Temporennens wurde ich bei den vielzähligen Wertungen erster oder zweiter und habe so einige Punkte erfahren können, Nils konnte sich auch noch bei ein paar Prämiensprints sein Taschengeld aufbessern (nach einem fast Sturz) ;-). Das Rennen wurde auf 25 Runden verkürzt, aber es würde trotzdem heftig gefahren, in der letzten Runde nach dem Nils die Wertungsprämie gewonnen hatte, konnte ich mich vom Hauptfeld absetzen und habe mir so bei der Zieldurchfahrt 10 Punkte ergattert!! ;-) Gruß, Dominic!"

Fazit: Altenkunstadt zusammengefasst: Beese 10., Schulz Podium – Wochenendeinstieg perfekt! Glückwunsch!

Ein ebenso gutes, wie nicht unbedingt ausschließlich radsportliches Ergebnis gab es nochmals am Sonntag zu vermelden. Nach der ersten Triathlonteilnahme beim Fun-Triathlon des Fitness-Studios lifestyle am Erlabrunner See noch im Juni hatte RSG Junior Hannes Rapp scheinbar Blut an der drei Disziplinen-Kombi geleckt. Am vergangnen Sonntag dann also der zweite Start beim Kurztriathlon im mittelfränkischen Hersbruck über 300m Schwimmen, 20km Radfahren und abschließenden 5 Kilometern Laufen. Mit einer noch optimierbaren Schwimmleistung ging Rapp als einer der letzteren unter insgesamt 140 Athleten aus dem Wasser, konnte auf der (anspruchsvoll-welligen) Radstrecke dann aber einmal wieder Konkurrent um Konkurrent gut machen. Von Beginn der 20 Kilometer ging es stetig bergan – ein giftiger Schlussanstieg sorgte für einen hohen Puls kurz vom Wechsel in die Laufschuhe. Es folgte eine ebenso anspruchvoll wellige Laufstrecke – zumindest vor der direkten Sonne geschützt – im Wald zu einer Wende und retour. Rapp musste hier Federn lassen, war aber dennoch schnell und notierte nach etwa 1:09:00 im Ziel auf einem respektablen 27. Rang unter 140 Teilnehmern und dem 2. Platz in seiner Altersklasse der Jugend A.

Fazit: Herbruck ist immer für einen Pokal gut – der zweite!

Last but not least fehlen schließlich noch die Ergebnisse der Schüler U15 vom Rennen in Strullendorf ebenfalls am Sonntag – hier gibt es leider noch keine Rückmeldung von Seiten der Fahrer. More to come.

Belger lässt Sprinterqualitäten aufblitzen
Linkenheimer Kriterium beschwert Würzburger Rennfahrern
Top-10-Ergebnisse und zwei Prämien
22.06.2009

Einmal wieder führte der Weg die Würzburger Jugend-Rennradsportler ins Badische: Radkriterium an der Radrennbahn in Linkenheim. Während die beiden RSG Jugendfahrer der U17 Andreas Hartmann und Niklas Schwarzmann aufgrund eines Vorbereitungslehrgang für die Deutschen Bahnmeisterschaften und eines Start beim Mountainbikemarathon in Frammersbach abwesend waren, starteten die sechs anderen Teamkollegen und –innen der U15 und U17 beim flachen, schnellen und recht sommerlich warmen Radkriterium.

Bei den drei Schülern U15 Sabrina Schulz, Till Hellmund und Gabriel Herrmann galt die Devise: mitfahren und schauen, was nach vorne geht. Das konnten die beiden Jungs auch gut umsetzen. Radsportmädel Sabrina Schulz ereilte das Schicksal eines „Lochreißers“ – Rennausstieg aber weit gefehlt! Sie fuhr ihr Rennen über die volle Distanz durch. Vorne zeigten die beiden anderen Schüler großes sportliches Engagement: Immer wieder wollten Grüppchen dem Feld entkommen, nicht aber mit Würzburger Gegenwehr. Hellmund und Herrmann drückten immer wieder drohende Löcher zu und leisteten tolle Nachführarbeit. Für Wertungspunkte aber reichte es leider (noch) nicht – dennoch für Hellmund und Herrmann ein neunter und zwölfter Endrang.

Im Gegensatz zur Rennklasse U15, wo keine Führungsgruppe dem Feld entkommen konnte, ging im nachfolgenden Rennen der Jugend U17 mit Nils Beese, Lukas Belger und Dominic Schulz eine sieben-köpfige Spitzengruppe. Ein Würzburger aber war darin aber leider nicht vertreten. Nichtsdestotrotz ließ sich das nachfolgende Feld noch nicht ganz entmutigen. Das Gros der Nachführarbeit allerdings leistete hier der RSGler Dominic Schulz, der seine Mitstreiter immer wieder beschwur, sich an der Arbeit zu beteiligen. Die Spitze des Rennens konnten sie nicht mehr einholen – so waren also auch die ersten Plätze weg – aber angesichts der noch immer engagierten Fahrweise des Feldes veranlasste die Jury, eine Dreifachbarprämie von 15, 10 und 5 Euro nicht unter der Spitzengruppe zu verteilen, sondern vom Feld ausfahren zu lassen. Diese Ansage via Lautsprecher allerdings ging im allgemeinen Renngetümmel unter; die Glocke zur Prämie hörten die Fahrer zwar und so sorgte dieses Signal für kurzzeitige Verwirrung bei den Rennfahrern. In weiser Voraussicht informierte die Trainerin Seyler ihre Würzburger vom Streckenrand aus und so waren die Vorbereitungen klar: Sprint. Schulz wunderte sich nicht schlecht, als kurz vor der Zielkurve Mannschaftskollege Belger in vollem Tempo neben ihm im Spurt auftauchte. Beide zogen ab und konnten mit Schulz relativ souverän und mit Belger durch einen überzeugenden und konsequent durchgefahrenen Sprint die Plätze eins und drei mitnehmen. In der Endabrechnung sah es leider etwas weniger, aber dennoch solide-erfolgreich aus: Beese und Belger satt im Feld, Schulz im Endeinlauf auf dem 10. Rang.

Ganz im Gegensatz zu den Radrennfahrern hat es RSG-Junior der U19, Hannes Rapp, ins Läuferlager verschlagen. Nach dem guten fünf-Kilometerlauf beim Erlabrunner Triathlon war sein Ehrgeiz geweckt und so startete er am Sonntag beim Mukoviszidose-Spendenlauf im unweit entfernten Gnodstadt über knapp vier Kilometer. Auf einer anspruchsvollen Laufstrecke machten etwas 120 Starter seiner Klasse schon zu Rennbeginn richtig Dampf. Das kostete aber im Verlauf des Rennens – Rapp lief unbeeindruckt mit und konterte am Schluss: die Konkurrenz war platt, der Weg nach vorne damit frei. Der Lohn hierfür für ihn der vierte Platz und ein bisschen Bestätigung und weitere Trainingsmotivation.

„Abgeräumt“
Radsportliches Freud und Leid bei den Nachwuchsathleten der RSG Würzburg
15.06.2009   Janina Seyler

Einmal wieder gingen die Nachwuchssportlerinnen und –sportler der RSG-Rennrad Jugend an verschiedenen Orten an ihre jeweiligen Rennstarts: ein fast „familiäres“ Nachwuchsrennen im unterfränkischen Stadtlauringen im Rahmen der Internationalen Mainfrankentour der U23, ein hochklassiger Start bei der Deutschen Straßenmeisterschaft der U17 jeweils am Samstag; der enorm gewachsene Fun-Triathlon am Erlabrunner See am Sonntag – das das Wochenendprogramm.

Während der Würzburger U17-Fahrer Andreas Hartmann bereits am Freitag zur Deutschen Meisterschaft nach Parchim/Schwerin abreiste (dazu später), konnte die RSG Würzburg alle verbliebenen Rennradsportler beim Rennen in Stadtlauringen an den Start bringen. Aufgrund der übersichtlichen Starterfelder in den Altersklassen, entschied der Veranstalter eine „Zusammenlegung“ der Rennen, wobei man zunächst die Junioren losschickte, fliegend nach der ersten absolvierten Runde die Jugendfahrer dazusteckte, ebenso zwei Runden später die Schüler U15 losließ und für die letzte Runde auf dem Straßenkurs die U13 startete. Für den Feld-Zieleinlauf mit Kameraauge war ein nachträgliches Klassifizieren der Starter und die Ergebniserstellung für die jeweiligen Altersklassen dann keinerlei Problem. Außerdem hatten die jungen Sportler die gute Möglichkeit, auch mal bei den älteren Kollegen im Renngeschehen Technik und Taktik „live“ abzugucken. Der Rennverlauf in Stadtlauringen ist schnell beschrieben: alle RSGler konnten sich gut verkaufen; die Jugendfahrer U17 zeigten in persona Niklas Schwarzmann mit einem Angriff auf der letzten Runde Kampfesmut, der aber leider nicht belohnt, sondern der Fahrer kurz danach wieder geschluckt wurde. Noch besser aber lesen sich die Endergebnisse: die U17er mit Nils Beese, Lukas Belger, Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann konnten einen knappen vierten (Schulz), zehnten (Beese), elften (Schwarzmann) und 16. (Belger) für sich und die Teamstatistik verbuchen. Etwas weiter nach vorne ging es bei den Schülern U15. Till Hellmund fuhr mit dem dritten Platz seinen ersten Podestplatz dieser Saison ein. Ein „alter Hase“ im Renngeschäft ist nun nach fast eineinhalbjähriger Krankheit und Reha wieder in den Renn-Reihen der RSG mit dabei und absolvierte in Stadtlauringen sein Einstiegsrennen: Gabriel Herrmann zeigte eine engagierte Leistung, hielt sich wacker im Renngeschehen und wenn er nicht in einen fast-Sturz auf der zweiten Runde verwickelt worden wäre, dann hätte der Sprinter-Typ Herrmann sicher noch weiter als auf dem dennoch tollen vierten Platz landen können. Komplettiert wird das Ergebnis in Stadtlaurigen von der U15 Schülerin Sabrina Schulz mit einem siebten Endrang.

Fazit: RSG räumt ab.

Nach fleißiger Trainings- und Rennarbeit, der Berufung in den Bayernkader und bereits einigen nationalen Top-Ergebnissen stand am Samstag in Parchim für Andreas Hartmann eine weitere sportliche Herausforderung auf dem Rennplan: Deutsche Meisterschaft/Straße. Hochmotiviert, gut trainiert, aber leider etwas angekränkelt reiste Hartmann mit dem Bayernkader bereits am Freitag zum Rennen an. Ins Renngeschehen: mit einem 36er-Stundenmittel „nicht wirklich meisterlich“ waren die deutschen Jugendfahrer zwar nicht allzu schnell unterwegs, dennoch wurde recht scharf gefahren. Heißt: Geschiebe und Stürze von Beginn an. Einer davon selektierte die bayerischen Vertreter bereits früh; Schürfwunden, Rahmenbrüche und Rennaufgaben waren die Folgen. Hartmann selbst kam glücklich und sturzfrei davon – vorerst. Vielleicht täte ein Ausreißversuch gutes – Vermeidung von allzu großen Gruppen. Der Mitstreiter Keller, mit dem der Würzburger bereits beim Kriterium in Günzach dem Feld enteilt war, sprach Hartmann an, ob sie nicht eine Attacke wagen sollten. Diese allerdings fiel aus: beide Fahrer eingeklemmt. Lag der RSGler dann bei der ersten Zieldurchfahrt dennoch ganz vorne etwa an Position vier, begann der mitangereiste Vater schon zu hoffen. Alle Hoffnungen diesbezüglich wurden aber leider jäh mit einem Sturz an der 1000-Meter-Marke zerstört. Einige Fahrer unterschätzen die Bordsteinkante, legten sich auf die Straße und machten die Durch- und Weiterfahrt dicht. Hartmann selbst stürzte gleich mit und damit war nicht nur die Laune entsprechend, sondern auch die Top-Platzierung weg. Wäre ein Top-Ergebnis durchaus möglich gewesen, muss man hier aber positiv-realistisch bleiben und alleinig Gesundheit, Qualifikation und Teilnahme an der Deutschen mit guten Chancen hochhalten. Zwei deutsche Bewährungsproben gibt es schließlich noch: Bahn und Zeitfahren!

Fazit: RSG abgeräumt.

Last but not least kämpften zwei RSGler – die anderen durften „ruhetagen“ – beim Erlabrunner Fun-Triathlon des Fitness-Studios „lifestyle“. Der sportlich vielseitige RSG-Junior Hannes Rapp überlegte eine Teilnahme und steckte mit seinem Vorhaben sogar die Nachwuchschefin Janina Seyler an. So absolvierten beide am Sonntag ihren ersten Triathlon. Die Erwartungen waren ehrgeizig, aber durchaus realistisch gesteckt: die Fitness stimmt, übermütig auf’s Ergebnis wollte man/frau aber beim „Erstversuch“ unter knapp 300 Startern nicht schauen. Nach den 300 Metern Schwimmstrecke zeigte sich aber, dass die beiden beim Zeitfahren Meter um Meter gut machten. War die Strecke mit knapp 34 Kilometern wellig-anspruchsvoll, so konnten die beiden doch zahlreiche Plätze gutmachen und einige Fahrer und Fahrerinnen auffahren. Als zwei unter den Top 20 stiegen sie nach 59 Minuten bzw. 1:03:00 von Rad und wechselten die Schuhe für die abschließende fünf Kilometer lange Laufstrecke. Rapp war schnell, lief auf den 5km flotte 18 Minuten; bei Seyler ging es schwer los, aber am Ende gut aus. Endresultat nach einer Wettkampfzeit von 1:31:00 in der Fun-Distanz Endrang fünf für Rapp; bzw. nach 1:38:00 Podestplatz zwei (Gesamt Top 15) für Seyler bei den Frauen. Einstand geglückt! Einziger Wehmutstropfen hierbei: der Veranstalter hatte keine eigene Frauenwertung vorgesehen; so wurden lediglich die männlichen drei Ersten der Fun- und der Olympischen Distanz, wie die Sieger der Firmenstaffel mit Pokal und Sachpreis geehrt. Sämtliche Top-Frauen blieben ungenannt und ungeehrt für ihre ebenso tollen Leistungen. Schade.

Fazit: RSG räumt ab.

Bei 2:1 für RSG räumt ab ein sehr positives Wochenend-Gesamtergebnis!

Fleiß wird belohnt
Solide Ergebnisse für Rennrad Jugend beim Kriterium in Eglosheim
Hartmann auf Rundfahrt in der Lausitz
15.06.2009   Janina Seyler

Übung macht den Meister. So einfach ist das. In der Schule und im Radsport auch. Und: Die Nachwuchsathleten der RSG Würzburg üben fleißig. Nicht nur im Ferientraining, sondern allmählich kommen nach den anders strukturierten Straßenrennen (und entsprechenden Fertigkeiten) auch die Antrittsschnelligkeit und der Riecher für die eigene Positionierung im Renngeschehen für die nun vorherrschenden Kriterien zurück.

So wartete am vergangenen Donnerstag – Fronleichnam – auch ein erneuter Wettkampfeinsatz beim Kriterium in Eglosheim nahe Ludwigsburg auf die Leistungen der Würzburger. Lediglich vier Nachwüchsfahrer/innen konnte die RSG ins Badische entsenden – sowohl Ferien- und Urlaubszeit als auch anderweitige Renneinsätze forderte einige Abwesenheiten – dennoch notierten alle vier Würzburger/innen auf Rängen unter den ersten 20.

Als jüngerer Jahrgang der Rennklasse Schülerinnen U15 durfte Sabrina Schulz in Eglosheim noch im Rennen der männlichen Schüler U13 starten. Dies ermöglicht ein besonderes Reglement, das den schnellen Mädels noch größeren Anreiz zum Rennen fahren bieten soll. Im Falle, dass kein eigenes Mädchenrennen ausgeschrieben ist, darf der jeweils jüngere weibliche Jahrgang nämlich eine Klasse tiefer starten. Wohlgemerkt aber auch mit der entsprechend etwas kleineren Übersetzung. Dies nutze die Würzburgerin Schulz aus und erführ sich ein weiteres Top-10-Ergebnis mit dem 10. Rang. Till Hellmund als Schüler U15 dagegen musste auch bei den Schülern U15 ran. Kein Problem – er notierte am Ende des Rennens auf Rang 11. Top für einen eigentlich eher den Bergen zugeneigten Fahrer.

Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann waren die beiden RSGler im Feld der Jugend U17, das während des Rennens weitgehend zusammenblieb – niemand wollte wirklich alleine hinaus in den böigen Wind. Obwohl die Ergebnisse mit Schulz als 11. und Schwarzmann als 16. eigentlich wenig tadelig sind, kann noch an der bekannten „letzten Konsequenz“ gefeilt werden. Heißt: Attacken ohne zögern durchziehen, Orientierung nach vorne und weiter fleißig an der Tempohärte arbeiten. Dennoch: ein solider badischer Renntag für die RSG Würzburg.

Während die Vereinskollegen am Donnerstag aktiv waren, galt für den zu Hause gebliebenen U17er Andreas Hartmann Ruhe zu halten; ihm stand ab Freitag erneut ein Rundfahrtwochenende mit der Lausitzrundfahrt im Kreis der Bayernauswahl bevor. Das Zeitfahren war geprägt von noch erheblichen Windböen der letzwöchigen Wetterlage. Hinwärts mit locker 50km/h gerollt, war es auf der Rückstrecke ein Kampf gegen Uhr und Gegenluft; Hartmann unter den Top 30. Mit „guten Beinen“ lief es dann im Kriterium anderntags noch besser. Keiner der Favoriten wollte oder konnte so richtig fahren. An der Spitze des Rennens fuhren immer einmal wieder einzelne Fahrer, ohne aber eine richtige Attacke zu Ende zu führen. Den Drang an die Spitze verspürte der Würzburger RSGler aber auch bei der Rundfahrt „… habe ich mal nach vorne gedrückt“. Als dem Spitzentrio Hartmann, Donath und Co. niemand aus dem Feld nachstellte, entschied der RSGler „jetzt aber schnell“ – die Flucht zahlte sich aus. Nur wenige Wertungspunkte mehr hätten Hartmann beinahe das Podium beschert, so beendete den Kriteriumslauf der Rundfahrt dennoch mit der tollen fünften Platzierung. Mehr hätte aus bei Rundstrecken- und Straßenrennen werden können: Bei der Rundstrecke vor dem Finale in aussichtsreicher vorderer Fahrerreihe, legten sich doch einige Konkurrenten glatt quer über die Straße … und nahmen auch Andreas Hartmann mit. Glücklicherweise nur ganz leicht angeschrammt und ohne Materialschaden war aber eine vordere Platzierung weg. Auch beim Straßenrennen wurde buchstäblich mit harten Bandagen gefahren. Die türkischen Mitstreiter hatten den Straßenwettbewerb wohl mit der Bahndisziplin Keirin gleich Kampfsprint verwechselt und fuhren in der Lausitz mächtig die Ellenbogen aus. Unter anderem auch einen in den Rippenbogen des Würzburgers. Das zog natürlich den Mut für den Felderkampf und zudem rappelte es auch in diesem Rennen kurz vor dem Zielsprint: Gebremse, Geschiebe und weg war der Topplatz. In der Endabrechnung der Rundfahrt 26. – trotzdem als damit bester Bayer respektabel!

Kraftakte
Kriterium in Günzach fordert Rennrad Jugend alles ab
und beschert der RSG weiteren Podestplatz
31.05.2009   Janina Seyler

Ferienzeit – Urlaubszeit. Nein, so einfach ist es im Radsport nicht! Gerade die Ferien werden im rennsportlichen Nachwuchsbereich zum Feintuning gerne und ausgiebig genutzt.

Bereits am ersten Ferienwochenende der Pfingstferien lud der Bayerische Radsportverband man die Jugendfahrer der U17 zum Bahnlehrgang; diesen folgten am mittleren Ferienwochenende nun die Schülerinnen und Schüler der U15. Für die RSG Würzburg erstmals auf der Augsburger Bahn dabei: Sabrina Schulz und Till Hellmund. Während der U17er Andreas Hartmann auf der Bahn schon ein „alter Hase“ ist, sollte es für die jüngeren Sportler spannend werden: ihr erster Kontakt mit einer richtigen Radbahn (ein Training auf einer flachen Tartanbahn haben sie schon hinter sich) und vor allem mit einem waschechten Bahnrad „ein Gang, starre Nabe und das hat ja gar keine Bremsen!“. So absolvierten die „kleinen“ also nach herzhaftem Wochentraining bereits ab Freitag Bahnprogramm, bevor es am Sonntag beim Rennen in Günzach (Allgäu) auf die Strecken der Altersklassen gehen sollte.

Gut gelaunt und bereits relativ geschafft trafen am Sonntag dann alle RSGler bei strahlendem Radwetter in Südbayern (Abfahrt in Würzburg bei Regen!) zum zweiten Lauf zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft zusammen.

Wie auch bereits in Kulmbach, wurde das Rennen in Günzach über 25 Runden wieder nach dem besonderen Meisterschaftsmodus ausgefahren: jede Runde zwei und einen Punkt, dazu in allen Fünferrunden die reguläre Kriteriumswertung mit 5, 3, 2 und einem Punkt. Bei den U15ern konnten diesmal leider weder Sabrina Schulz noch Till Hellmund ins Renngeschehen eingreifen. „Dicke Beine“ bei den Lehrgangsteilnehmern und ein enormes Tempo vorne im Rennen ließen das Feld schnell in diverse Gruppen und Grüppchen auseinanderfliegen; Hellmund in der zweiten Feldgruppe, etwa unter den ersten 15 Fahrern; Schulz etwas dahinter. Aber: alle durchgefahren.

Noch einen Tick schneller ging es bei den älteren Jugendfahrern der U17 zu. In Kulmbach war bei allen bayerischen Aspiranten auf den Kriteriumstitel der Wurm drin: morgendlicher Sturzreigen auf der Bahn, platte Beine, fehlende Aufmerksamkeit für „Feldflüchtlinge“. In Günzach wollten diesmal alle aufmerksamer sein. Doch bereits vor und am Start wirbelte es kräftig: „zügige“ Autoanfahrt zum Rennen, dem Herpersdorfer Bayernfahrer Winkler riss just vor der Startaufstellung der Schaltzug – er fuhr dann lachend und mit nur zwei Gängen (!) „groß/klein“, Startgeschiebe, der baden-württembergische Auswahlfahrer Keller versuchte eine Flucht; ihm auf den Fersen der Würzburger Andreas Hartmann. Das sollte sich auszahlen: nicht nur für Keller, der vorne hinaus fleißig Punkt um Punkt mitnahm und das Rennen souverän gewann, sondern auch für RSGler Hartmann. Er konnte mit seinem Nachstellversuch ebenso zahlreiche und wertvolle Wertungspunkte und damit einen Vorsprung auf die Konkurrenz gleich zu Rennbeginn mitnehmen. Für die anderen gestarteten Würzburger Nils Beese, Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann sollte es nicht ganz so gut gehen. Beese als jüngerer Jahrgang „zahlte“ aufgrund seines Alters; Schulz und Schwarzmann fehlte aufgrund Krankheit und Rennabwesenheit noch die letzte Tempohärte. Das Kampfgericht nahm sie der Übersichtlichkeit des Rennens wegen aus dem Lauf. Gegen Rennende wurde es dann aber auch bei Andreas Hartmann schwer. Hartmann wollte sich noch um weitere Punkte, aber der Kraftakt zu Rennbeginn hatte Körner gekostet. Der Würzburger hielt sich im Feld – tolle (!) Unterstützung mit wirklich sportlicher Größe dabei von Sportfreund aber auch Wertungskonkurrent um das gelbe Führungstrikot Jan Wälzlein aus Herpersdorf (der Dank an ihn sofort nach dem Rennen!) – und sicherte sich damit den dritten Platz, damit ein weiteres Podium für die RSG und obendrein das gelbe Führungstrikot der Bayernwertung wieder.

Nach kurzer Regeneration steht bereits am Feiertags-Donnerstag der nächste Renneinsatz auf dem Saisonplan: Kriterium im baden-württembergischen Eglosheim bei Ludwigsburg für das Gros der RSGler. Daneben wird Andreas Hartmann mit einer bayerischen Auswahl ab Freitag bei der Lausitz-Rundfahrt der Jugend ein knackiges Wochenendprogramm absolvieren.

Die Ergebniserwartungen verändern sich
RSG Rennrad Jugend mit soliden Ergebnissen beim Kriteriumsauftakt in Kulmbach
31.05.2009   Janina Seyler

Je höherklassig die Vorrennleistungen werden, desto eher verschieben sich auch die Erwartungen bezüglich der eigenen Leistung … dennoch: wieder einmal zeigte sich beim Kriteriumsauftakt in Kulmbach, dass die Nachwuchsrennsportler der RSG Würzburg gut mithalten können!

Nach zahlreichen Straßen- und Rundstreckenrennen läuteten die RSGler im oberfränkischen Kulmbach am vergangenen Samstag die Kriteriumssaison 2009 ein. Unweit der bekannten Brauerei und auf dem angrenzenden Zufahrtsgelände wurde auf einem schnellen und gut präparierten Viereckskurs der erste Wertungslauf zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft ausgetragen. Die Läufe zwei und drei folgen entsprechend am kommenden Sonntag in Günzach bzw. der Finallauf im Juli in Ansbach. Nicht nur das sollte alle Rennen schnell machen – Kulmbach war darüber hinaus ebenso Sichtungslauf für die bayerische Rangliste. Toller Sport also in Aussicht.

Zuerst schickte man die Schüler und Schülerinnen U15 über 20 Runden auf die Strecke. Nicht nur, dass alle fünf Runden eine Wertung zum Renngewinn ausgesprintet wurde, nein, auch in den Runden zwischen den Wertungen gab es zusätzlich jeweils zwei und einen Punkt für die ersten beiden Sportler des Rennens. So taten also alle Rennfahrer gut daran, äußerst aufmerksam zu fahren und ja keinen Konkurrenten entwischen zu lassen. Bei den U15ern wurde bereits kräftig „gedampft“ – mit dabei Sabrina Schulz und Till Hellmund für die RSG Würzburg. Angesichts des enormen und unrhythmischen Tempos musste Sabrina Schulz abreißen lassen, gab aber nicht auf und fuhr ihr Rennen bis zum Schluss durch. Auch Till Hellmund kämpfte sich mit einigem Abstand zur ersten Gruppe an jene wieder heran und konnte so ein weiteres Top-15 Ergebnis für sich notieren. Ganz vorne einzugreifen gelang dem eher bergorientierten Fahrer leider nicht. Dennoch ein ordentliches Ergebnis bei den Schüler/innen.

Höher hingen die Ambitionen dann im Rennen der Jugend U17 mit den Würzburger Nils Beese und Andreas Hartmann. Während alle anderen Würzburg direkt von zu Hause zum Rennen anreisten, kam Hartmann im Zuge eines Bahnlehrgangs des Bayernkaders in Nürnberg zum Rennen. Schwierige Vorbereitung hier: just vor dem Rennen hatte es beim morgendlichen Bahntraining kräftig gekracht – zahlreiche Fahrer stürzten – Hartmann aber blieb Gott sei dank verschont. Die konzentrierte Vorbereitung allerdings war dahin! Das zeigte sich diesmal auch im Rennen – nobody’s perfect eben. Nichts wollte so richtig zusammengehen. Zweimal zu früh im Wind und abgesprintet, Gruppe weg und Nachführarbeit ungeordnet, und und und. Beese ließ sich davon nicht beeindrucken und „hockte hinten drin“ bis er dann dem zügigen Tempo geschuldet als jüngerer Jahrgang anreißen lassen musste, sich aber vor der Überrundung rettete und sein Rennen komplett durchfuhr. Hartmann im gelben bayerischen Führungstrikot vorne dagegen ließ nichts unversucht, eine noch passable Platzierung herauszuschinden. Er kämpfte, ergatterte noch einen Punkt und notierte so auf dem 7. Endrang. Ein doch solides Ergebnis – seinen eigenen Ansprüchen allerdings sollte das nicht mehr genügen. Aber auch das hat er schon gelernt: abhaken, weitermachen, Günzach! Kleine positive Sache: sämtliche Bayernfahrer, die den Sieg und die Platzierungen unter sich ausmachten, „können gut miteinander“ – jeder gönnt dem anderen den Erfolg – und zugegeben, schlecht haben die Sieger und Platzierten das nicht angestellt: stark und intelligent gefahren. Chapeau!

Neue Chance auf tollen Sport und Top-Plätze also am kommenden Wochenende in Günzach. Kopf hoch!

Hitzeschlacht, „Trink“-Erziehung, Top Ten
Rennrad Jugend: Zwei RSGler im Bayernkontingent der Süddeutschen Straßenmeisterschaften
25.05.2009   Janina Seyler

Radrennen können es in sich haben! Meist gemessen an der Konkurrenz im Starterfeld, zuweilen auch an mal mehr, mal weniger selektiven Strecken, wohl aber auch – und vor allem an der entsprechenden Vorbereitung.

An der rein sportlichen Vorbereitungsarbeit der Nachwuchssportler im Rennradteam der RSG Würzburg gibt es momentan nur wenige und kleine Nachbesserungen hier und da. In zählbaren Nominierungszahlen heißt das: drei Würzburger Sportler hatten sich durch gute Rennergebnisse aus dem Frühjahr einen Startplatz für die Süddeutschen Meisterschaften im thüringischen Dingelstädt erfahren. Zu diesem überregionalen Rennen nominiert nämlich nicht der Sportler respektive dessen Betreuer, sondern der zuständige Landesverband und dann auch nur eine bestimmte und begrenzte Anzahl an Sportlern. Mit Till Hellmund, Andreas Hartmann und Dominic Schulz wäre die RSG Würzburg so gleich dreifach vertreten gewesen. Wäre. Wäre schön gewesen. Hellmund musste krankheitsbedingt leider und ziemlich zähneknirschend passen; ebenso Schulz. Hartmann sollte es also für die Würzburger richten.

Gewieft ist, wer dann schnell kombiniert. Aufgrund der Tatsache, dass die bayerische Punktewertungsliste weniger Punkteträger als Startplätze im bayerischen Kontingent führt, dachte Trainerin Seyler nach der (leider) Absage des U17ers Schulz an den dritten zweijährigen Jugendfahrer Niklas Schwarzmann. Letzterer konnte zwar noch keine Wertungspunkte für sich verbuchen, wurde bei den Bayerischen Straßenmeisterschaften Anfang Mai aber 19. Kurze Rücksprache mit dem Landesverbandstrainer der Jugend – Schwarzmann erhielt die Erlaubnis und einen Startplatz für die Süddeutsche. Damit Würzburg also mit nunmehr zwei Vertretern in Thüringen.

Außen heiß, innen Rennen: Schneller Kurs bei warmen (!) Wetter heißt entsprechend viel Flüssigkeit wird gebraucht. Das fängt bereits bei der Vorbereitung an und zahlt sich dann im Rennen unter Umständen aus. Während Schwarzmann sich zunächst mit dem relativ größeren Fahrerfeld der U17 vertraut machen und „lernen“ musste (deswegen aber nicht minder motiviert), bei Hartmann gleiches Bild wie in vielen Rennen zuvor: konzentriert, rennheiß und erfolgshungrig. Die ersten beiden Runden „oh, oh, heut wird’s schwer“ konnte er gut wegstecken und sprang in der dritten Runde dann mit einer 15-köpfigen Spitzengruppe weg. Diese wurde mittels aktiver Fahrweise dann sukzessive auf elf Fahrer reduziert, die nach anfänglichen Abstimmungsproblemen dann aber einen beträchtlichen Vorsprung auf das Feld herausfuhren: im Ziel etwas über sechs Minuten. Neben Bayer Hartmann zwei weitere Auswahlkollegen vorne drin: der Landshuter Yannik Achterberg und Herpersdorfer Jan Wälzlein. Etwas weiter hinten im Feld konnte Schwarzmann zwei Runden gut mithalten, dann forderte aber die etwas zu geringe Flüssigkeitszufuhr vor und im Rennen ihren bitteren Tribut: Beine blau, Rennende. Man(n) lernt. Vorne dagegen wurde fleißig „geschüttet“. Hinein und drüber und über die Landesverbandsgrenzen hinweg … bis Hartmann dann kurz vor dem Ziel die Nerven packten. Konkurrent Dieteren hatte auf den letzten Kilometern stark angegriffen und war – auch gemeinschaftlich – nicht mehr zu stellen. Der Würzburger wollte es ihm nachtun und suchte sein Heil ebenso in einem Angriff kurz vor dem Ziel. Idee nicht schlecht, leider war die Zielgerade aber knapp 200 Meter zu lang. An der 200-Meter-Marke flogen die Verfolger heran … und vorbei. Nichtsdestotrotz Andreas Hartmann als 9. in den Top-Ten und in jedem Falle qualifiziert für die Deutsche Meisterschaft Ende Juni in Mecklenburg-Vorpommern. „Hätte besser sein müssen!“ sein Fazit. Anmerkung der Trainerin: machen wir dann besser bei der Deutschen ;-)!

Kleiner Ausblick: Ferienprogramm mit dem Auftakt zur Bayerischen Kriteriumsmeisterschaft in drei Wertungsläufen beginnend für alle Würzburger Nachwüchse am kommenden Sonntag in Kulmbach.

RSG Rennrad Jugend gleich dreifach im Einsatz
Einsatz der BayernU17er bei TMP-Tour – Vereinsjugend im Badischen
Rapp per pedes in Alt-Heimat
18.05.2009   Janina Seyler

Wie bereits zum Ende der letzten Rennsaison prophezeit, offenbart sich bei der Rennrad Jugend der RSG nun die Vielgestaltigkeit der Renneinsätze, sobald einzelne Sportler „höhere Weihen“ erlangen. Nicht nur, dass dieses „Teilung“ einen positiven – weil den Ehrgeiz der Mannschaftskollegen kitzelnden – Einfluss im gemeinsamen Training ausübt. Nein, auch die Renneinsätze nehmen unterschiedliche (Himmels)Richtungen. Das aber kann man/frau innerhalb des Nachwuchsteams nur wohlwollend betrachten, denn hier zählt nicht die Tatsache, „nur gemeinsam“ unterwegs zu sein. Vielmehr vertreten die Mannschaftsmitglieder und –innen die RSG an mehreren Orten gleichzeitig und vollauf gut!

So machten sich die beiden Jugend U17-Fahrer Nils Beese und Lukas Belger zusammen mit Mannschaftsmädel der U15, Sabrina Schulz, und ihrer „Chefin“ Janina Seyler einmal wieder auf den Weg ins Badische: zum Wertungsrundstreckenrennen für die badische Wertungsliste nach Keltern-Ellmendingen. Bereits auf der Hinfahrt wurde es „hügelig“ – skeptische Blicke frühmorgens (8.15 Uhr Start der Jugend mit ca. zwei Stunden Anreise!) aus dem Busfenster etwa zwei Kilometer vor Rennort „… da geht’s wohl wieder einen Berg hoch!“! Ja, es ging einen Berg hoch: Start/Zielgerade über geschätzte 250 Meter. O-Ton Beese dazu „Der rollt aber ganz gut.“. Rollen tat es und er im Rennen der Jugend U17 über 11 Runden gleich 44 Kilometer Renndistanz zusammen mit Mannschaftskollege Lukas Belger tatsächlich ganz gut. Letzterer musste leider in der vierten Runde abreißen lassen, sammelte dann aber einen ebenso zurückgefallenen Sportler auf und fuhr so lange tapfer, bis man ihn (leider) der Übersichtlichkeit des Renngeschehens wegen aus dem Rennen nahm. Beese dagegen tankte in den letzten Rennen der Bayerischen Meisterschaften Kraft und Mut. Er konnte sich – als noch jüngerer Jahrgang, aber mit enormen Hebeln und einen Kraftakt – im Feld der Jugend gut halten und rollte in demselben zeitgleich mit dem Sieger als 35. gelistet über den Zielstrich. Rennerfahrung gesammelt und tolle sportliche Perspektive. Ebenso engagiert startete U15-RSG-Schülerin Sabrina Schulz in ihr Rennen über 3 Runden. Auch sie konnte sich gut im schnellen Mädelsfeld halten, zeigte beim Absolvieren des Zielanstiegs auch ihre Kampfkraft und platzierte sich nach einem langgezogenen Feld mit nur wenigen Sekunden Abstand zur Mädelsspitze zwischen dem 10. und 15. Gesamtrang. Fazit „strahlend“: Wetter und Sportler/innen.

Dass Radler nicht immer nur radeln müssen/dürfen/können/wollen, machte sich RSG-Junior Hannes Rapp zum Motto für dieses Sportwochenende. Nach zuletzt klein wenig Gehader mit der eigenen Leistung („also heut geht gar nix“) und den eigenen Erwartungen („Tiefs gibt’s halt auch immer wieder“) stand nun positive Bestätigung bzw. Kraft und Motivation für kommende Aufgaben tanken auf dem Wochenend-Sportplan. Da kam der Herrieder Stadtlauf über 10 Kilometer in Rapps Alt-Heimat mit vielen Erinnerungen an Ort, Bekannte und Freunde gerade recht. Wegen des zuvor gelegten Schwerpunkts allerdings auf das Radtraining meldeten sich die Beine bereits lautstark nach 3 Kilometern. Ein schneller Rennbeginn forderte dann hinten hinaus seinen Tribut: Beine zu, Laufpause, Zieleinlauf nach knapp 45 Minuten und ein bomben Muskelkater gratis dazu. Aber egal, strahlend gesportelt.

Als dritte, wohl nicht aber letzte im Bunde, vertraten die U17er Andreas Hartmann und Dominic Schulz in der Mannschaft des Bayernkaders die RSG Würzburg bei der international stark besetzten dreitägigen TMP-Rundfahrt für die Jugend in einem Starterfeld von knapp 200 Sportlern. In den am Freitag Spätnachmittag ausgefahrenen drei Rennen um die Wertungstrikots zeigten die fränkischen Bayern gute Leistungen mit noch vorhandenem Spielraum nach oben (Schulz einmal etwa unter den ersten 15). Am folgenden Samstag Mannschaftskollege Dominic Schulz auf dem 104. Platz weiter vorne (!) eroberte Andreas Hartmann im morgendlichen Bergzeitfahren den 16. Rang; entsprechend leergepumpt war er dann beim nachmittäglichen Rundstreckenrennen: nach aktiver Fahrweise dann Krämpfe und ein „Paket“ von sieben Minuten kassiert. Schulz notierte auf einem 100. Rang. Am Sonntag aber waren die Akkus dann wieder voll gefüllt – Hartmann absolvierte die etwa 60 Kilometer Renndistanz „wie am Schnürchen“ und mit gekonnter Routine – die Freude nach dem Zieleinlauf über eine gute Platzierung allerdings ist immer neu und immer wieder schön. Er unterstrich seine derzeit Topform mit einem 12. Platz. Da war seine Platzierung im Gesamtklassement der Rundfahrt zwischen Platz 70 und 80 eher Nebensache. Gleichermaßen positiv konnte auch Dominic Schulz – nun weder Kaderneuling, noch Rundfahrtneuling mehr – die TMP-Tour abschließen. Mit einem gehörigen Respekt gestartet, verrichtete er tadellos und sportliche stark wertvolle Helferdienste: Bayernkollege Yannik Achterberg musste nach einem Sturz wieder ans Feld herangefahren werden. Danach war bei Schulz natürlich „der Ofen aus“. Aber auch solche bienenfleißigen Helfer braucht eine Mannschaft!

Positiv wieder der Ausblick auf die kommende Woche respektive Rennwochenende: drei Würzburger mit Till Hellmund, Andreas Hartmann und Dominic Schulz haben sich für die Nominierung des Landesverbandes Bayern zur Süddeutschen Meisterschaft im thüringischen Dingelstädt empfohlen und kämpfen am kommenden Sonntag um gute Plätze und die Qualifikation zur Deutschen Ende Juni.

Zwei Würzburger im U17-Bayernkader auf dem Rad
Erster Verbandseinsatz für Dominic Schulz bei Bundessichtung Sömmerda
Hartmann mit solider Leistung
04.05.2009   Janina Seyler

Mit guten Rennleistungen hat es nun also auch ein zweiter Jugend U17-Fahrer der RSG Würzburg, Dominic Schulz, in die bayerische Auswahl des Landesverbandes geschafft. Bereits in Cadolzburg machte er mit einem respektablen neunten Platz leise auf sich aufmerksam; beim Meisterschaftrennen der Bayerischen Straßenmeisterschaft und einem noch besseren vierten Endrang war die Aufnahm in den Kader dann perfekt.

Während die Würzburger Rennfahrer zu Hause ihre aktive Rennpause am Ende der ersten Frühjahrsrennphase „genossen“, bestritt Dominic Schulz – erstmals – zusammen mit dem in der Auswahl bereits etablierten Würzburger U17 Andreas Hartmann die beiden Sichtungsrennen (Einzelzeitfahren und Straßenrennen) in Sömmerda am vergangenen Wochenende in den Farben des bayerischen Landesverbandes.

Dass dort die Konkurrenz mit weit über hundert Fahrern ungleich größer ist, sorgte für gesunden Respekt vor großen Fahrerfeldern, soll aber das Ergebnis nicht im Geringsten schmälern! Vielmehr haben sich die Bayern – respektive die Würzburger – recht gut verkauft.

Hartmanns Rennbericht hätte man das Einzelzeitfahren am Samstag gut auch als Bergzeitfahren werten können: Anstiege mit Gegenwind, Spitzkehre, Abfahrt, auf der einige Fahrer auf den letzten Kilometern bis zu 40 Sekunden verloren. In der Endabrechnung ein versöhnlicher Tag: Hartmann als 15. bester Bayer; Schulz auf einem Rang zwischen 40 und 50 noch in der vorderen Hälfte des Starterfeldes.

Ähnlich respektvolle Fahrweise dann auch am folgenden Sonntag im Straßenrennen. Während an der bayerischen Mannschaftszusammenarbeit stellenweise noch gefeilt werden muss, machte sich demgegenüber Hartmann vorne im Rennen verdient: er initiierte nach den ersten beiden Runden einen Angriff, der aber nicht den gewünschten Erfolg zeigte; er stopfte Löcher, die Attacken anderer Fahrer zu reißen drohten; er nahm die Beine etwas hoch, als Mannschaftskollege Achterberg „vorne raus“ war und beorderte Vereins- und Bayernkollegen Schulz nach vorne, der dieser Order auch gut und gern nachkam. Das Finale verlief dann (leider!) eher weniger spektakulär: zunächst bestimmten Positionskämpfe die Finalvorbereitung. Hartmann suchte sich das Hinterrad des in den Rennen zuvor bereits stark gefahrenen Konkurrenten Donath. Dieser erwischte aber dann leider einen „schwachen“ Tag, der Würzburger bekam eine Welle des Konkurrenten ab, musste verzögern und rollte so „nur“ als 26. und damit zweitbester Bayer (Achterberg 13.) ins Ziel. Dennoch ein persönlich und sportlich gutes Ergebnis – angesichts der Konkurrenz. Für Dominic Schulz verlief sein erster Verbandseinsatz ebenso erfreulich: zum einen unbeschadet zwei Rennen absolviert; zum anderen im großen Feld über die Ziellinie gerollt. Ein „Etappensieg“, nachdem es beim Sichtungsrennen in Karbach mit einer Wild-Card-Startmöglichkeit noch nicht ganz bis zum Schluss gereicht hatte.

Fazit: Zwei Bayernkadermitglieder dank guter Leistungen (dies auch ein guter und gut gemeinter Ansporn für alle anderen Würzburger Mannschaftskollegen!), beide gesund und munter wieder zu Hause und ein Rennergebnis bzw. Leistungsentwicklung, die hoffnungsvoll auf kommende Herausforderungen stimmen!

Erfolg auf ganzer Linie
Rennrad Jugend räumt bei den Bayerischen Meisterschaften im Zeitfahren und auf der Straße ab
04.05.2009   Janina Seyler

Wie auch für den veranstaltenden Verein der diesjährigen Bayerischen Meisterschaften im Zeitfahren und Einer Straßenfahren im mittelfränkischen Herrieden, bike sport Ansbach, war es auch Großkampftage für die Nachwuchsrennradfahrerinnen und –fahrer der RSG Würzburg. Der Landesverband wollte die Meisterschaften im letzten Winter als „Gesamtpaket“ vergeben – Radsportenthusiast Harald Schwager mit radbegeisterter Familie und Verein im Hintergrund schlug zu und holte die Wettkampfe nach erfolgreicher Durchführung 1999 und 2006 in die Nähe von Ansbach. Und wer Harry Schwager kennt, der weiß, dass zum einen die Strecken selektiv und einer Meisterschaft würdig gewählt sind; zum anderen die Veranstaltungen wie am Schnürchen klappen – und sie sollten klappen, nicht nur für Ansbach. Auch die Würzburger schlugen kräftig zu.

Nach einer eingehenden Streckenbesichtigung vor Ort am vorausgegangenen Mittwoch waren die Nachwuchsrennfahrer bereits gut über die Geländebeschaffenheit informiert – manchem zitterten schon beim bloßen Anblick aus dem Autofenster die Knie. Am Samstag sollte es dann aber per Rad auf die Wettkampfstrecken gehen: die Bayerinnen und Bayern kämpften um den Titel des jeweiligen Meisters im Zeitfahren.

Frei nach dem Motto „Ladies first“ schickte man die weiblichen Klassen auf die Strecke über 14 Kilometer. Die U15 Schülerin Sabrina Schulz aber konnte hier (noch) nicht ganz vorne eingreifen, rollte aber dennoch möglichst schnell über den Kurs und absolvierte mit dem Wettkampf gleichzeitig noch eine gute Vorbelastung für die Straßenmeisterschaft tags darauf.

Für den Würzburger Schülerfahrer der U15 Till Hellmund war die Zusammenarbeit mit den Karbacher Sportkollegen (Kirsch, Schreck, Wiesmann) im Unterfranken-Vierer beim Mannschaftswettbewerb schon eine wohl bekannte Sache aus den beiden Vorjahren. Die U15-Klasse fährt die Meisterschaft nämlich alle Jahre als Vierer-Mannschaftswettbewerb aus. Einige gemeinsame Trainingseinheiten zuvor sollten die Harmonie der Vierermannschaft wiedererwecken. Mit dem Blick auf das Ergebnis aber wollte oder musste man – ungeachtet der unterfränkischen Stärke – die beiden ersten Plätze bereits abschreiben: die zwei Mannschaften des Bezirks Oberbayern waren einfach zu stark einzuschätzen. Wohl aber konnte doch noch der dritte Rang erreicht werden: Trainerin Seyler bestärkte die Vier noch kurz vor dem Rennen „sauber fahren, Kreisel gut durchlaufen lassen, gegenseitig korrigieren, dann ist der dritte Platz drin“. Entsprechend groß war die Freude dann am Ziel. Oberbayern III und I konnten nicht geschlagen werden, der Unterfrankenvierer aber nicht weit dahinter auf einem tollen dritten Platz! Die erste Medaille für die RSG war gesichert.

Unmittelbar im Anschluss dann etwas älteren Sportler der Jugend U17 mit gleich fünf Würzburgern am Start. Sowohl Nils Beese als auch Lukas Belger haben aufgrund ihres Alters“nachteils“ als jüngerer Jahrgang noch „Schonfrist“. Nichtsdestotrotz boten sie gute Leistungen und sortierten sich im dritten Drittel des Ergebnisses ein. Große Ambitionen ebenso bei den Zweijährigen: Andreas Hartmann, Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann. Einerseits wegen top und neuen Materials, andererseits wegen recht guter Form zuletzt. Auch wenn es für Niklas Schwarzmann nach eigener Einschätzung etwas besser hätte laufen können, freuten sich alle über seinen 18.; bei Dominic Schulz über seinen 16. Gesamtrang. Bei Andreas Hartmann waren die Ziele hoch gesteckt. Mit dem gelben Trikot des Punktführenden in Bayern dekoriert ging er als letzter Starter auf den Kurs und verpasste nur um wenige Sekunden Platz eins und zwei im Endergebnis. Diese wurden von den beiden Sportfreunden aus Herpersdorf Tim Winkler und Jan Wälzlein besetzt; wohl aber dahinter ein mindestens genauso strahlender Andreas Hartmann auf Platz drei – und das gelbe Trikot blieb auch in Würzburg! Da war die zweite Medaille in Würzburg.

Schließlich noch Johannes Rapp, der als ebenso jüngerer Jahrgang bei den U19ern auf die Wettkampfstrecke ging. Sonnenschein und Regen unterwegs, ein 20. Platz im Endergebnis, gutes Essen im Anschluss an den Wettkampf und den Sonntag „radfrei“ – Laune top.

Auch der Sonntag verwöhnte die Sportler, Betreuer/Familien und Organisatoren mit herrlichen Bedingungen: Sonne, Musik, gute Laune, toller Sport … und die RSG wieder mit einer Medaille – und mehr!

Zunächst wieder die U15-Schülerinnen mit Sabrina Schulz: zwei Runden gleich knapp 30 Kilometer; am Ende ein guter (!) 6. Rang bei den Mädchen.

Anschließend die U15-Schüler. Hier ging es schon mit etwas härteren Bandagen zu und auch an diesem Sonntag war der Ausnahmefahrer Schulze aus München nicht zu schlagen. Er siegte souverän und wenn sich vor den Würzburger Till Hellmund nicht ein Konkurrent lang gelegt hätte, der Hellmund zum kleinen Umweg zwang, dann wäre es noch etwas weiter nach vorne gegangen. Nicht aber zu vernachlässigen sein (dennoch) respektabler 16. Platz bei den Straßenmeisterschaften.

Bei den Rennen der U17, das sich unmittelbar daran anschloss, scheint es momentan Mode zu sein, sich Zeit zu lassen, dass auch bei der Bayerischen Meisterschaft in Herrieden das Jugendfeld einmal wieder angehalten werden musste, um ein schnelleres Feld (der Senioren) passieren zu lassen. Dieses etwas verhaltene (wenn auch nicht unbedingt langsame!) Tempo aber sollte den Würzburgern nur zugute kommen. Alle fünf hielten sich im Feld. Vier Runden waren zu absolvieren und bis kurz vor Schluss waren Hartmann, Schulz und Schwarzmann ganz vorne zu finden; knapp dahinter Beese und Belger. Ausreißer ließen die U17er keine weg und so sollte ein Bergsprint entscheiden: Hartmann gegen Wälzlein ganz vorne um den Titel – Wälzlein siegte um wirklich nur Haaresbreite; Andreas Hartmann aber sicherte sich die zweite – diesmal die silberne – Medaille und zugleich das gelbe Trikot des (weiterhin) Bayernwertungsführenden. Dann aber kam mit Platz vier die tolle Überraschung: Dominic Schulz war ganz nach vorne durchgeschlüpft und sicherte sich nicht nur die „Holzmedaille“ des Renntages, sondern zugleich auch die Nominierung für die Bundessichtung in Sömmerda am folgenden Wochenende, die Nominierung für die Süddeutsche Meisterschaft in drei Wochen und schließlich die vermutliche Aufnahme als weiteres Mitglied im Bayernkader! Damit also zwei Würzburger in dieser exquisiten Auswahl. Um das Würzburger Ergebnis noch zu komplettieren: Niklas Schwarzmann ebenso in der Feldankunft im Ziel auf einem (noch immer tollen) 18. Endrang, kurz dahinter Nils Beese auf 21 und Lukas Belger unter den ersten 30.

Man schaut auf die RSG Würzburg – so das stolze Fazit der Trainerin Seyler nach dem Großkampfwochenende – herzlichen Dank an alle Eltern, Fahrer, Betreuer … und natürlich die Sportlerinnen und Sportler ganz wesentlich: ihr seid unbezahlbar!

Cadolzburg, Karbach – klasse!
Straßenklassiker erfolgreiches „Pflaster“ für die Würzburger Jugend-Rennradsportler
27.04.2009   Janina Seyler

Der eingefleischte fränkische Radsportler kennt sie alle: die berühmt-berüchtigten Frühjahrsstraßenrennen im mittelfränkischen Cadolzburg und unterfränkischen Karbach. Zahlreiche Nachwuchs- und auch Profisportler haben sich oft schon an Strecke, Wetter, eigener sportlicher Form und den ach so hohen Ambitionen die Zähne ausgebissen. Nicht so – einmal wieder – die Würzburger Nachwüchse der Rennrad Jugend.

Knapp einen Monat später im Kalenderjahr fand am vergangenen Samstag das große Straßenrennen der Rennradfahrer in Cadolzburg statt. Diese Terminverschiebung auf Ende April hatte in diesem Jahr Vor- als auch Nachteile: einerseits war den Rennsportlern ein Wettbewerb bei herrlichstem Frühlingswetter vergönnt. In den letzten Jahren herrschten Ende März noch teils eisige Temperaturen und die Wetterbandbreite lieferte alles, was Winter und Frühling hergeben konnten. Andererseits war Cadolzburg für die Jugendklasse U17 ein Wertungsrennen der bayerischen U17-Rennserie – das nächste folgte gleich tags darauf in Karbach und dieses war obendrein noch eine bundesoffene Sichtung der Landesverbände – vergleichbar mit der Bundesligaserie der U19!

So hingen die eigenen Ziele der RSGler hoch. Durch Austauschabwesenheiten, Konfirmation, Praktikum gingen am Samstag lediglich die zwei RSG-U17 Andreas Hartmann und Dominic Schulz an den Start. Für Schulz das nun zweite Rennen, das vom Profil gesehen dem Sportler entgegenkam. Für Hartmann der Start im errungenen gelben Trikot – er war bis dato der Punktführende in der Bayernwertung der Jugend U17 – und er wollte viel. Die ersten drei der vier Runden wurden relativ „gemütlich“ gefahren: kompaktes Feld, wenig Aktivität, jeder wollte sich für das Finale schonen, beide Würzburger gut dabei. Dann aber ging es mit der Glocke zur letzten Runde im Rennen der Jugend zur Sache. Hartmann und Sportkollege Wälzlein aus Herpersdorf initiierten eine Flucht und fuhren schnell einen kleinen Vorsprung heraus. Leider aber wirkte sich das zu Beginn verhaltene Tempo des Jugendfeldes nun aus – die Spitze des parallel laufenden Rennens der U23 lief von hinten auf die Jugend auf. Ergo: die U17 wurde auf der Strecke angehalten, ließ das Feld der U23 passieren und setzte dann seine Fahrt fort. Hartmann und Wälzlein wieder mit Luft nach vorne und Volldampf. Leider aber konnte Wälzlein das Tempo des Würzburgers nicht mitgehen, das Feld flog mit „Lückenschließern“ heran, der Fluchtversuch wurde gestellt und so ging die Fahrt gemeinsam weiter. Über den Sieg in Cadolzburg sollte ein Bergsprint entscheiden, bei dem die ersten vier Plätze bereits vergeben waren, als Andreas Hartmann als fünfter (Anmerkung: Ergebnis top, der Sportler selbst (noch) nicht ganz zufrieden) und knapp dahinter Dominic Schulz als toller neunter (!) über die Ziellinie rollten. Ebenso eng ging es auch bei den Punkten für die Bayernsichtung zu: um einen einzigen Punkt musste Hartmann sein Trikot wieder an Sportfreund Wälzlein abgeben, von dem er es in Zusmarshausen übernommen hatte.

So war der erste der beiden hochwertigen Renntage gut überstanden. Devise für den Abend: duschen, essen, schlafen.

Mit ebenso herrlichem Radwetter, voll besetzter Strecke und hochklassigem Sport glänzte der Sonntag beim Rennen im unweit entfernten Karbach. Weniger glänzen konnte – wie auch anders gedacht – der Karbacher Untergrundbelag: der berüchtigte Anstieg aus dem Ort hinaus noch immer mit Wellen, Schlaglöchern, Betonkanten … und dann noch die Konkurrenz!

Nicht beeindrucken ließen sich die Würzburger und so war der „persönliche Erfolg“ doch allemal garantiert, auch wenn das Ergebnis nach dem Rennen noch optimiert werden kann.

Saisonauftakt für die U15-Schülerin der RSG Sabrina Schulz: erstes Rennen, Erfahrung sammeln, Beine fit machen, mehr Chancen beim nächsten Rennen.

Bewährungsprobe für U15er Till Hellmund: schweres Rennen, große und starke Konkurrenz, Feld gehalten, am Ende 36.

Intensivkilometer sammeln für U19er Hannes Rapp: die Form auf der Ebene passt, die Form am Berg kommt langsam … und eine gewisse Abgeklärtheit auch. Mit guter Radlaune und Vorfreude auf die kommenden Kriterien („ …Straßenrennen sin’ nix …!“).

Dann die Bundesssichtung der Jugend U17. Hartmann als Mitglied des Bayernkaders war gesetzt, Dominic Schulz konnte mithilfe einer organisierten „wild-card“ des Veranstalters ebenso an den Start gehen und einmal „höher-geweihte“ Rennluft in einem riesigen (knapp 200 Starter!) Fahrerfeld schnuppern. Die ersten Runden hielt er sich wacker und fiel erst dann zurück, als vorne richtig „gedampft“ wurde. Leider ließ man ihn – wie auch einige andere zähe Kollegen – nicht ganz zu Ende fahren: die U11 wollte auch noch auf die Strecke; so machte man dicht und die Sportler bekamen etwas früher (wenn auch ungewollt) Feierabend. Alles andere als Feierabend vorne im Rennen beim Würzburger Hartmann. Angesichts einer vierköpfigen Ausreißergruppe, wenig Nachführarbeit im Feld, Überholvorgängen während des Rennens (die Jugend passierte die Frauen, die „etwas zu sehr bummelten“) und Kraftsparmaßnahmen für das Finale konnte Hartmann zwar nicht viel ausrichten, fuhr aber sehr aufmerksam in guter Position. Die Wertungspunkte (sowohl bundesweit als auch für die Bayernsichtung) aber wollte er dann doch nicht ganz den vielen anderen überlassen. Knapp 5000 Meter vor dem Ziel packte ihn die Ambition und zusammen mit einem Konkurrenten wagte er die Flucht nach vorn. Die „Chefin“ Seyler – als Kampfrichterin im Führungsfahrzeug nebst Vereinkollege Hannes Rapp als Fahrgast – traute ihren Augen kaum, als nach den vier Mann Spitze, deren zwei Verfolgern Hartmann und Konkurrent mit erheblich Vorsprung auf das Feld nach Karbach abbogen: im „schlimmsten“ Fall würde es ein achter Platz – bundesweit! Und es wurde der achte Platz. Bester Bayer dazu (zweiter Bayer dann der starke Fahrer Yannik Achterberg auf Platz 16) und das gelbe Trikot des Punkteführenden der Bayernwertung erkämpfte sich Andreas Hartmann mit nun sieben Punkten Vorsprung auf Jan Wälzlein auch wieder.

Fazit am Abend: Strahlende Gesichter, wohin man blickte: Landesverbandstrainer, Organisator, Sportkollegen, Trainerin, Familie … und der Sportler selbst natürlich auch! So was nennt man „Oberwasser“. ;-)

Rennrad Jugend: In Backnang erstmals in Mannschaftsstärke vertreten
Freud und Leid der Rennradsportler beim Backnanger Rundstreckenrennen
21.04.2009   Janina Seyler

Wie eng große Freude, aber auch Niedergeschlagenheit beieinander liegen können, zeigte sich (leider) am vergangenen Sonntag beim Rundstreckenrennen im baden-württembergischen Backnang.

Freunde zunächst einmal über den ersten Renneinsatz der nahezu gesamten Rennmannschaft der Würzburger Rennrad Jugend. Bei den Lizenzern fehlte lediglich die U15-Schülerfahrerin Sabrina Schulz.

Freude dann natürlich über den zweiten Einsatz des neuen „Rennbusses“ der Nachwüchse: um die dennoch sehr engagierten Eltern wirklich und über die Saison hinweg etwas von den zahlreichen Rennfahrten entlasten zu können, gibt es nun einen – zwar privaten aber für die Rennrad Jugend genutzten – VW-Bus, der nach seinem ersten Einsatz beim Rennen in Schönaich nun wieder voll besetzt war. Zusätzlich zum Fahrer können vier Rennfahrer und deren vier Rennmaschinen plus diverses Material problemlos im Innenraum transportiert werden. Zusammen mit den unermüdlichen Fahrdiensten der Familie Hartmann (!) für den Nachwuchs können einerseits eine ganze Reihe Sportler hin- und herbewegt werden, andererseits gibt die RSG mit zwei VW-Bussen ein stattliches Bild auf Rennveranstaltungen ab.

Und letztlich Freude natürlich auch über die RSG Würzburg im Rennergebnis der jeweiligen Rennklassen … nahezu aller.

Da trübte sich am vergangenen Sonntag zuweilen das Bild ein wenig, wenn eigene Ambition, sportliche Vorbereitung, nicht aber das faktische Ergebnis zusammen stimmen. Unterm Strich dann eben „Radfahrer-Leid“ – nicht nur für die Sportler selbst, die Trainerin leider immer auch mit.

Nun aber zum Renngeschehen: Nach seinem Saisonauftakt in Schönaich und dortiger Unzufriedenheit über die (dennoch gute) eigene Leistung, wollte sich der U15er Till Hellmund im Rennen der Schülern in Backnang besser verkaufen. Das sollte ihm gelingen. Die Ausreißergruppe, die sich zur Hälfte des Rennens formierte, konnte das Feld nicht mehr einholen. Die ersten vier Plätze waren also schon vergeben. Dennoch ging es im Spurt des Feldes noch immer um die verbleibenden Top-10-Platzierungen: Hellmund sicherte sich den 5. Platz dieses Feldsprints und damit die erste Platzierung (9.) für die RSG in der Schülerklasse.

Hochkarätig besetzt war das Rennen der Jugend U17: Nationalfahrer, Fahrer der baden-württembergischen Landesauswahl … und mit Nils Beese, Lukas Belger, Andreas Hartmann, Dominic Schulz und Niklas Schwarzmann fünf Fahrer der RSG Würzburg. Insgesamt waren 18 Runden auf einem 2,5 Kilometer Rundkurs zu absolvieren, der zu allem Übel noch mit einem kleinen Buckel versehen war, der über die Rennlänge gesehen doch kräftig in die Beine ging. Der Tempobolzerei fiel zunächst Lukas Belger zum Opfer – er fuhr aber sein Rennen bis zum bitteren Ende tapfer durch. Ihm folgte kurz vor der Rennhälfte Nils Beese, der sein Rennen aber nicht selbst beenden durfte, sondern von der Chefin weiter auf den Rundkurs geschickt wurde. Auch er absolvierte die gesamte Renndistanz. Niklas Schwarzmann hingegen machte in der ersten Rennhälfte einen durchaus guten Eindruck: er fuhr aufmerksam im Feld und initiierte sogar einen kleinen Angriff. Trotzdem gingen bei ihm irgendwann „die Beine hoch“, der fiel aus dem Feld zurück, kurbelte noch ein wenig und beendete dann völlig entnervt und vor einer drohenden Überrundung sein Rennen. Dominic Schulz und Andreas Hartmann also die einzig verbliebenen Würzburger vorne im Rennen. Für Schulz war es der Saisonauftakt und damit eine Formbestimmung – entsprechend auch gedämpfte Erwartungen: mitfahren. Das tat er gut und lediglich ein Ventilschaden in der drittletzten Runde vor dem Finale durchkreuzten seine Chance auf eine gute Platzierung. Mit Reserverad, aber Verspätung konnte er sein Rennen fortsetzten und wurde am Ende – dennoch respektabler – 29. Andreas Hartmanns toller 5. Platz aber war „hart“ erkämpft: Oster-Trainingslager in den Beinen, leichtes Halskratzen, Materialdefekt der neuen Carbonlaufräder (er konnte aber weiterfahren), ein Pedalaufsetzer und fast-Sturz im letzten Rennviertel und nicht zuletzt ein rüder Umgangston seitens der baden-württembergischen Konkurrenten heizten seinen Erfolghunger nur an. Start – Spurt – Fünfter.

Last but not least ins Rennen der Junioren U19 mit Johannes Rapp für die RSG Würzburg: Übersichtliches, aber auch hier hochkarätig besetztes Feld. Der sportliche Wille des Würzburger war groß, lediglich das Fleisch etwas schwächer. Und wenn im Sportlerkopf einmal der Wurm drin ist, dann wird’s schwer. Mannschaftskollegen, Trainerin und Betreuer litten mit Rapp, der selbst nicht weiß, warum die Beine – obwohl ordentlich trainiert und gut im Saft – partout nicht so wollen, wie der Kerl dahinter. Abhaken, nicht hadern, duschen, Blick nach vorn. Und letztlich gibt’s ja in der RSG Würzburg nicht nur ein „Sportlerdasein“, wenn’s im Rennen nicht gehen mag – bei der Mannschaftsbetreuung in Planung, Training und Rennen ist auch immer viel zu tun. ;-)

Viel zu tun auch wieder am nächsten Wochenende mit einer Doppelveranstaltung mit dankenswerterweise relativ kurzer Anfahrt: Samstag Bayern-Sichtung in Cadolzburg; Sonntag Bundes-Sichtung in Karbach.


Ostermontagsklassiker Schönaich selektiert Fahrerfeld
Rennsaisonauftakt für U15er Hellmund
Beese und Schwarzmann zollen Schlussanstieg Tribut
15.04.2009   Janina Seyler

Dass es beim Rennen in Schönaich schwer werden würde, hatte Trainerin Seyler schon eingeplant. Entsprechend realistisch waren auch die Erwartungen an die Schützlinge der Rennrad Jugend. Als Ostermontagsklassiker sorgt das große Straßenrennen im baden-württembergischen Schönaich am Rande des Schwarzwaldes jedes Jahr für erhebliche Selektion in den Fahrerfeldern. Der Grund ist ganz einfach: schnelles und unrhythmisches Renntempo, immer wieder Angriffe aus den Fahrerfeldern, Ausreißergruppen und nicht zuletzt ein gehöriger Schlussanstieg nach Schönaich hinein.

So bekamen die RSG-Nachwüchse bei der morgendlichen Besichtigung der Rennstrecke bereits gehörig Respekt. Dennoch stellte sich zunächst der RSG-U15er Till Hellmund der Herausforderung und ging im Rennen der Schüler über drei Runden auf die Rennstrecke. Im Feld konnte er gut mithalten, bergan sorgte die U15-Leistungsspitze für ordentliches Tempo, Hellmund aber blieb im Kontakt zum Fahrerfeld. Das sollte auch bis zum Schluss des Rennens so bleiben. Der Würzburger rollte mit dem weit aufgefächerten Feld über die Ziellinie. Obwohl Hellmund durchaus das „Soll“ erfüllte – für ihn war es in diesem Jahr der erste Renneinsatz und ein sehr schwerer dazu – haderte er mit seinen eigenen Erwartungen. Schwamm drüber – Blick nach vorne: die Form kommt.

Für einiges mehr an Auslese sorgten die älteren Jugendfahrer der U17 mit Nils Beese und Niklas Schwarzmann für die RSG Würzburg am Start. In der ersten Runde gleiches Bild wie zuvor: Schwarzmann am Feld, Beese mit schon ein wenig Abstand. Als dann an der Spitze des Jugendfeldes Tempo gemacht wurde, purzelten Hinten die Fahrer. „Purzeln“ im leider wahrsten Sinne des Wortes: Schwarzmann entging glücklicherweise einem Sturz hinter ihm – ihn touchierte lediglich der Stürzende am Hinterrad – bekam dummerweise aber dadurch Länge und damit auch das Loch zum Feld. Die hier investierte Kraft fehlte dann zusehends am Berg. Entnervt beendete der sein Rennen in der dritten von fünf Runden, wartete auf Mannschaftskollegen Beese und fuhr zusammen mit ihm noch eine gemütliche Runde aus.

Fazit: Intensive Kilometer, weitere Rennerfahrung und Formaufbau für kommende Herausforderungen am nächsten Wochenende in Günzach.


… von Einsteigern und „alten Hasen“ in Aichach
U17er Hartmann Dritter – Neulinge Beese und Belger sammeln Rennerfahrung
06.04.2009   Janina Seyler

Nach Regen folgt bekanntlich Sonnenschein … und der war nach dem ersten Saisonrennen in Zusmarshausen mit nass-kalter und gar nicht radfreundlicher Witterung bitter nötig! Die Wetterfee sollte es mit den Rennfahrern beim Straßenrennen in Aichach gut meinen: wenig Wind, Sonnenschein, passable Straßen, viel Sport. So waren die Weichen für ein (erneut) erfolgreiches Abschneiden der Würzburger Rennradfahrer gestellt.

Als erster auf die Rennstrecke ging abermals RSG-Junior Hannes Rapp im Rennen der U19 an den Start. Ein etwas übersichtlicheres Fahrerfeld als in Zusmarshausen bei den männlichen Athleten sollte aber nicht für weniger Kalamitäten während der Fahrt sorgen. Bereits auf den ersten Kilometern rollten die U19er die kurz vor ihnen gestarteten Mädels auf: Geschiebe und Gebremse im Fahrerfeld. Kurz vor dem Zielanstieg dann eine Wegbiegung nach links über eine kleine Bordsteinkante: Die wurde zwei Athleten zum Verhängnis – sie selektierten mit ihrem Sturz das Feld. Glücklicherweise sturzfrei, aber dummerweise dennoch betroffen der RSGler Rapp: denn, wenn’s hinten kracht, wird vorne gedrückt. Eine Ausreißergruppe machte sich auf die Flucht nach vorn, hinten wurde nachgefahren; Rapp konnte den Anschluss zwar wieder herstellen, dann war aber der Ofen aus. Dennoch: intensive Kilometer gesammelt.

Ebenso „selektiv“ sollte es bei den folgenden Jugendfahrern im Rennen der U17 zugehen. Stürze auf den ersten Kilometern sorgten für Schürfwunden und zerbrochene Carbonhinterbauten – Gott sei Dank nicht bei der RSG Würzburg. Jene Fahrer Beese, Belger, Hartmann und Schwarzmann schlugen sich nämlich tapfer. Alterklassenaufsteiger und damit Fahrer des jüngeren Jahrgangs, Lukas Belger, musste bereits auf der ersten Runde dem hohen Tempo Tribut zollen und abreißen lassen. Er fuhr sein Rennen aber über die volle Distanz durch, wurde „hinten raus immer besser“ und sammelte damit nicht nur wertvolle Intensivkilometer, sondern auch erste Rennerfahrungen eine Altersklasse höher als im letzen Jahr. Gleichermaßen erste Lizenzrennkilometer konnte Nils Beese für sich verbuchen. Als Lizenzneuling konnte er frei auffahren; Devise für ihn „lernen“. Er lernte aber schnell: drei von fünf schnellen Runden konnte er im Feld der Jugend mithalten, ließ dann erst abreißen, fuhr sein Rennen durch und kam mit kleinem Rückstand auf das große Feld ins Ziel. Wie erwartet, lief es bei den bereits zweijährigen Jugendfahrern Schwarzmann und Hartmann noch etwas besser. Niklas Schwarzmann machte bereits im Trainingslager und im vorbereitenden Frühjahrstraining mit viel Eifer auf seine Leistungsfähigkeit und seinen „Biss“ aufmerksam. Trotz eines bösen Trainingssturzes am Mittwoch vor dem Rennen konnte er volles Tempo mitgehen, behauptete sich gut im Jugendfeld und errang einen 19. Gesamtrang in seinem ersten Saisonrennen. Den „Biss“ ließ Mannschaftskollege Andreas Hartmann auch in Aichach nicht vermissen. Mit etwas müden Beinen war das Ziel zumindest wieder Top-10. In Zusmarshausen mit dem gelben Trikot und dem neunten Platz dekoriert, wolle er in Aichach aber noch mehr. Sollte er bekommen. Zusammen mit Sportkollege Schneider aus Karbach initiierte er einen Ausreißversuch und formierte eine Spitzengruppe mit sieben Fahrern. Diese, zum Schluss auf sechs Fahrer reduzierte Gruppe, sollte den Sieg unter sich ausmachen. Auf der ansteigenden Zielgerade wurde kräftig angetreten. Ergebnis: Hartmann hinter Wangen und Karbach auf Platz drei!

Fazit: Strahlende Fahrer, Podium mit Würzburg und der erste Blumenstrauß der Saison. Den hat übrigens – weil Hartmann mit dem Bayernteam ab Aichach gleich ins italienische Trainingslager weiterfuhr und die Eltern ebenso „ski-urlauben“ – die „Chefin“ bekommen. Strahlende Gesichter also wirklich überall.

Nächste Station eventuell Schönaich traditionell am Ostermontag, dann aber sicherlich Günzach am letzten Feriensonntag.

Hartmann fährt in Gelb
Saisonauftakt in Zusmarshausen eröffnet Rennsaison und bringt die Führung in der Jugendwertung
29.03.2009   Janina Seyler

„… und dann greif ich an der 1000-Meter-Marke an, fahre voll durch und übersprinte souverän die Ziellinie …!“ So schön hatte es sich der Würzburger Jugendfahrer Andreas Hartmann für den traditionellen Saisonauftakt der Rennradsportler in Zusmarshausen am Sonntag, 29. März 2009 ausgemalt, doch es sollte anders kommen – ganz anders. Aber der Reihe nach!

Wie in jedem Radsportfrühjahr läuten die allermeisten der bayerischen Rennradsportler ihre Rennsaison mit dem Start bei Schwarzbräu-Frühjahrsstraßenpreis in Zusmarshausen ein. Da wollte und sollte auch die RSG Würzburg nicht fehlen und stellte mit dem bayerischen Auswahlfahrer in der Rennklasse U17 Andreas Hartmann und den nun neu in die Juniorenklasse aufgestiegenen Hannes Rapp als Würzburgs Vertreter an den Start. Doch nicht nur an schnellem Tempo und in Zusmarshausen bekanntermaßen aufgeregter Fahrweise in doch stattlichen Fahrerfeldern mussten sich die Fahrer messen. Nein, die Wetterfee tat nicht wirklich Feen-haft und schickte Naß von oben wie von unten, leichten Wind und gefühlte viereinhalb Grad über Null. Und auch der Veranstalter hatte sowohl quantitativ als auch qualitativ stattliche Starterlisten zu bieten. So wurden die Ambitionen/Wünsche/Träume bei Hartmann in den Tagen vor dem ersten Rennen merklich zurückgedreht und wesentlich realistischer. Doch Trainerin Seyler konnte beruhigen „wir peilen mal die Top-10 an – das ist ein realistisches Ziel und auch machbar.“

Zunächst allerdings schickte man die Juniorenklasse mit Hannes Rapp für die RSG auf die knapp 80 Kilometer lange Rennstrecke. Auch er hatte sich persönlich viel vorgenommen und auch hier stimmten die Rahmenbedingungen wie Vorbereitung, Laune und Material. Das Pech allerdings kann man immer schlecht berechnen: er erwischte leider einen Startplatz erst in der zweiten Hälfte des Fahrerfeldes bei der Aufstellung und hatte dann mit erheblich „Verkehr“ zu kämpfen. Nach einem Start wie „Einzelzeitfahren über sieben Kilometer“ (Rapp) verpasste er die Post, die etwas weiter vorne im Feld dann auf der Strecke abging und als sich schließlich einige Fahrer vor ihm auf die Straße legten, war der Zug abgefahren. Selbst die Jagd der Verfolger hinter der Fahrzeugkolonne war aussichtslos. Durchgeweicht und zitternd sein Resumee „das Material ist klasse, die Kraft ist da, nur die Schnelligkeit fehlt“ – sturz- und defektfrei dennoch ein wenig positives nach dem Rennen.

Andere Rennsituation bei den Jugendfahrer der U17 mit Andreas Hartmann: bei der ersten von zwei Zielpassagen war er zwar in der ersten Gruppe des geteilten Fahrerfeldes zu finden, machte aber mit einem deutlichen Daumen nach unten seinen Leistungszustand deutlich. Kurz vor der zweiten und damit Zielpassage aber wurde er turbulent. Der Streckensprecher meldete einen Massensturz bei der Zielanfahrt, der sich aber – glücklicherweise – nur als kleinere Stürze herausstellte. Dann kamen die spurtenden Fahrer – und auch Hartmann. Ganz vorne konnte er nicht mehr eingreifen, wohl aber unter den Top 10: er erspurtete als zweitbester Bayer einen neunten Rang, beendete sein Rennen damit noch vor den Konkurrenten Wälzlein und Haslach. Das ist insofern wichtig, als Hartmann - da Zusmarshausen als Sichtungsrennen mit Punktbonifikationen – mit seinem Kraftakt nun die Bayernwertung anführt! Das zweite gelbe Trikot der Jugend U17 geht also nach Würzburg und so startet Hartmann im nächsten Sichtungsrennen in Cadolzburg am letzten Aprilwochenende nicht nur aus der ersten Reihe, sondern vor allem in Gelb.

Nun hat er es also geschafft: Saisonauftakt nach Maß, angepeilte Top-10-Platzierung und als Führender den Rang des Gejagten – soll die Konkurrenz nun angreifen. Nächste Gelegenheit dazu: Sonntag, 5. April, Aichach.

More to come.

Ballermann mal anders
RSGler im Grundlagentrainingslager auf Mallorca fit gemacht
01.03.2009   Janina Seyler

Keine Frage – wohin gehen Radsportler zum frühjährlichen Kilometer“ballern“? Ins Radsporteldorado Mallorca!

Nachdem 2009 die Faschingsferien nicht ganz so zeitig wie im vorhergehenden Jahr fielen, war für einige der RSG-Rennradsportler für die Frühjahrsferien ein Trainingslager auf Mallorca gebucht. Unter der Organisation von Harald Schwager von bike sport ansbach fanden sich zahlreiche Radlerinnen und Radler aus ganz Bayern zu einer Gruppe von knapp 31 Teilnehmern zusammen, die gemeinsam für neun Trainingstage auf die Räder steigen wollten.

Aufgrund des recht zeitigen Abflugs bereits am Mittwoch vor den Ferien, standen den Sportlerinnen und Sportlern der U17, U19 und der U23 insgesamt drei Dreierblöcke zum Training zur Verfügung, die dank besten Radwetters auch alle gut genutzt werden konnten.

Maßgebliche Trainingsinhalte der in drei Altersgruppen aufgeteilten Gesamttruppe waren vorwiegend Grundlagenausdauer, Kraftarbeit am Berg, Schulung der Kraftausdauer und erste kleinere Einheiten zu EB und Sprint.

Besonderer Service dieser Trainingslagergruppe ist (neben der tollen Stimmung natürlich) die Begleitung durch ein multifunktionales Begleitfahrzeit; an dessen Steuer Radsporturgestein Gernot Körber aus Nürnberg. Körber ist selbst ehemaliger Radsportler, begnadeter Mechaniker, hat zwei Söhne, die ihm ebenso nachfolgten und sorgt in den Trainingslagern als „Mädchen für alles“ für das uneingeschränkte Wohl von Sportler und Sportgerät. Bei Regen gibt’s die Jacke aus dem Auto, bei der Pinkelpause den Windschatten bei der Jagd nach der vorausgeeilten Gruppe, bei Defekt neue Luft in die Reifen und nach drei Stunden Fahrtzeit schließlich das mobile Mittagessen in Form von Bananen, Äpfeln, Kuchen, Madalenas, Riegeln und Wassernachschub.



So überstanden alle (RSGler) das Trainingslager mit 1200-1600 gefahrenen (und manch gelittenen) Kilometern recht gut. Gott sei Dank gab es – zwar neben einigen brenzligen Situationen – nur einen kleinen „Sturz-Rutscher“ zu vermelden. Ansonsten wurde frühgesportelt (nicht immer geliebt), geradelt (das mal mehr, mal weniger umso mehr), gegessen, getrunken, gelacht und auch ein bisschen gefeiert. Aber nur vor den Ruhetagen und letzten Tag, versteht sich!

Gelohnt hat sich der Trainingslageraufwand so für die Würzburger Beese, Hartmann, Rapp, Schwarzmann, Schwarzmeier und die Trainerin Seyler in jedem Fall. Und Spaß gemacht hat’s auch: die Saison kann kommen!




Erste Bayernwertungspunkte ins Trockene gebracht
U15er Hellmund mit Punkten, U17 Hartmann auf
dem Treppchen beim Athletikwettkampf
01.03.2009   Janina Seyler

Wie an jedem letzten Januarwochenende fiel auch in diesem Jahr der Startschuss in die Rennsaison der bayerischen Radsportler beim Athletikwettkampf der weiblichen und männlichen U15 und U17 in Fürth.

Der radsportliche Nachwuchs ist im Sinne einer körperlichen ganzheitlichen Ausbildung und um der recht einseitigen Belastung des Radsporttrainings vorzubeugen dazu angehalten, im Winter vorwiegend etwas für die allgemeine Athletik zu tun. Hierzu sollen im Hallentraining Koordination und Kondition, Körperbeherrschung und die allgemeine Ausdauer verbessert werden. Um diesem Ziel ein wenig auf den Weg zu helfen, werden nicht nur rein auf Rennen „erfahrene“ Wertungspunkte für die Bayernwertung vergeben. So sollen sich die engagierten Radsportlerinnen und Radsportler beim Athletikwettkampf die begehrten Punkte in zahlreichen Disziplinen „erlaufen und erspringen“.

Auch die RSG Würzburg war 2009 wieder mit den Lizenzern Sabrina Schulz, Till Hellmund, Nils Beese, Dominic Schulz und Andreas Hartmann in Fürth vertreten.

Diverse Disziplinen wie einen Sprintdurchgang auf der Tartanbahn, den Standweitsprung, Gewandtheitslauf, Trittfrequenztest und dem abschließenden 1500m bzw. 3000m-Lauf gab es zu absolvieren.

In der Endabrechnung der Altersklasse der Schüler bzw. Schülerinnen U15 belegten Hellmund und Sabrina Schulz in der Alterskonkurrenz von 31 Sportlern den 9. bzw. 24. Platz, wobei Schulz in der weiblichen Unterwertung als sechstes Mädchen und davon zweite der Einjährigen wurde.

Bei den etwas älteren Jugendfahrern der U17 gelang dem Lizenzneuling Nils Beese ein gelungener Einstieg auf dem 13. Endrang; gleich hinter ihm sein Vereinskollege und „alter Hase“ Dominic Schulz als End-14. Dass die Nominierung des RSGlers Andreas Hartmann für den aktuellen Bayernkader absolut gerechtfertigt war, untermauerte Hartmann mit seinem guten Wettkampfergebnis in Fürth. Obwohl beim Gewandtheitslauf zwei Mal zurückgepfiffen, mit drei Strafsekunden belegt und einer etwas undurchsichtigen Entscheidung beim Sprintwettkampf eroberte der Würzburger U17er dennoch den dritten Platz auf dem Treppchen und sicherte sich hinter dem Sieger, Träger des ersten gelben Trikots und Sportfreund, Jan Wälzlein und Sebastian Haslach die ersten bayerischen Wertungspunkte.

So kann die Saison losgehen. Geradelt wird dann erstmals wieder für die Grundlage und Kraft im Trainingslager auf Mallorca während der Faschingsferien. Hier finden sich ob gemeinsamer Organisation zahlreiche Sportlerinnen und Sportler aus diversen bayerischen Vereinen für ein gemeinsames Trainingslager zusammen.

Das sollte dann der nötigen Vorbereitung der idealen Rennform genügen Vorschub leisten: erster Renntermin am Sonntag, 30. März 2009 in Zusmarshausen.

RSG Würzburg im Bayernkader und der Bundesliga der U19
U17er Hartmann bei der Bayernauswahl – U19er Rapp im Team U19 Franken
01.03.2009   Janina Seyler

Wie bereits vielen bekannt, gewinnt die Rennradjugendabteilung der RSG Würzburg zusehends an Klasse. Zum Saisonausklang im Herbst vergangenen Jahres berief Landesverbandstrainer Peter Ganzenberg den U17-Fahrer Andreas Hartmann ins Team des Bayerischen Landesverbandes. So wird Hartmann in der kommenden Saison des Öfteren überregional bei Eintagesrennen und kleineren Rundfahrten unterwegs sein. Motivation genug für den jungen und ambitionierten Radsportler. Er selbst hat sich größere Ziele gesteckt: zusammen mit Sportfreund Jan Wälzlein, dem aktuellen Träger des gelben Trikots der Bayernwertung hat er bereits die Renntaktik für die ersten Saisonrennen im Trainingslager auf Mallorca eingehend besprochen. „Vorne fahren“ und auf jeden Fall eine Platzierung bei den Bayerischen Meisterschaften heißt das Motto. Potential, Talent, Training und Ziele hin oder her – Hartmann weiß auch um die Schwierigkeiten: Übermotivation, zu viel und zu schnell wollen und die Tatsache, in diesem Jahr die Position des Gejagten innezuhaben. Nichtsdestotrotz sind Form und Laune gut. Darauf lässt sich bauen.

Auch beim Würzburger erstjährigen Juniorenfahrer U19, Johannes Rapp, gibt es Neuigkeiten. In der etwas ruhigeren Winterzeit hat sich für ihn eine tolle radsportliche Chance aufgetan. Für die Junioren gibt es jedes Jahr eine nationale U19-Bundesliga-Serie, deren Teilnahme aber lediglich als Team angemeldeten Mannschaften vorbehalten ist. Der Bayerische Radsportverband war dort einzig mit dem Team Quest/Ralph Denk vertreten; diejenigen Fahrer, die in diesem Team keinen Platz gefunden haben oder finden wollten aber blieb die Startmöglichkeit bei Bundesligarennen vorbehalten. So ergriff der mittelfränkische Radsportler- und Radsportvater Manfred Jordan aus Heilsbronn bei Ansbach die Initiative und gründete zusammen mit seinem Heimatverein, der RV Union Nürnberg, eine zweite (vorwiegend fränkische) Bundesligamannschaft: das Team U19 Franken. Darin soll weniger die Stallregie, ausgerichtet auf den reinen Erfolg, an erster Stelle stehen. Vielmehr sollen die Fahrer die Möglichkeit bekommen, an den etwas höher dotierten und insgesamt acht Bundesligarennen teilzunehmen. Die übrigen Rennen aber, so Jordan, werden ausschließlich für die Heimatvereine bestritten. Dort nämlich wird die wesentliche Trainings- und Betreuungsarbeit erbracht. Natürlich sei der Erfolg schon wichtig, maßgeblich aber gehe darum, dass die jungen Radsportler mit realen Zielen und vor allem der Freude ihrem Sport nachgingen. Nur ein ganz kleiner Bruchteil schaffe überhaupt den Sprung zum Radprofi; das sei also nicht das Ziel dieser Mannschaft. Grundsätzlich positiv prägen und ihnen wertvolle Erfahrungen für ihren Lebensweg wolle man die Junioren geben. Nach einer ersten Lage- und Möglichkeitenbesprechung wurde die Idee dann konkreter, sodass am letzten Januarwochenende bei einem gemeinsamen Wochenendtrainingslager in Nürnberg die Mannschaft stand. Mit dabei für dieses Jahr auch der Würzburger Johannes Rapp, der als fleißiger Helfer, passabler Allrounder und guter Schnellkraftfahrer in der Mannschaft – soweit gebraucht – seinen Dienst tun will. Seine Laune und Motivation dafür ist jedenfalls bestens – wie auch und vor allem die Beine.

Für alle kommenden Aufgaben in Vereins-, Bayern- und Bundesligamannschaft beiden Würzburgern jedenfalls viel Erfolg und vor allem Freude!